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Presse-Archiv 2003
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Schloss Werdenberg

Die SVP will einen oder zwei Sitze mehr (W&O 3. Dez. 2003)
Auslaufmodell CVP? (Leserbrief W&O 5. Nov. 2003)
SVP die Wahlsiegerin (Leserbrief W&O 5. Nov. 2003)
SVP die Wahlsiegerin (Leserbrief W&O 28. Okt. 2003)
Mutschentag - Familientag der SVP in Gams (31. Aug. 2003)
Sicherheit Aktuell - Frau RR Rita Fuhrer bei uns in Salez (27. Aug. 2003)
Krankenkassen-Initiativen SP/SVP Interview mit Walter Gartmann (W&O 15. Mai 2003)
Asylrechtsmissbrauch: Ohne Druck geht nichts! (28. April 2003)
Parolen zu den Abstimmungen von 18. Mai 2003 (W&O 28. April 2003)
Hängebrücke über den Rhein Wartau lehnt Brückenkredit klar ab (10. Feb. 2003)
CVP-Marionetten dürfen Partei-Ticket absegnen (W&O 17. Jan. 2003)
"Die meisten Nullen hats in Bern" W&O Bericht über die HV 2003 (W&O 11. Jan. 2003)
HV 2003 - Originaltext Jahresbericht des Präsidenten
Drogenhandel in Buchs / Interpellationen und Presseberichte

Die SVP will einen oder zwei Sitze mehr

W&O vom 3.12.2003 (von Philipp Kolb)

SVP Werdenberg erhofft sich den Elan aus den National- und Ständeratswahlen mitnehmen zu können

Am Montagabend hat die SVP Werdenberg acht Kantonsratskandidaten nominiert. Auch erteilte die Versammlung dem Kreisvorstand das Recht, Heinrich Schlegel (Malans) bei einem anfällig frei werdenden Regierungsratssitz als Kandidat portieren zu dürfen.

Die Nominierung der Kantonsratskandidaten gab mehr zu reden, als zu Beginn vermutet. Der Kreisvorstand hatte den 49 anwesenden Mitgliedern eine vollständige Liste unterbreitet. Diese am Schluss nur knapp genehmigte Liste umfasst acht Kadidaten. Von den drei bisherigen Werdenberger SVP-Vertretern ist Otto Rohner nicht mehr dabei. Er tritt aus beruflichen Gründen zurück. Die anderen beiden bisherigen Christian Bicker (Grabs) und Heinrich Schlegel (Malans) sind zweimal auf der Liste aufgeführt. Ebenfalls doppelt aufgeführt ist die Salezerin Verena Frick als einzige Frau und Nationalratskandidat Walter Gartmann aus Wartau sowie der Gamser Ortspräsident Renato Baumgartner. Einmal auf der Liste aufgeführt sind Jürg Schwendener (Buchs), August Wehrli (Buchs) und Stephan Gebert (Sevelen)

Junger Kandidat nicht dabei
Zu reden gab der eher kurzfristige Entscheid des 20-jährigen Wartauers Mirco Rossi. Er hatte sich am Montag ebenfalls als Kandidat zur Verfügung gestellt. In einer längeren Diskussion berieten die SVP-Mitglieder, ob sie dem jungen Wartauer eine Chance geben sollen oder ob die vom Kreisvorstand ausgearbeitete Liste genehmigt werden soll. Verschiedene Szenarien wurden durchgespielt, bis hin zum Streichen von Kandidaten oder aber nur einmaliges Aufführen eines bisherigen Kantonsrates. Schliesslich entschied sich die Versammlung mit 27:19 Stimmen knapp für die vorbereitete Liste und somit gegen den jungen Wartauer, der sich vor allem gegen die Steuergelderverschwendung für die Jugend, aber auch die kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) einsetzen wollte.

