SVP Werdenberg

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Presse-Archiv 2002
AHV-Goldinitiative
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Schloss Werdenberg

Verpulvert ? (Leserbrief Jürg Schwendener W&O 20.9.2002)

Steuererhöhung und Golderträge (Leserbrief Otto Rohner W&O 18.9.2002)

Goldinitiative - goldrichtig (Leserbrief NR Toni Brunner W&O 12.9.2002)

Wohin mit dem Nationalbank-Gold (Leserbrief SVP Buchs W&O 31.8.2002)

AHV Statt Giesskanne (Leserbrief Jürg Schwendener W&O 29.8.2002)

SVP Werdenberg - Stellungnahme zu Abstimmungen (W&O 22.8.2002)

Mehr Geld zum leben (Leserbrief O. Rohner, Kantonsrat, Sax)

AHV-Goldinitiative Christoph Blocher contra Theo Maissen (Bericht LIEWO vom 18.8.02)

Dem Volk, was dem Volk gehört (Leserbrief W&O 14.8.02)

Dem Volke was dem Volke (Leserbrief W&O 13.8.2002)

AHV-Goldinitiative Christoph Blocher kommt nach Sennwald (W&O 7.8.2002)

Solidaritätsstiftung (Leserbrief W&O 11.7.2002)

Gedanken zur Goldinitiative (Leserbrief Ortspartei Sevelen W&O 8.7.2002)

Parolen der SVP St. Gallen zur Abstimmung vom 22. Sept. 2002

SVP Goldinitiative (Goldreserven in AHV)

JA DV 151:0

Volksabstimmung
NEIN 52.4 %

Gegenentwurf (Goldres.an Kantone/Stiftung/AHV)

NEIN DV 152:0

Volksabstimmung
NEIN 51.8 %

Elektrizitätsmarktgesetz

JA DV 106:23

Volksabstimmung
NEIN 52.6 %

Vereinbarung Lithwerk

JA DV 128:0

Volksabstimmung
JA 84.6 %

Spitalverbund

JA DV 104:13

Volksabstimmung
JA 84.3

Verpulvert ? (Leserbrief Jürg Schwendener W&O 20.09.2002)
Falschinformationen dienen in den letzten Tagen vor der Abstimmung über die AHV-Goldinitiative vermehrt dazu, das Manko an guten Gegenargumenten zu ersetzen. So schreibt Markus Kobelt FDP, dass die "Sparpartei SVP" Volksvermögen verpulvere, ohne einen Effekt zu erzielen.
Ich frage mich ernsthaft, wo hier die Sachlichkeit bleibt, oder ob sich der Kreispräsident der FDP dazu hinreissen lässt im Hinblick auf das Wahljahr 03 der SVP einfach mal wieder eins auszuwischen. Viele Anhänger der FDP haben erkannt, dass Rundumschläge solcher Art nichts bringen und dass es bei sachlicher Sicht recht viele positive Effekte bei einer Annahme der AHV-Goldinitiative gibt:
1. Der AHV stehen aus Zinserträgen des überschüssigen Nationalbank Goldes jedes Jahr ca. eine Milliarde = 1'000'000'000 Fr. zur Verfügung, ohne dass die Substanz verbraucht wird.
2. Es wird erreicht, dass die vorgesehene MWST-Erhöhung für die Sicherstellung der AHV-Renten bis ca. 2012 hinausgeschoben werden kann.
3. Die Erhöhung der AHV-Lohnabzüge und Arbeitgeberbeiträge wird für Jahre verhindert.
4. Es wird verhindert, dass mit der "Solidaritätsstiftung" täglich fast 1 Million Fr. Volksvermögen durch einen vom Bundesrat gewählten Stiftungsrat, nach einem unklar definierten Reglement, ohne Einfluss des Parlamentes also faktisch nach eigenem Gutdünken verteilt wird.
5. Es wird verhindert, dass die Kantone neben den jährlichen Nationalbankerträgen noch zusätzliches Geld erhalten. Dieses würde erfahrungsgemäss nicht zum Schuldenabbau gebraucht, sondern wegen allerhand Begehrlichkeiten nur neue Ausgaben auslösen.
Zugegeben, bei einer Ablehnung des Gegenvorschlages würden die letzten zwei Effekte auch erreicht. Dann aber geht die Diskussion einfach von vorne los.
Stimmen Sie der AHV-Goldinitiative zu. Dort ist das Geld sicher nicht verpulvert, sondern dem Volke durch Steuerersparnis zurückgegeben.
Im übrigen wird gerne verschwiegen, dass der letzte Satz der Goldinitiative heisst:
"die Bundesgesetzgebung regelt die Einzelheiten". Es wird also allen Parteien möglich sein, über dieses Gesetz demokratisch abzustimmen und den Einsatz der Gelder für die AHV zu regeln.

Jürg Schwendener, Präsident SVP Werdenberg

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Steuererhöhung und Golderträge (Leserbrief Otto Rohner W&O 18.09.2002)

Die St.Galler Regierung hatte keine guten Nachrichten, als sie am 11. September der Öffentlichkeit das Budget 2003 präsentierte. Die Wirtschaft stagniert, es gibt kaum Wachstum und die Arbeitslosenzahlen steigen.

Lichtblicke gibt es allenfalls beim privaten Konsum, der leicht zunimmt und die schwache Konjunktur stützt. Mit Steuersenkungen bzw. dem Verzicht auf eine Steuererhöhung könnte man auf politischer Ebene dieser wichtigen Säule unserer Volkswirtschaft neuen Schub geben, denn damit würde man den privaten Haushalten wieder etwas mehr Luft zum Atmen geben und somit die Wirtschaft ankurbeln.

