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Gedanken zum 1. August 2011
Mit Stolz und
Respekt gedenken wir an unserem Nationalfeiertag an die Entstehung
der Eidgenossenschaft. Gemäss der Saga vom Rütlischwur, die sich
heuer zum 720. Mal jährt, wurde am 1. August 1291 der Grundstein für
unsere Schweiz gelegt. Damals standen drei aufrechte und stramme
Vertreter der Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden zusammen und
schworen den ewigen Bund der Waldstätter. Sie versprachen einander
zu helfen, im Kampf gegen fremde Vögte zusammenstehen und sich vor
keiner Gewalt zu beugen. Aus dieser Zeit stammt auch die Geschichte
von Wilhelm Tell, unserer Symbolfigur für den Kampf um Freiheit und
Unabhängigkeit unseres Landes. Tell wurde zum Nationalhelden, weil
er, statt unterwürfig mit dem Kopf zu nicken, den Mut hatte, „Nein"
zu sagen.
Diesen Mut und
dieser Wille, sich für die Ideale und Errungenschaften der Schweiz
einzustehen, hat sich über Jahrhunderte gehalten und wurde stets
verteidigt. Heute, so scheint es mir, ist dieser Einsatz aus der
Mode gekommen. Der Kampf für Freiheit, Sicherheit und Unabhängigkeit
ist erlahmt und teils schon aufgegeben worden. Die anderen Parteien
sind lasch, faul und müde geworden. Vom einstigen Mut und Willen
sich für die Schweiz einzusetzen ist nichts mehr spürbar. Friedrich
Dürrenmatt sagte einst: „Ich glaube, die Schweiz sollte einfach
keine Angst haben. Sie könnte frecher sein. Sie sollte ein sehr
freches Land sein, das die Auseinandersetzungen, das Gespräch nicht
fürchtet.“ Diesem Zitat kann ich nur zustimmen. Leider zeugen
Auftritte der Landesregierung von Unterwürfigkeit und vorauseilendem
Gehorsam. Die lasche Asyl- und Ausländerpolitik sowie die
täterfreundliche Rechtsprechung der Gerichte fördert Gewalt und
Kriminalität statt Sicherheit und Wohlbefinden. Verhandlungen mit
der EU und anderen Ländern sind geprägt vom Anpassertum und
mangelndem Selbstvertrauen.
Anstatt dauernd
unterwürfig mit dem Kopf zu nicken und sich von irgendwelchen
fremden Vögten einschüchtern zu lassen, braucht die Schweiz mehr
Landesvertreter die den Mut haben „Nein“ zusagen, so wie es
seinerzeit Wilhelm Tell getan hat.
Mirco Rossi, Stv.
Wahlkampfleiter SVP St. Gallen, Hauptstrasse 50, 9476 Weite |