Einen oder zwei Sitze mehr
13 Kantonsratssitze erhält der Bezirk Werdenberg. Bisher hat die SVP drei davon für sich beansprucht. Das Ziel bei den kommenden Wahlen sei mindestens einen vierten, eventuell sogar einen fünften Sitz dazu zu gewinnen, erklärte Kreispräsident Jürg Schwendener. Mit den acht aufgestellten Kandidaten sei dies möglich, glaubt die Versammlung. Jeder der Kandidat hatte am Montag im Restaurant Grütli die Möglichkeit sich kurz vorzustellen. Christian Bicker als Bisheriger will seiner Linie treu bleiben und sich vor allem für die Landwirtschalt und die betagten Mitmenschen einsetzen. Der ebenfalls bisherige Heinrich Schlegel wetterte über die Staatsfinanzen. Für ihn ist klar, dass die 18 Millionen Franken, die das Kantonsjubiläum kostete, zwar nicht direkt mit Steuergeldern getilgt wurde, aber nun dennoch an anderen Orten fehlten. Ein weiterer Punkt gegen den er sich einsetzen will ist der Drogenhandel in Buchs. In dieser Problematik möchte sich auch Nationalratskandidat Walter Gartmann engagieren. Im weiteren will er sich auch bezüglich dem Schulsystem einsetzen. Verena Frick aus Salez ist die einzige Frau auf der SVP-Liste. Sie ist Kreisrichtering und Bezirksschulrätin sowie Ortspräsidentin der SVP Sennwald. Auch sie möchte im Schulsystem etwas unternehmen. Frick meinte: "Ein grosser Teil der Probleme im Schulsystem liegen im Elternhaus. Die Kinder werden nicht richtig erzogen." Der letzte der zweimal auf der Liste aufgeführt wird, ist der Gamser Ortspräsident Renato Baumgartner. Der Vater von vier Kindern möchte sich als Hochschulrat in der Bildung sowie in der Familienpolitik einsetzen. Der Kreispräsident Jürg Schwendener führt das Kandidatentrio an, das nur einmal auf der Liste aufgeführt wird. Schwendener ist das Drogenproblem in Buchs ein Dorn im Auge. Auch will er sich für das Gewerbe und die Industrie sowie für die Gesundung der Staatsfinanzen einsetzen. Der Buchser Schulrat August Wehrli nennt Finanzen, Bildung und Sicherheit als seine wichtigsten möglichen Einsatzgebiete. Stephan Gebert schliesslich kennt als Grenzwächter Probleme mit der Sicherheit unseres Landes. Er will sich dort aber auch zu Gunsten der Natur engagieren.

Keine Kampfwahl
Am 14. März finden nicht nur die Kantonsratswahlen, sondern auch die Wahlen um die St. Galler Regierung statt. Noch ist unklar, ob die CVP und die FDP bereit sind, freiwillig auf einen Sitz zu verzichten, damit die wählerstärkere SVP in die Regierung eingebunden werden kann. Die Nominationsversammlung erteilte am Montag dem Kreisvorstand das Recht bei einem anfällig frei werdenden Sitz den Malanser Heinrich Schlegel als Regierungsratskandidat portieren zu dürfen. Dieser stellt sich allerdings nur zur Verfügung, wenn ein Sitz frei wird. Eine allfällige Kampfwahl will er nicht mitmachen.

Sie wollen am 14. März gewählt werden (von links): Jürg Schwendener (Buchs), Christian Bicker (Grabs), Verena Frick (Salez), Renato Baumgartner (Gams), Stephan Gebert (Sevelen), Heinrich Schlegel (Malans), August Wehrli (Buchs) und Walter Gartmann (Oberschan). Bild Philipp Kolb

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SVP - Die Wahlsiegerin

Sehr geehrter Herr Forrer
Ihr offener Brief, vom 23.10.03, an ihren Parteipräsidenten Stähelin, wird wohl nie von ihm beantwortet.
Um ihren schmerzlichen Verlust etwas zu lindern, möchte ich Sie an unsere Erziehung erinnern.
Wir vermitteln unseren Kindern, beim verlorenen Spiel nicht zu trotzen oder alles hin zu werfen, sondern miteinander weiter zu spielen und es das nächste Mal besser zu machen.
Wenn Sie von ihrer Partei erwarten alle Mandate hinzuwerfen, so ist das unüberlegt. Wenn Sie dieses Vorgehen auch noch von den anderen bürgelichen Parteien verlangen, fehlt besonders hier die gute Erziehung.
Natürlich könnte die SVP zusammen mit den Sozialen unser Land regieren, aber wollen sie wirklich farblose deutsche Verhältnisse in der Schweiz?
Die SVP möchte gerne ihre guten Ideen auch auf Bundesebene einbringen und das zum Vorteil der ganzen Bevölkerung. Zusammen mit allen grossen Parteien so wie es uns zusteht.
Ihr Rundumschlag, dass dann alle Probleme verschwunden wären, ist zu einfach. Die grossen Probleme, die sich über viele Jahre angehäuft haben, können nicht aus der Welt gezaubert werden. Alles braucht seine Zeit! Aber freuen sie sich mit uns auf hoffentlich rosige Zeiten, das ist gut so.