Leider hat die Regierung nicht die richtigen Schlüsse aus den schlechten Konjunkturdaten gezogen. Offensichtlich hat sie die grosse Bedeutung einer massvollen Steuerbelastung nicht erkannt, sonst würde sie nämlich die AHV-Goldinitiative unterstützen. Mit dieser Initiative wird die Erhöhung der Mehrwertsteuer verhindert. Wird die Goldinitiative angenommen, muss das Schweizer Volk jedes Jahr 1'000 Millionen Franken weniger Steuern bezahlen und kann entsprechend mehr für Konsumgüter ausgeben. So wächst die Wirtschaft, so werden bestehende Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen.

Schade, dass die St.Galler Regierung die Zeichen der Zeit nicht erkennt und nicht auf tiefere Steuern drängt. Die SVP wird im Parlament alles daran setzen,
die Ausgabendiziplin wiederherzustellen und von einer Steuererhöhung abzusehen.

Am 22. September können wir alle mit einem Ja zur Goldinitiative und einem Nein zum Gegenvorschlag ein Zeichen für tiefere Steuern und eine gesunde Wirtschaft setzen.

Otto Rohner, SVP-Kantonsrat Sax

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Goldinitiative - goldrichtig (Leserbrief NR Toni Brunner W&O 12.9.2002)
Zwei Konzepte stehen sich bei der Abstimmung vom 22. September über die Verwendung der überschüssigen Währungsreserven gegenüber. Auf der einen Seite die SVP-Goldinitiative. Sämtliche überschüssigen Goldreserven oder deren Erträge sollen dem AHV-Ausgleichsfonds übertragen werden. Auf der anderen Seite steht die Solidaritätsstiftung. Diese soll aus einem Drittel der überzähligen Goldreserven errichtet werden. Um sie der Bevölkerung schmackhafter zu machen, wurde sie schön verpackt. indem ein Drittel der Goldreserven in die AHV, ein Drittel an die Kantone und ein Drittel in die Solidaritätsstiftung fliesst. Niemand soll schliesslich zum Gegenvorschlag Nein sagen können.
Dabei ist die Goldinitiative die einzig richtige Antwort, um die Verwendung der überschüssigen Währungsreserven abschliessend zu klären. Sowohl beim Gegenvorschlag von Bundesrat und Parlament wie auch bei einem doppelten Nein wird die unselige Diskussion über die Zuführung der überschüssigen Goldreserven noch Jahre weitergehen und wieder endlose Debatten vom Zaune reissen - sei dies in den Kantonen oder innerhalb der Solidaritätsstiftung.
Was passiert, wenn die Goldinitiative angenommen wird? Im Idealfall wird aus dem Ertrag der überschüssigen Goldreserven jährliche eine Milliarde Franken in den AHV Ausgleichsfonds übertragen. Auf Lebzeiten wird für uns alle jährlich bis zu einer Milliarde Franken zusätzlich als Beitrag zu Sicherung der Renten in der 1. Säule zur Verfügung stehen. Das ist alles andere als ein Klacks und sichert jeder Generation einen namhaften Beitrag an das wichtigste Sozialwerk unseres Landes. Die Goldinitiative bedeutet nichts anderes, als dass bei den Bürgerinnen und Bürgern eine Milliarde Franken weniger in Form von neuen Steuern oder Abgaben eingezogen werden muss. Junge, Konsumierende, ja die gesamte werktätige Bevölkerung profitiert davon, weil sich damit für die nächsten 10 Jahre eine Mehrwertsteuererhöhung und höhere Lohnabzüge zu Gunsten der AHV erübrigen.
Was passiert, wenn die Solidaritätsstiftung eingerichtet werden kann? Dies ist nur möglich, wenn die Goldinitiative vom Volk verworfen und der Gegenvorschlag angenommen wird. Anschliessend wird ein Fonds mit mehreren 100 Millionen Franken errichtet, der durch einen Stiftungsrat verwaltet wird. Der Bundesrat wählt den Stiftungsrat. Die Mittelverwendung ist dem Stiftungsrat überlassen. 8 bis 12 Personen bestimmen jährlich über ca. 300 Millionen Franken. Ihr Tun und Lassen ist der demokratischen Kontrolle somit gänzlich entzogen. Wir wissen zum heutigen Zeitpunkt nicht, wer im Falle der Errichtung der Solidaritätsstiftung in diesem Stiftungsrat Einsitz nehmen würde. Es ist aber einfach auszumalen, da "Liebmenschen" aus der so genannten "Koalition der Vernunft", "Katastrophenmenschen", Kulturschaffende und arbeitslose Expo-Macher gute Chancen hätten, in dieses erlauchte Gremium gewählt zu werden. Diese wenigen Auserwählten würden somit täglich rund eine Million Franken Volksvermögen in alle Welt verjubeln. Die rechtschaffenen Bürgerinnen und Bürger dieses Landes, der Schweizer Mittelstand überhaupt, würde von diesen Stiftungsmilliarden etwa so viel spüren, wie wenn das Gold direkt in einem Loch auf der offenen Wiese vergraben würde.
Was passiert, wenn die Kanton mehr Geld bekommen? Das Jammern der kantonalen Finanzdirektoren hätte sich gelohnt. Plötzlich hätten die Kantone jährlich zusätzliche Millionen zur Verfügung. Der hehren Absichten sind viele, der neuen Begehrlichkeiten jedoch umso mehr. Würden Staatsschulden mit ausserordentlichen Einnahmen gesenkt, so wäre das Ziel zwar zu begrüssen, für die äusserst erfinderischen und ausgabefreundlichen Parlamente in den Kantonen würde dieser Vorgang jedoch ein willkommenes Argument liefern für neue Begehrlichkeiten. Von der Kinderkrippe bis hin zu neuen Kulturausgabe wären der Phantasie keine Grenze gesetzt.
Der weitere logische Schritt wäre nur eine Frage der Zeit: Neue Schulden (man hat ja schliesslich alte abgebaut) und in der Folge wieder neue und höhere Steuern und Abgaben. Statt zu jammern, würden die kantonalen Finanzdirektoren besser beten, dass die Goldinitiative angenommen wird und sie sich somit keinen neuen Begehrlichkeiten ausgesetzt sehen. Schieben wir falschen Begehrlichkeiten und dem Trauerspiel, für was man die vielen Milliarden noch alles brauchen könnte, ein für allemal den Riegel. Verwenden wir die Erträge der überschüssigen Währungsreserven viel besser für das grösste Solidarwerk der Schweiz überhaupt. Führen wir das Gold dorthin zurück, wo es herkommt. Zurück zum Volk - via AHV-Ausgleichsfonds. Stimmen Sie deshalb Ja zur Goldinitiative.