Verena Frick, Salez
SVP-Mitglied

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Auslaufmodell CVP ? (W&O 5.11.03)

Josef Dudli, Werdenberger CVP Kreispräsident schreibt in seinem Leserbrief vom 31.10. über seine Irritationen. Verständlich, nachdem die CVP vor den Wahlen noch mit allen möglichen bürgerlichen Argumenten nach Wählerstimmen rang und die Parteileitung nun plötzlich im Hafen der Linken eine neue Heimat sucht. Gleichzeitig will sie auch noch Mittepartei sein. Anstatt sich auf bekannte CVP Schwerpunkte wie Religion, Ethik und Familienpolitik zu konzentrieren, wie man dies früher von der CVP gewohnt war, will man aus lauter Verzweiflung ganz nach links driften. Die Gefahr bei einer solchen Akrobatik besteht, dass die CVP, oder wenigstens ein Teil davon freudig von den Linken aufgenommen wird, ihre Themen klar vertritt und damit die CVP in 4 Jahren profillos pulverisiert wird. Die nicht-linken CVP-ler werden sich halt anderweitig orientieren müssen. Dies passierte seinerzeit dem LDU, als dessen Themen teils von den Grünen teils von den Bürgerlichen aufgenommen wurden. Ob an einer solcher Politik die zitierten Gamser CVP Persönlichkeiten und bürgerliche CVP Mitglieder Freude haben ist zu bezweifeln. Deshalb möchte ich meinem CVP Kollegen empfehlen, seine Irritationen zu bekämpfen, sich mit den Wahlresultaten zu beschäftigen und daraus seine Schlüsse zu ziehen, anstatt sich wie eine Insekt im Spinnennetz zu wehren.
Dass eine Polarisierung der Parteienlandschaft stattgefunden hat, ist nämlich die Schuld jener Politiker, welche Standpunkte halbherzig vertreten, sich nicht festlegen wollen, oder den Volkswillen nicht respektieren. Sie haben Wähler hinterlassen, welche sich nun klarer positionierten Parteien zugewandt haben.

Jürg Schwendener
SVP Kreispräsident Werdenberg

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SVP-Die Wahlsiegerin
Antwort auf Leserbrief vom 23.10.2003 W&O

Geschätzter Herr Forrer. Niederlagen sind immer schwer hinzunehmen doch auch in der Politik gilt wie im Sport, analysieren und mit konsequenten Strategien entgegenwirken, ja nicht den Kopf in den Sand stecken.
Der Souverän hat am Sonntag des 19.Oktober 2003 mit seiner Stimme klar gezeigt was er möchte. Der Souverän - bitte vergessen Sie nicht, sind unsere Mitbürger; das Volk! - hat gewählt und damit das vollendet was er seit mehr als 10 Jahren punktuell aufgezeigt hat. Zeichen die von der classe politique immer wieder ignoriert oder mit falschen Versprechungen (Asylpolitik) beschönigt wurden. Für manche Parteien war das Volk wie ein Rufer in der Wüste - bis eben zum 19. Oktober 2003.
Die Niederlage der CVP ist nicht von ungefähr. Meine Tochter muss einen Vortrag über die CVP halten - ja Sie haben recht ausgerechnet die Tochter eines SVP Anhängers - ich versuchte Ihr zu helfen und muss gestehen eine 58-seitige Wahlplattform wie bei der SVP vermisse ich (oder habe sie nicht innerhalb nützlicher Frist im Internet gefunden). Ihre (CVP) Politik lässt klare Aussagen zu aktuellen und den Bürger beschäftigenden Problemen offen. Auf klipp und klare Aussage der SVP hat keine der Parteien Stellung genommen, es sind eben Themen die die Bürger beschäftigen und man möchte sich nicht die Finger verbrennen, die gesetzten Ziele (EU) zu erreichen.
War die Stimmung vor den Wahlen eher lau, keine Partei - ausser der SVP - zeigte ihre Strategien, so zeigen sich die wahren Gesichter nach den Wahlen. Meines Erachtens gehen da Äusserungen unter die Gürtellinie (W&O; Montag 20.10.2003 Seite 3 Hildegard Fässler). Wann endlich verstehen die Parteien, dass des Bürgers Meinung über den intellektuellen Zielen steht. Wie viele lic. jur. und lic. ök. oder Dr. brauchen wir noch um das Volk zu verschaukeln?
Nicht zuletzt möchte ich an dieser Stelle all jenen Gamserinnen und Gamsern herzlichst für Ihre Stimmen Danken, wir haben Sie zur Kenntnis genommen und wissen ob unserer Pflicht.
Mit nachbarlichem Gruss.