Toni Brunner, Nationalrat SVP, Ebnat-Kappel

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Wohin mit dem Nationalbank-Gold (Leserbrief W&O 31.8.2002)
Einige "politische" Leserbriefschreiber versuchen Argumente gegen die Gold-Initiative zu finden. Weil diese sehr spärlich sind, wird tüchtig mit fragwürdigen Vermutungen und Behauptungen ausgeholfen. So zum Beispiel, die AHV-Goldinitiative laufe darauf hinaus, das Sparschein zu zerschlagen oder das Volksvermögen bzw. Tafelsilber aufzubrauchen.
Im Abstimmungsbüchlein ist der Initiativtext nachzulesen. Darin steht klar und deutlich, dass die überschüssigen Goldreserven oder deren Erträge der AHV zugute kommen sollen. Wie dies gehandhabt werden soll, entscheidet schliesslich das Parlament - aber das Volksvermögen ist für die AHV gesichert.
Leider geht es diesen Leserbriefschreibern nicht um die Sache, sondern darum, dass jedes Mittel recht ist eine gute Idee des politischen Gegners schlecht zu machen.
Wenn die AHV-Goldinitiative als Wahlpropaganda bezeichnet wird, so wird ja geradezu bestätigt, dass es eine gute Sache sein muss. Mit einer schlechten würde man ja kaum antreten.
Wir sind überzeugt, dass der Gegenvorschlag ein schlechter Kompromiss ist. Kein Mensch weiss, wohin das Gezänk um die dort verfügbaren Mittel führen würde. Deshalb sind wir für die AHV-Goldinitiative. Die AHV ist uns einfach wichtiger, als eine unbestimmte Verteilung von Volksvermögen.
SVP Buchs

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AHV statt Giesskanne ! (Leserbrief W&O 30.8.02)
Mit seinem Gegenvorschlag zur AHV-Goldinitiative will der Bundesrat seine Solidaritäts-Stiftung retten. Moralapostel versuchen, den Schweizern ohne Grund ein schlechtes Gewissen wegen Solidaritätsmangel zu machen. Die Zahlen des Bundes beweisen es: Die Schweiz ist von allen Ländern der Welt an 13. Stelle der pro Kopf-Ausgaben für Auslandhilfe. 2.2 Milliarden Fr. wurden 2001 für "Beziehungen mit dem Ausland" ausgegeben. Davon 1.3 Milliarden als Entwicklungshilfe. Zusätzlich gaben Bund und Kantone über 1,1 Milliarden Fr. für "Flüchtlingshilfe im Inland" aus. In diesen Zahlen sind die Spendengelder von Schweizern an dutzende von Schweizer Hilfswerken, Rotes Kreuz, Caritas, Glückskette etc. nicht inbegriffen.
Die Solidaritätsstiftung ist unnötig und schafft Verwirrung. Wohin die Gelder fliessen sollen, ist nicht geregelt. Der Gesetzestext lässt alles offen und erahnen, wie die Gelüste auf das Stiftungsgeld von allen möglichen Seiten erwachen werden.
Es ist interessant, dass es die Befürworter des Gegenentwurfes gar nicht stört, dass die Kantone per Giesskanne und gar nicht solidarisch bedient werden sollen. Dies ist bei diesem faulen Kompromiss offenbar zu entschuldigen.
Erteilen Sie dem Gegenvorschlag am 22. September eine deutliche Abfuhr. Nur die AHV-Goldinitiative garantiert die Verwendung der freien Goldreserven für einen guten, solidarischen Zweck, nämlich die AHV. Initiative JA - Gegenvorschlag NEIN.
Jürg Schwendener, Buchs

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Stellungnahme der SVP Werdenberg (W&O 22.08.2002)

JA zur AHV-Goldinitiative
Die SVP Werdenberg stellt sich klar hinter die AHV-Goldinitiative. Bei deren Annahme könnten der AHV jährlich und dauerhaft 0,6 - 1 Milliarde Fr. aus der Verzinsung des Kapitals zufliessen, welches durch die nicht mehr benötigten Goldreserven der Nationalbank frei wird. Das Kapital von ca. 20 Mia Fr. würde dem AHV Fonds zu diesem Zweck zur Verfügung stehen und würde nicht verbraucht. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer könnte auf einige Jahre hinausgeschoben werden und die AHV-Lohnabzüge müssten vorläufig nicht erhöht werden.
Die AHV-Goldinitiative unterstützt damit das grösste Sozialwerk der Schweiz, welches auf Solidarität zwischen Alt und Jung basiert. Die verbreitete Lüge der Gegner, dass das Kapital aus den nicht mehr benötigten Goldreserven aufgebraucht würde, widerlegt allein der Text der Initiative: "Werden Währungsreserven für die geld- und währungspolitischen Zwecke nicht mehr benötigt, so sind diese oder deren Erträge von der Nationalbank auf den Ausgleichsfonds der Alters- und Hinterlassenenversicherung zu übertragen. Die Bundesgesetzgebung regelt die Einzelheiten". Im Ausgleichsfonds der AHV sollte nach Gesetz immer die Deckung einer Jahresausgabe der AHV als Sicherheit vorhanden sein. Sie darf nicht verbraucht werden. Obwohl auch der SVP klar ist, dass die AHV allein mit dem Zins aus den freien Goldreserven nicht saniert werden kann, empfehlen wir ein JA zu dieser Vorlagen und ein NEIN zum Gegenentwurf, welcher zur Verhinderung der AHV-Goldinitiative lanciert wurde. Vor allem die im Gegenentwurf enthaltene Solidaritätsstiftung hat keinen klaren Zweck. Niemand weiss, wer die Gelder verteilen würde und wohin. Das Volk, welchem das Geld eigentlich gehört, hätte dazu nichts mehr zu sagen. Der Willkür würden Tür und Tore geöffnet. Der AHV würde gerade mal ein Drittel der Gelder zufliessen, welche bei Annahme der AHV-Goldinitiative vorgesehen sind.

JA zum Elektrizitätsmarktgesetz
Das EMG zielt auf eine Regelung des Strommarktes hin, welche die Versorgung und Durchleitung von Strom über verschiedene Netze garantiert und die Entschädigungen dafür regelt. Dabei erhalten schwächere Produzenten wie kleine Wasserkraftwerke und die alternativen Stromproduzenten gesicherte Vorteile, welche Bund und Kantone regeln. Der Strommarkt, welcher derzeit nur für Grossabnehmer offen ist, wird schrittweise bis zur Stufe Haushalt geöffnet. Vor allem den Gewerbe-, Klein- und Mittelunternehmen wird ermöglicht, den Strom zu ähnlichen Konditionen einzukaufen wie die ausländischen Konkurrenten. Obwohl für die Haushalte wahrscheinlich nur eine geringe Verbilligung der Strompreise zu erwarten ist, empfiehlt die SVP Werdenberg ein JA zu dieser Vorlage.

JA zur interkantonalen Vereinbarung über das Linthwerk
Diese Vereinbarung regelt Unterhalt und Sanierung des Linthkanals und übergibt diese in die Hände der angrenzenden Kantone. Die Vorlage wurde vom Kantonsparlament mehrheitlich gutgeheissen.

JA zur Schaffung von 4 Spitalverbunden im Kanton
Die 9 Akutspitäler des Kantons werden in 4 Verbunde zusammengeführt. Die Verwaltung und Leitung der Spitäler soll damit effizienter werden. Wir stimmen dieser ebenfalls vom Kantonsparlament verabschiedeten Vorlage zu.

SVP Werdenberg

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Mehr Geld zum Leben (Leserbrief O. Rohner, Kantonsrat Sax)
Die arbeitende Bevölkerung wird durch Steuern und Abgaben immer mehr belastet. Auch die jungen Familien leiden zunehmend unter der Bürde von hohen Mehrwertsteuern. Dieser Fehlentwicklung ist nicht mehr mit Lippenbekenntnissen zu begegnen. Tragfähige Lösungen sind gefragter denn je. Mit der AHV-Goldinitiative der SVP liegt nun dem Volk erstmals ein wirksamer Vorschlag vor, wie der Defizitwirtschaft der Sozialwerke Einhalt geboten werden kann.
Als vor 50 Jahren die AHV eingeführt wurde, kamen auf einen AHV-Rentner etwa 9 Erwerbstätige. Heute sind es noch 4 Berufstätige, und in dreissig Jahren werden es noch rund 2 Erwerbstätige sein, welche zusammen eine AHV-Rente zu finanzieren haben. Das sind finanziell gesehen wenig rosige Perspektiven für Jugendliche, die ins Erwerbsleben einsteigen: Etwa alle vier Jahre müssen unsere Bürgerinnen und Bürger ein zusätzliches Mehrwertsteuer-Prozent für die IV bzw. AHV in Kauf nehmen.
Die SVP-Bundesratsfraktion hat angesichts dieser düsteren Zukunftsperspektiven und aufgrund der enormen Erhöhung der Soziallastquote unlängst ein Reformpaket zur Sanierung der AHV und IV präsentiert. Die AHV-Goldinitiative ist ein integrierender Bestandteil dieses Reformpaketes. Zusammen mit den anderen Massnahmen ermöglicht diese eine Sicherung der Sozialwerke sowohl ohne Rentenkürzungen als auch ohne Steuererhöhungen und ohne Leistungsausbau während mindestens den nächsten zehn Jahren.
Demgegenüber zeigen sich die übrigen bürgerlichen Parteien und die Wirtschaftsverbände unberührt. Sie nehmen damit und mangels eigener Vorschläge in Kauf, dass wegen der hohen Defizite bei der IV bereits im Jahr 2003 die Mehrwertsteuer um 1,0% erhöht werden muss. Insgesamt sind in der nächsten Dekade allein aufgrund der Fehlbeträge bei der AHV und IV Mehrwertsteuererhöhungen von 2,5% geplant. Dies entspricht bis ins Jahr 2015 einer zusätzlichen Steuerlast von 25 Milliarden Franken!
Damit uns allen mehr Geld zum Leben bleibt stimme ich am 22. September zweimal ja zur Goldinitiative.
Otto Rohner, SVP-Kantonsrat Sax