Renato Baumgartner SVP-Präsident Gams

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Erst die SVP-Initiative wird die Lösung bringen (W&O 15.5.2003)

Gesundheitswesen: Gespräch mit SVP-Nationalratskandidat Walter Gartmann

Für Walter Gartmann, Werdenberger SVP-Nationalratskandidat und Leiter der Concordia Versicherung Buchs und Wangs, ist die Gesundheits-Initiative, über die am Wochenende abgestimmt wird, keine Lösung. Erst die SVP-Initiative werde einen spürbaren Erfolg bringen, ist er überzeugt.

MIT WALTER GARTMANN
SPRACH KUNO BONT

Herr Gartmann Sie sind der Auffassung, dass die Gesundheits-Initiative, welche am Wochenende zur Abstimmung kommt, abzulehnen sei. Warum?

Walter Gartmann: Sie ist nicht das geeignete Mittel, um die vorhandenen Probleme zu lösen. Sie dämmt die Kostenspirale nicht ein. Sie wird zudem über die Mehrwertsteuer finanziert und trifft so den Kleinen wieder, dem Entlastung durch die einkommensabhängigen Abgaben vorgegaukelt wird. Die Gesundheits-Initiative hat auch negative Auswirkungen auf die KMUS. Sie müssen höhere Beiträge bezahlen und können dadurch unter Umständen weniger investieren. Mir gefällt auch die drohende Verstaatlichung des Gesundheitswesens nicht, welche die SP will.

Wer ist denn schuld am Debakel im Gesundheitswesen?

Walter Gartmann: Die SVP zumindest hat schon damals gegen das KVG opponiert. Man kann nicht staatlich in die Marktwirtschaft eingreifen - und das wurde beim KVG gemacht. Die Idee, dass alle die gleiche Grundversicherung haben, ist grundsätzlich richtig, dennoch haben wir vor 1996 das günstigere Gesundheitswesen gehabt und es hat auch funktioniert. Herr Piller war es, der jedes Jahr neue Leistungen in die Grundversicherung eingeschleust hat. Zum Beispiel das Metadonprogramm. Ich finde es gut, dass man die Drogenabhängigen in einem Programm hat, aber man soll das nicht über die Krankenkasse abrechnen.
Worüber denn?
Walter Gartmann: Über den Staat.
Das heisst Beanspruchung von Steuergeldern.

Walter Gartmann: Ja. Die Kosten müssten jedoch genau ausgewiesen werden. Wir bezahlen über die Steuergelder ja ebenfalls die Krankenkassenprämien für die Asylanten und und und. Mir fehlt deshalb die nötige Transparenz im Gesundheitswesen.

Hat denn die SVP das Erfolgsrezept? Wird die SVP-Volksinitiative für tiefere Krankenkassenprämien in der Grundversicherung, die ja in absehbarer Zeit noch auf uns zukommt, alle Probleme lösen?

Walter Gartmann: Ja. Die SVP-Volksinitiative will mehr Transparenz. Der Staat muss helfen, diese Transparenz zu gewährleisten. Heute sieht man vielfach nicht, wo das Geld hingeht. Der Staat muss deshalb besser ins System eingebunden werden.

Ich spüre Misstrauen dem Staat gegenüber. Trauen Sie auch der Abrechnung der Prämienverbilligungen nicht?

Walter Gartman: Wenn die Steuererklärung stimmt, so stimmt auch die Berechnung der
Prämienverbindung damit habe ich keine Probleme. Das aber ist nicht der Kern des Ganzen. Es ist nicht nachvollziehbar, was von Bern in die Kantone fliesst und was von den Kantonen nach Bern fliesst.

Ist die Transparenz der Hauptpunkt der SVP-Volksinitiative?