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Podiumsdiskussion zur AHV-Goldinitiative vom 15. August in Sennwald
Bericht von Redaktorin Adi Lippuner LIEWO

Auf Einladung der Werdenberger SVP-Kreispartei diskutierten am Donnerstagabend Nationalrat Christoph Blocher (SVP/ZH) und Ständerat Theo Maissen (CVP/GR) über die AHV-Goldinitiative, welche dem Souverän am 22. September zur Abstimmung vorgelegt wird.

 
Organisatorin Vreni Frick

 
Chr. Blocher / Th. Maissen

 
Mehrzwecksaal Sennwald

 
Alphornbläser "Gauschla"

Eines gleich vorweg: Der Gast aus Graubünden und Gegner der Goldinitiative, Ständerat Theo Maissen, hatte in der Mehrzweckhalle Sennwald einen äusserst schweren Stand. Zum einen, weil er sich mit einer grossen Anzahl von SVP-Gefolgsleuten konfrontiert sah, zum anderen, weil er dem Verbalakrobatiker, Christoph Blocher kaum Paroli bieten konnte.
Für den populären Nationalrat aus in Kanton Zürich und Ems-Chemie-Besitzer Christoph Blocher war der Auftritt vor dem Publikum dagegen ein Kinderspiel. Mit gekonnten Bemerkungen, witzigen Äusserungen und kleinen Seitenhieben an die Adresse der Initiativgegner hatte er die Anwesenden, den Beifall und die Lacher sofort auf seiner Seite.

Was will die AHV-Goldinitiative?
Die SVP will mit der eingereichten Initiative erreichen, dass die überschüssigen Goldreserven (rund 1'300 Tonnen, Wert ca. 20 Milliarden Franken) dem Volk zurückgegeben werden. Begründet wird dies damit, dass die Nationalbank in der Vergangenheit durch ihr Monopol die Zinsen zu hoch festgelegt habe - und diese Rechnung habe die Bevölkerung in Form von Kreditzinsen, Hypothekarzinsen und höheren Mieten, um nur einige zu nennen, bezahlt.
Gemäss einer Rechnung von Christoph Blocher hätte jeder Schweizer und jede Schweizerin ein Guthaben von 3'500 Franken bei der Nationalbank. Statt das Geld nun auszubezahlen, wollen die Initianten, dass die zur Verfügung stehenden 20 Milliarden Franken in den AHV-Ausgleichsfonds gelegt werden. Dieser Fonds muss die Renten für ein Jahr sicherstellen. Gegenwärtig sollten 30 Milliarden im Topf liegen, das Geld sei aber nur zu 82 Prozent sichergestellt. Gemäss Initiativtext könnten die Goldreserven entweder bei der Nationalbank bleiben, in den Ausgleichsfonds eingezahlt würden die Erträge, oder der Gegenwert des Goldes würde in den Ausgleichsfonds gelegt und auch davon sollten nur die Erträge verbraucht werden.

Schlauer Schachzug
Der Gegner, Ständerat Theo Maissen, bezeichnete die Goldinitiative als schlauen Schachzug, um die Errichtung der Solidaritätsstiftung zu verhindern. Konkret haben sich Bundesrat National- und Ständerat dafür ausgesprochen, die Erträge der 20 Milliarden Franken zu dritteln. Ein Drittel soll in die zu schaffende Solidaritätsstiftung, welche Hilfe im In- und Ausland leisten könnte, eingebracht werden. Ein Drittel würde an die Kantone verteilt und ein Drittel ginge an die notleidende Kasse der AHV. Diese Verteilung der Erträge wäre gerecht und würde das Bild einer solidarischen Schweiz im In- und Ausland stärken.
"Als Vertreter eines Kantons, der die Finanzspritze des Bundes dringend benötigen würde, setze ich mich dafür ein, dass die Gelder anteilmässig an alle Kantone verteilt werden. Der Kanton St. Gallen würde beispielsweise jedes Jahr gut 14 Millionen Franken zur freien Verfügung haben, und dies während 30 Jahren", versuchte Maissen seinen Standpunkt darzulegen.
Doch nicht nur die Geldverteilung an die Kantone, sondern speziell die Errichtung der Solidaritätsstiftung, welche von der SVP als "das Ergebnis einer Erpressung, ausgelöst durch die Spitze des Jüdischen Weltkongresses", bezeichnet wird, brachte Maissen viel Widerspruch aus dem Publikum.

Komplizierte Abstimmung
Die Stimmbürger/-innen haben am 22. September ein kompliziertes Prozedere zu bewältigen. Sie können nicht nur zwischen der AHV-Goldinitiative der SVP und dem Gegenvorschlag des Bundesrates entscheiden, sie haben auch noch die Stichfrage, für welche der beiden Vorlagen sie sich entscheiden, falls beide angenommen werden, zu beantworten. Denkbar wäre auch ein doppeltes Nein und dann würden die Diskussionen von vorne beginnen.

Kontra-Argumente
Die Vermögenssubstanz (Gegenwert von rund 1'300 Tonnen Gold) wird erhalten, verbraucht werden nur die Erträge (wie bei der AHV-Goldinitiative). Solidarität mit Benachteiligten im In- und Ausland dank Einlage in die Solidaritätsstiftung, Förderung des föderalistischen Gedankens durch die Beiträge an die Kantone, welche dort nach Bedarf und Gutdünken eingesetzt werden können, und Entlastung der Versicherten dank vorgesehener Beiträge an die AHV. Die SVP-Goldinitiative wird als "Giesskannenprinzip" bezeichnet, da die Gelder nicht gezielt eingesetzt werden. Der Nutzen für die gesamte Bevölkerung sei zu klein.

Pro-Argumente
Unter dem Titel "Dem Volk was dem Volke gehört" soll das Eigentum zurückgegeben werden. Alle müssten weniger Mehrwertsteuer bezahlen. Profit auch für die Senioren, weil die AHV sicherer würde. Vorteile für die Jungen, weil die Steuern tiefer sind und auch Aussicht darauf besteht, dass morgen die AHV genossen werden kann. Auch Wirtschaft und Gewerbe könnten profitieren; die Bevölkerung hätte 20 Milliarden mehr Vermögen, dadurch würden und Konsum steigen. Die Unabhängigkeit der Nationalbank würde gestärkt und das Land wäre unabhängig.

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14.8.02 Leserbrief W&O
Dem Volk, was dem Volk gehört

Mit den zu Ende gehenden Ferien wird der Kampf um die Goldreserven in seine letzte Runde gehen. Wir dürfen allesamt gespannt sein wie der Bundesrat das Dreierpaket verkaufen wird. Sicher ist, dass die aus Steuergeldern finanzierten Spin-doctors - wie bereits in der UNO-Abstimmung - versuchen das Volk mit allen Mitteln vom "Päkli" mit der Solidaritätsstiftung zu überzeugen. Eine Überzeugungsarbeit die eine Herausforderung darstellt, denn gilt es eigenmächtiges Handeln, voreilige Versprechen und Fehlentscheidungen
unserer Politiker ins rechte Licht zu rücken.
Im Jahr 1992 hat der Bundesrat, einmal mehr, mit dem Argument ,das Land müsse sich öffnen, könne nicht mehr abseits stehen und müsse in internationalen Organisationen mitreden, erreicht, dass das Volk dem Beitritt zum IWF zustimmte. Verschwiegen wurde die Tatsache, dass der IWF bereits 1978 seinen Mitgliedern verbot seine Währung an das Gold zu binden.
Eine Bindung war zu jenem Zeitpunkt noch in unserer Bundesverfassung festgeschrieben. In der neuen Bundesverfassung ist das Währungsprinzip von 1951 "ausgegebene Noten müssen durch Gold und kurzfristige Guthaben gedeckt sein" durch die neue Bestimmung, dass "ein Teil der Reserven in Gold gehalten werden müssen" ersetzt worden. Bundesrat Koller hat immer wieder beteuert, dass die neue Bundesverfassung inhaltlich nichts Neues enthalte Sie sei nur in "eine moderne Sprache und in eine neue überzeugende Systematik" gefasst. Derselbe Bundesrat hat im Mai 1997 eigenmächtig die Schaffung einer Solidaritätsstiftung verkündete. Dies in einer Zeit, als die Herren Bronfmann, D'Amato, Eizenstat und Fagan den "totalen Wirtschaftskrieg" gegen die Schweiz führten. Neuste Erkenntnisse belegen, dass der damalige US-amerikanische "Wirtschaftskrieg" eines bezweckte, den Druck auf die Lockerung der schweizerischen Golddeckung.
Der nunmehr 5 jährigen Idee der Solidaritätsstiftung fehlen weiterhin klare Verwendungsrichtlinien, in einer - eben "modernen Sprache" abgefasst - gibt sie allen Hoffnung einen Beitrag aus dem Nationalbankgold zu erlangen. Der Sammelkläger vom Dienst hat bereits im Juni mit einer neuen Anklage gegen den Selbstbedienungsladen Schweiz reagiert. Der aufmerksame Bürger wird bemerkt haben wie es in der Medienlandschaft sehr schnell ruhig um dieses Thema geworden ist. Wer hat es geschafft den sonst nicht so medienscheuen Anwalt, so schnell auf Eis zu legen?
Dem Volk ,was dem Volk gehört. Eine Politik die überstürzt und eigenmächtig handelt, die erpressbar geworden ist und die jede Möglichkeit nutzt am Volkswillen vorbei zu politisieren? Die Antwort auf solche Entwicklungen kann nur ein ja zur AHV-Goldinititive sein. Ein ja zugunsten unserer wichtigsten Sozialversicherung, ein ja zu dem was das Volk erarbeitet hat und ihm zusteht.
Renato Baumgartner

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13.8.02 Leserbrief W&O
Dem Volke was des Volkes !