Walter Gartmann: Nein. Sie ist einer von vier Hauptpunkten. Wir verlangen zudem die Vertragsfreiheit. Das heisst: Einzelvertrag für die Ärzte anstelle des Kollektivvertrages. Das bietet mehr Möglichkeiten zur Bekämpfung von Missbräuchen. Wir wollen auch die Fixierung der öffentlichen Beiträge. Hier geht es darum, dass die öffentlichen Beiträge an das Kostenwachstum gekoppelt werden, damit in der Politik ein Interesse für Kostendämpfung entsteht. Und schliesslich ist uns die Straffung des Leistungskataloges ein Anliegen. Heute ist man viel zu grosszügig mit der Aufnahme neuer Leistungen in die Grundversicherung. Dorthin gehören nur medizinische und pflegerische Leistungen, die der Schmerzlinderung, Heilung und Reintegration dienen, die zweckmässig und wirtschaftlich sind, und deren Wirksamkeit von der Wissenschaft anerkannt werden.

Besteht da nicht die Gefahr dass Leistungen unterbunden werden die zu schnelleren Heilungsprozessen und weniger Schmerzen fuhren würden.

Walter Gartmann: Nein. Es geht um die Luxusleistungen wie Schönheitsoperationen, Metadonprogramm etc. Ich bin auch der Auffassung, dass vermehrt Generika eingesetzt werden sollten, nötigenfalls sind mir selbst Parallelimporte recht. Der Bürger muss wissen, dass es ihm trotz SVP-Initiative an nichts Notwendigem mangeln wird.

Ist das jetzt Wahltaktik? Spielen Sie die Einschränkungen bewusst herunter?

Walter Gartmann: Das hat nichts Wahltaktik nichts zu tun. Ich arbeite auf der Krankenkasse, habe einen guten Einblick und stufe den Bürger so ein, dass er mündig genug ist, um zur Eigenverantwortung zurückzufinden. Die Politik muss aufzeigen, wo das Übel liegt, und den Mut zu klaren Aussagen haben. Die Schönfärberei der letzten Jahre bringt uns nicht weiter.

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Ohne Druck geht nichts !

Die knappe Ablehnung der SVP-Asylmissbrauchs-Initiative hat einige Hektik bei Bundesrätin Metzler hervorgerufen. Auf Druck der Stimmbürger ist sie eiligst nach Afrika gereist und wollte sich mit fragwürdigen Abkommen profilieren. Leider war alles ziemlich untauglich und der Verdacht liegt nahe, dass es reine Abstimmungspropaganda war.

Schon lange liegen Forderungen nach "geschlossenen bzw. gesicherten Unterkünften" für abgewiesene, dissoziale oder kriminelle Asylbewerber auf dem Tisch. Vor allem linke Politiker bekämpfen solche Vorstösse postwendend mit dem Hinweis auf die Menschenrechte. Das Beispiel Australien zeigt, dass es auch anders geht. Australien wurde noch nie wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilt, obwohl dort alle Asylsuchenden in umzäunte und bewachte Unterkünfte aufgenommen werden. Dies will in der Schweiz niemand, ausser für Straffällige und Abgewiesene. Das Ziel sollte sein, weitere Straftaten, oder das Untertauchen eindeutig abgewiesener Asylsuchender zu verhindern. Allein das Vorhandensein solcher Unterkünfte würde viele Versuche, unser Asylrecht zu missbrauchen, verhindern.

Würde endlich einmal etwas in dieser Richtung unternommen, wäre schnell genügend Platz für echte Asylsuchende in unseren Asylantenheimen vorhanden. Die Heimleitungen müssten sich nicht ständig mit den "negativ Auffallenden" herumschlagen und die Skepsis gegenüber Asylsuchenden würde schlagartig vermindert.

Die Aktion "Störenfried" von Privaten in Buchs zeigt, dass der Wunsch nach öffentlicher Ordnung dringend ist. Die Ignoranz der Politiker im Tele Ostschweiz ist aber bezeichnend: SG Ständerat Eugen David "keine Ahnung was in Buchs läuft" und Kantonsrat Urs Bernhardsgrüter "Gefahr besteht, dass Hobby-Rambos dabei sind". Vertreten solche Politiker die Bürger?

Die erfolgreichen Aktionen der Polizei und Ordnungskräften gegen Drogenhändler sind zu begrüssen. Es nützt aber wenig, wenn keine wirkungsvolle Möglichkeit besteht, gefasste und verurteilte Täter längerfristig von ihrem Tun abzuhalten.

Es geht auf die Wahlen zu und alle bürgerlichen Parteien haben mittlerweile den Asylmissbrauch als Thema aufgenommen. Es ist zu hoffen, dass dies nicht nur Propaganda ist. Nach all den Jahren glauben wir aber nicht mehr so recht daran. Resultate erwarten wir jedenfalls vor den Wahlen - was danach kommt ist leidlich bekannt.

SVP Werdenberg

 

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Stellungnahme der SVP Werdenberg

Am 18. Mai entscheiden wir über 10 Abstimmungsvorlagen. Obwohl dies (zu) reiche Fracht für eine Abstimmung ist, sollte nicht leichtfertig nach verführerischen Titeln der Initiativen entschieden werden. Alle Initiativen ziehen sehr schwerwiegende Folgen nach sich, welche die Vorteile einzelner Inhalte bei weitem übertreffen. Bundesrat und Parlament empfehlen alle Initiativen zur Ablehnung.

JA zu flexibleren Ladenöffnungszeiten
Zur einzigen Abstimmung des Kantons über das "Gesetz über Ruhetag und Ladenöffnung" empfehlen wir ja zu stimmen. Flexibilität erhöht die Konkurrenzfähigkeit unseres Gewerbes und schafft bessere Rahmenbedingungen. Regierung und Parlament empfehlen die Vorlage zur Annahme.

Nein zur "Gesundheitsinitiative der SP"
Anstatt die Kosten des Gesundheitswesens und so die Prämien zu senken, will die Initiative der SP die Umverteilung nach sozialistischem System. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 7,6% auf 9,1%, oder noch höher, trifft aber genau die weniger verdienenden und den Mittelstand. Die vorgesehene zentralistische Planung verhindert Konkurrenz im Gesundheitswesen und würde einen neuen teuren Verwaltungsapparat ins Leben rufen. Im Endeffekt würden die Kosten weiter steigen - für alle.

Nein zur Mieterinitiative
Bundesrat und Parlament haben das Mietrecht überarbeitet und wesentliche Verbesserungen für Mieter und Vermieter vorgesehen. So soll die Miete in Zukunft vom stark schwankenden Hypothekenzins abgelöst und nur noch der Teuerung angepasst werden. Die vorliegende Initiative verhindert die Lösung vom Hypothekenzins. Zudem werden Vermieter bestraft, welche investieren oder renovieren wollen. Die wichtigsten Punkte der Initiative werden zudem im neuen Mietrecht berücksichtigt.

Nein zur Behinderteninitiative
Unnötig und teuer. Unnötig, weil das Bundesgesetz die Forderungen der Initiative, soweit sie verhältnismässig sind, bereits enthält. Die Initiative enthält zu viele übertriebenen Forderungen, deren Umsetzung enorme unnötige Kosten verursachen würde.

Nein zur Sonntagsinitiative
Vier autofreie Sonntage bringen nicht viel. Die Verlagerung des Ausflugs- oder Ferienverkehrs würde einfach auf andere Tage verschoben. Da die öffentlichen Verkehrsmittel, Polizei- und Rettungsfahrzeuge trotz Verbot fahren müssten, sind auch Bilder mit Velofahrern und Inline-Skatern auf der Autobahn ein Trugschluss. Wir sind für ein vernünftiges Mass an Mobilität. Wir begrüssen die Nutzung von umweltschonenden Verkehrsmitteln, aber nicht durch staatliche Verordnung.

Nein zur Lehrstelleninitiative
Neue Abgaben von schweizerischen Gewerbe- und Industriebetrieben in einen Berufsbildungsfonds benachteiligen die Wettbewerbsfähigkeit. Das neue Berufsbildungsgesetz erfüllt bereits die wichtigsten Anliegen der Initiative und dient Lehrlingen und Wirtschaft.

Nein zu Strom ohne Atom
Die Schweiz kann den Strombedarf ohne Atomstrom nicht aus ihren Ressourcen abdecken. Die Folge der Stillegung von Atomkraftwerken wäre der Import von Strom und die damit entstehende Abhängigkeit. Die Preise würden markant steigen und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft beeinträchtigen.