Bis ins Jahr 1936 bestand die volle Golddeckung des Schweizer Frankens und damit die Verpflichtung der Nationalbank, gegen jede Banknote den entsprechenden Betrag in Gold auszubezahlen. So war beispielsweise auf einer Hunderternote zu lesen "Die Schweizerische Nationalbank zahlt dem Überbringer Ein Hundert Franken"- in Gold natürlich. Banknoten stellten, wie dies in OR 988 heute noch erwähnt ist, "auf Sicht zahlbare Inhaberpapiere" dar, welche "zum Umlauf als Ersatzmittel für Geld bestimmt sind." Das Gold wurde also der Nationalbank gegen Ausgabe entsprechender Noten vom Volk überlassen und diente anfangs zur vollen Deckung des Notenumlaufes. Seit 1936 bestand lediglich noch die Verpflichtung einer Golddeckung von 40% durch die Nationalbank. Am 1. Mai 2000 ist die Goldbindung des Schweizer Frankens schliesslich gänzlich gelöst worden und gemäss Expertenmeinung sind die Nationalbankreserven um rund 20 Milliarden Franken überdotiert.
Am 22. September wird das Schweizer Volk darüber zu befinden haben, was mit diesen überschüssigen Goldreserven zu geschehen hat. Während die Volksinitiative der SVP die gesamten überschüssigen Währungsreserven der AHV zukommen lassen will, sollen diese gemäss Gegenvorschlag von Bundesrat und Parlament zu je einem Drittel auf eine Solidaritätsstiftung, die Kantone sowie die AHV aufgeteilt werden. Dieser Gegenvorschlag stellt bereits ein Abrücken von der ursprünglichen Stiftungsidee dar, wollte doch der damalige Bundespräsident Koller anlässlich seiner eigenmächtigen Ankündigung am 5. März 1997 noch sämtliche nicht mehr benötigten Goldreserven der Solidaritätsstiftung zukommen lassen.
Es ist unbestritten, dass die überschüssigen Währungsreserven Volksvermögen darstellen. Dieses Volksvermögen gehört denn auch dem Schweizer Volk und die Schweizerinnen und Schweizer tun am 22. September gut daran, jenem Vorschlag den Vorzug zu geben, der eine gerechtere Verteilung des Geldes erlaubt. Dies ist in meinen Augen klar die AHV-Goldinitiative, kommen doch so alle Einwohnerinnen und Einwohner dieses Landes in den Genuss des Volksvermögens. Zum einen trägt der Vorschlag der SVP zur Sicherung der AHV bei und verhindert zum andern, dass in den nächsten Jahren die Mehrwertsteuer zur Finanzierung dieses grössten Sozialwerkes der Schweiz angehoben werden muss. Das Geld kommt also direkt dem Volke zu gute.
Würde aber der Gegenvorschlag des Bundesrates angenommen, so ginge ein Drittel des Geldes an die Kantone und würde nach dem ungerechten Giesskannen-Prinzip ausgeschüttet. Was mit dem für die Solidaritätsstiftung vorgesehenen Drittel passiert, wissen selbst die Götter nicht. Denn der in einem Bundesgesetz festgehaltene Stiftungszweck ist so schwammig abgefasst, dass er alle Interpretationen offenlässt. Eines ist aber heute schon klar, das Volk wird im Falle einer Annahme des Gegenvorschlages über die Verwendung von zwei Dritteln des Nationalbank-Goldes nichts mehr zu sagen haben.
Dr. H. Schlegel, Kantonsrat SVP, Malans

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AHV-Goldinitiative - Podium am 15. August in Sennwald
"Werden Währungsreserven für die geld- und währungspolitischen Zwecke nicht mehr benötigt, so sind diese oder deren Erträge von der Nationalbank auf den Ausgleichsfonds der Alters- und Hinterlassenenversicherung zu übertragen. Die Bundesgesetzgebung regelt die Einzelheiten".

Über dieses Thema unterhalten sich am 15. August 2002 in der Mehrzweckhalle Sennwald zwei interessante Persönlichkeiten.

Für die AHV-Initiative wird Dr. Christoph Blocher einstehen. Seit 1979 ist der Unternehmer Mitglied des Nationalrates und kämpft für die Anliegen der SVP. Seine Meinung ist klar - über die Verwendung des überschüssigen Goldes der Nationalbank hat das Volk zu entscheiden. Dies wurde durch die AHV-Goldinitiative erreicht. Hauptargument der Initiative ist die Sicherung der AHV-Renten und damit die Verhinderung einer Mehrwertsteuererhöhung für einige Jahre. Ein Beitrag von bis zu 1 Mia. Franken könnte jährlich für die AHV zur Verfügung stehen und müsste nicht vom Steuerzahler aufgebracht werden. Die vom Bund vorgesehene Solidaritätsstiftung könnte wahrscheinlich nicht realisiert werden, was angesichts der bereits massiven Solidaritäts-Leistungen der Schweiz aber auch nicht notwendig ist.

Gegen die Initiative und für den Gegenentwurf des Bundesrates tritt Dr. Theo Maissen an. Der Ingenieur Agronom vertritt seit 1995 den Kanton Graubünden im Ständerat. Im Gegenentwurf des Bundesrates wird verlangt, dass die überschüssigen Goldreserven in einen Fonds zu legen sind, dessen Ertrag zu je einem Drittel an die Kantone, die AHV und die Solidaritätsstiftung fliessen soll. Der Verteilschlüssel ist klar, die Verwendung der Gelder aber nicht. Diese Fragen zu beantworten wird eine Herausforderung an den CVP Ständerat sein.

Am Anlass, welcher um 19.15 Uhr beginnt (Saalöffnung 18.30 Uhr), werden viele Fragen beleuchtet, welche sich bei der Goldinitiative oder Gegenentwurf stellen. Das Podiumsgespräch wird von Hansjürg Vorburger, Radio Ri, moderiert, welcher auch dem Publikum Gelegenheit geben wird, den Referenten Fragen zu stellen.