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CVP Marionetten dürfen Partei-Ticket absegnen. (Leserbrief W&O v. 17.1.2003)

Das Vorgehen der kantonalen CVP-Parteileitung lässt vor lauter Listen-Kalkül ihre Delegierten zu Marionetten verkommen. Um die Nummern 1 und 2 zu erhalten, reichte das CVP Büro die Listen von Nationalrats-Kandidaten ein, ohne ihre DV zu befragen. Auf der Liste Süd-West, mit gerade mal einem Vertreter des Werdenberg, figuriert zu oberst die Parteipräsidentin Lucrezia Meier-Schatz, welche bei den Wahlen 1999 ein Restmandat erhielt und sich jetzt also Top gesetzt hat. Auf Platz 12 bleibt noch eine Zeile leer. Sowohl über die Kandidaten als auch die Listengestaltung wird normalerweise nach demokratischen Grundsätzen an der Delegiertenversammlung der Kantonalpartei diskutiert und entschieden. Bleiben tut jetzt wohl noch die Verabschiedung, da einmal abgegebene Listen nicht mehr geändert werden können. Ob sich die Delegierten des Werdenberg eine solche Degradierung gefallen lassen, wird sich an der Delegiertenversammlung von Donnerstag zeigen. Das Wahlfieber der CVP-Parteileitung scheint offensichtlich bereits zu ersten Ausfällen der Vernunft zu führen. Die SVP Werdenberg hofft, dass wenigstens hier ein fairer Wahlkampf stattfinden kann. Die SVP, welche ihre Liste am vergangenen Montag verabschiedet hatte, wird auch mit der Listen-Nr. 3 glücklich sein - ist es doch die Zahl aller guten Dinge.

SVP Werdenberg
Präsident Jürg Schwendener

W&O vom 11.1.2003 «Die meisten Nullen hats in Bern» von Stefan Schlegel
Zu ihrer Hauptversammlung und Neujahrsbegrüssung gab sich die SVP Werdenberg selbstbewusst und kämpferisch. Der Zürcher Nationalrat Hans Kaufmann fuchste die Parteimitglieder aufs Wahljahr ein.

«Wir vertreten die Meinung von mehr als 50% der Bevölkerung.» Diesen Anspruch erhob Bezirksparteipräsident Jürg Schwendener mehrere Male im Laufe der Versammlung im Restaurant Bahnhof in Sevelen. Seine Aussage stützte er auf die Tatsache, dass im vergangenen Jahr alle kantonalen Abstimmungen gemäss SVP-Parole entschieden wurden.

Filz und Abzocker
Dass die Bilanz auf nationaler Ebene nicht ganz so makellos ausfiel, führte Jürg Schwendener auf die geschlossene Front von «Filz, Päcklimachern und Abzockern», die sich der SVP entgegenstellte, zurück. Für das Wahljahr wünsche er sich, dass alle, die in Bern «entweder nicht mehr an der Volksmeinung interessiert sind, oder einfach nichts tun», durch SVP-Politiker ersetzt werden. Jürg Schwendener sprach von 15 Prozent Mitgliederzuwachs in der Kreispartei Werdenberg gegenüber vergangenem Jahr und dankte seinen Parteifreunden für ihr Engagement, namentlich den Plakateklebern, die «Trotz der fleissigen Asylanten, die die Plakate immer wieder runter rissen», unermüdliche Arbeit geleistet haben. Dann übergab er das Wort dem prominenten Redner, dem Bankier und Zürcher SVP-Nationalrat Hans Kaufmann.

Viele und grosse Zahlen
Hans Kaufmann begann seinen Vortrag, indem er das Wort «Steuergeschenk» zum Unwort des vergangenen Jahres kürte. Er meinte, der eigentliche Sinn hinter diesem Wort entlarve all jene die es brauchen als heimliche Marxisten. Im folgenden verstand es der Referent meisterhaft, Zahlen plakativ darzustellen. Seine Veranschaulichungen schwer fassbarer Grössen wie beispielsweise den Staatsschulden (wären die Schulden in Hunderternötli angelegt, würde einer allein 43 Jahre zählen, um sie alle zu zählen), löste bei den knapp 60 Anwesenden Kopfschütteln und erstauntes Murren aus. «Höchste Zeit für einen Kurswechsel bei den Staatsfinanzen», lautete der Titel seines Referates, und er nahm kein Blatt vor den Mund.
«Die meisten Nullen hats in Bern», stichelte er, in Anspielung auf die vielstelligen Zahlen auf seiner Leinwand. besonders um die Sozialversicherungen stünde es schlecht, sagte Kaufmann.
«Unsere Frauen haben einfach zu wenig Kinder, um die AHV wie bisher tragen zu können», meinte er. «Ausländer reinholen ist ebenfalls Quatsch, wir müssen Reserven bilden», rief er auf. Gleichzeitig sprach er sich aber auch dafür aus, die direkten Bundessteuern um 10% zu senken.

Weiter kämpfen
Zum Abschluss der Versammlung wich die enorme Zuversicht des Parteipräsidenten
(das hat NR Hans Kaufmann gesagt Red.) für kurze Zeit der Nachdenklichkeit. «Auch unsere Gegner sind nicht stehen geblieben und können Erfolge verbuchen», gab er zu bedenken. «Wir müssen weiter kämpfen und dürfen niemandem das Feld überlassen.»

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Originaltext des Jahresberichtes des Präsidenten

Sehr geehrte Mitglieder der SVP Werdenberg, geschätzte Kolleginnen und Kollegen.

Die SVP Werdenberg kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, wurden doch sämtliche Abstimmungen im Kantons St. Gallen so entschieden, wie dies die SVP empfohlen hat. Dies bestätigt uns einmal mehr, dass wir mit unserer Politik auf dem richtigen Weg sind und über 50% der Bevölkerung vertreten.

Gesamtschweizerisch mussten wir trotzdem knappe Niederlagen einstecken, weil die übrigen Parteien konsequent gegen die SVP-Anliegen propagierten. Am 3. März wollten 54,6 % der Schweizer der UNO beitreten und die SVP-Gold-Initiative wurde mit 52% vom Volk knapp abgelehnt. Noch knapper scheiterte die SVP-Asylinitiative mit 50.1%.

Doch sehen wir uns die Resultate der Ostschweiz an und besonders im Kanton oder Kreis Werdenberg an, wo alle 3 wichtigen Vorlagen deutlich angenommen wurden, dann muss man schon fast über einen Bratwurstgraben jammern, die Rösti ist ja schon für die Berner reserviert.

Immer mehr stellt sich jedoch heraus, dass die SVP die einzige Partei in der Schweiz ist, welche es gemerkt hat, wohin über 50% der Bevölkerung eigentlich wollen. Die anderen 50% scheinen noch nicht gemerkt zu haben, dass sie von Filz und Päckli, Vetterliwirtschaft und Abzockerei manipuliert werden. Leider musste in den letzten Abstimmungen die SVP allein gegen dies ankämpfen und hatte es entsprechend schwer. Ausnahmen gibt es vor allem Kantonal. So hat die FDP unsere Meinung in Sachen Asylmissbrauch unterstützt. Dies hat dann allerdings alt Bundesrätin Elisabeth Kopp bewogen, aus der FDP auszutreten und diese Partei von einer weiteren Altlast befreit.

Eines ist aber der SVP im Jahr 2002 gelungen: Sie wird ernst genommen und die allgemeinen Attacken, welche mangels Argumenten immer wieder gegen die SVP geritten werden geraten langsam aber sicher ins Abseits. Unser Erfolg lässt sich auch daran messen, dass wir im Kreis Werdenberg wiederum einen Zuwachs von 15% an Mitgliedern verzeichnen können.

Folgende Anlässe wurden von der Kreispartei organisiert oder unterstützt :
8. Februar - überparteiliches Podium zum UNO-Beitritt
23. März - Werdenberger Umweltputzete
22. Juni - SVP-Brötlete auf den Hof von Rohrers in den Stöck
15. August - Podium zur SVP-Asylinitiative in Sennwald
18. September - Besichtigung Festung Magletsch
3. Dezember - Besichtigung R-Elektronik, Wartau
10. Dezember - Nomination unsere NR-Kandidaten Walter Gartmann

Zum Schluss möchte ich meinen Vorstandskollegen und Ortspräsidenten sowie allen Mandatsträgern der SVP für Ihre Arbeit recht herzlich danken. Ich wünsche Ihnen weiterhin Freude und Kraft in Ihren Ämtern. Offensichtlich sind unsere Leute nicht von der Sorte, die den Feierabend suchen anstatt bei wichtigen Entscheidungen (Abstimmungen) präsent zu sein.

Ebenfalls einen Dank an unsere nimmermüden Plakatklebern, welche trotz ein paar fleissigen Asylanten und Strassenwärtern die unsere Plakate entfernten, diese ebenso fleissig wieder in Ordnung angebracht haben.

Danken möchte ich schliesslich Ihnen allen. Sie helfen mit der Unterstützung unserer Partei mit, dass unsere Volksrechte respektiert und gelebt werden. Die Volksvertreter der SVP sind auf Sie angewiesen und werden dafür Ihre Meinung tatkräftig in die Politik einbringen.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Jürg Schwendener, Präsident SVP Werdenberg

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