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Solidaritätsstiftung (Leserbrief W&O 11.07.2002)
Sicher, unsere Bundesräte und Frau Ch. Beerli müssen auf Luxus nicht verzichten, wenn es zur Annahme ihrer Solidaritätsstiftung kommen sollte. Sie selber sind auch zeitlebens nicht auf die AHV angewiesen.
Nicht bei einem doppelten Nein oder mit der Annahme der Goldinitiative der SVP ist Streit in Sicht, hingegen sehr wohl bei der Annahme des Gegenvorschlages. Man wolle im Moment heikle Ansprüche ausschliessen, verschweigt dabei aber, dass Stiftungs-Reglemente geändert werden können.
Führen Sie sich vor Augen. Dieser Gegenvorschlag will mit der Solidaritäts-Stiftung während 30 Jahren tagtäglich eine Million Franken in alle Welt verteilen.
Das sind zirka 20 Milliarden Franken, die so am Volk vorbei geschleust werden sollen, ohne dass eine Einsprachemöglichkeit von uns vorhanden sein wird. Und die Verteilung erfolgt durch ein paar Stiftungsräte, die nur dem Bundesrat genehm sind. Auch Ausländer können in diesen Stiftungsrat berufen werden um unser Geld auszuteilen. Wie vertrauenswürdig sind unsere Bundesräte in diesem Zusammenhang? Ich greife zwei Begebenheiten heraus. Ein angesehener Universitäts-Protessor von der Universität Freiburg wollte man nicht in der "späteren Bergier-Kommission" - haben. Ebenfalls im Zusammenhang mit der Holocaust-Debatte lehnte es das Bundesgericht ab, einem Ehepaar Fr. 100 000.- zu bezahlen. Was machte der Bundesrat? Er überreichte in einer Feier im Bundeshaus den Betrag dann trotzdem. Und nun zwei Beispiele, wie man 20 Milliarden ausgeben könnte. Frau Meier-Schatz, St. Gallen, kann sich vorstellen, Musikinstrumente zu kaufen. Der vom Bundesrat Beauftragte für diese Stiftung kann sich auch vorstellen, dass, wenn "Schülerbanden" sich auf dem Schulhausplatz die Köpfe einschlagen Geld aus der Stiftung fliesst, damit sie sich vertragen. Bekommen sie vielleicht mehr Sackgeld oder was? Übrigens das Inserat für den Gegenvorschlag des Bundesrates enthält eine Unwahrheit, auf die die NZZ bereits am 7. Juni hingewiesen hat. Das Inserat wurde bisher nicht korrigiert. Es geht um den Hinweis auf die Substanzerhaltung, der so nicht wahr ist. Bundespräsident Villiger bringt wiederholt den Begriff "Lottogewinn" ins Spiel.
Ich deute das so: Lottogewinne haben etwas Anrüchiges, Unehrliches, also kann man dieses Vermögen doch, leichtfertiger ausgeben. Villiger kann sich vermutlich gar nicht mehr vorstellen, dass der grösste Teil unseres Volkes mit Geld, von wo es auch kommt, nicht leichtfertig umgehen kann, sondern es muss sehr genau haushalten, verantwortungsbewusst damit man überhaupt jeden Monat den ständig steigenden Verpflichtungen nachkommen kann.
Emmi Aebi-Schmid, Sennwald

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Gedanken zur Goldinitiative (Leserbrief W&O 8.7.2002)
Am 22. September können die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Urne über die Goldinitiative der SVP befinden. Das Initiativkomitee will, das alle von der Nationalbank nicht mehr benötigten Goldreserven, oder deren Erträge, vollumfänglich in den AHV-Fonds überwiesen werden. Dabei handelt es sich nur um Währungsreserven, die von der Nationalbank für währungspolitische Absicherungen nicht mehr benötigt werden.
Die SVP vertritt die Meinung, dass genau diese Währungsreserven ausschliesslich dem Volk gehören. Der Bundesrat sowie diverse Exponenten aus Politik und Wirtschaft sehen das freilich anders. Sie sind der Meinung, die Goldreserven sollen zu je einem Drittel an die Kantone, in die Solidaritäts-Stiftung, und - siehe da - auch in die AHV überwiesen werden. Die Gegner der Initiative argumentieren unter anderem auch damit, dass die überschüssigen Goldreserven eine längerfristige - Sicherung der AHV nicht gewährleisten.
Selbstverständlich, auch wenn die Goldinitiative vom Volk angenommen wird, ist die AHV nicht einfach "auf ewig" gesichert. Sie leistet aber einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung unseres mächtigsten Sozialwerkes. Ein weiterer Vorteil der Initiative liegt darin, dass einmal wirklich alle profitieren können. Die Senioren hätten ihre Renten auf absehbare Zeit gesichert. Aber auch für die Jungen und die im Erwerbsleben stehenden Bürgerinnen und Bürger wäre dies eine Möglichkeit, mindestens vorläufig, die Sicherung der AHV z. B. durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer zu verhindern. Dieser Schritt würde jeder Einzelne in seinem Portemonnaie zu spüren bekommen.
Das Rote Kreuz oder das Katastrophenhilfskorps sind gute Institutionen die unser Solidaritätsbewusstsein widerspiegeln. Der Schweiz und ihrer Bevölkerung kann sicher nicht unterstellt werden, sie seien unsolidarisch. Unser Engagement in aller Welt wird überall goutiert. Die SVP Sevelen ist der Meinung, dass bei diesem Urnengang die Probleme der Schweiz, die zweifelsohne vorhanden sind, in den Vordergrund gestellt werden sollten. Der Bürger kann an der Urne seinen Beitrag zur Sicherung der AHV leisten, ohne das er mit höheren Steuern belastet wird.
SVP Ortspartei, Sevelen

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