|
Gartmann einstimmig gewählt (W&O 12.12.2002 von Heini Schwendener)
SVP Werdenberg präsentiert
ihren Nationalratskandidaten für die kantonale DV
Walter Gartmann ist 32 Jahre jung, Agenturleiter
einer Krankenkasse und Vater dreier Kinder. Der Sarganserländer,
der im Jahr 2003 ins Werdenberg umziehen wird, wurde am Dienstagabend
von der SVP Werdenberg einstimmig zum Nationalratskandidaten
nominiert.
21 SVP-Mitglieder hatten sich am Dienstag
im "Grütli" Werdenberg zur Nominationsversammlung
eingefunden. Bezirksparteipräsident Jürg Schwendener
betonte, dass es für die SVP - wie wohl auch für andere
Parteien - nicht einfach sei, geeignete Kandidaten für ein
politisches Amt zu finden. Umso mehr freue es ihn, in der Person
von Walter Gartmann einen guten Anwärter präsentieren
zu können - einen Anwärter notabene, der ihm von Nationalrat
Toni Brunner empfohlen worden sei. Da es keine weiteren Wahlvorschläge
gab, nominierten die Parteimitglieder Walter Gartmann einstimmig
zum Kandidaten für den Nationalrat. Ob er letztlich in den
Wahlkampf steigen kann, werden die kantonalen SVP-Delegierten
an ihrer Nominationsversammlung entscheiden.
Agenturleiter der Concordia
Walter Gartmann, Jahrgang 1969, verheiratet und Vater dreier
Kinder, ist noch im Sarganserland wohnhaft, er wird seinen Wohnsitz
aber 2003 in den Bezirk Werdenberg verlegen. Ursprünglich
hat er Elektromonteur gelernt, sich danach zum Technischen Kaufmann
weitergebildet und in verschiedensten Tätigkeiten und Branchen,
auch im Ausland, gearbeitet. Nach seiner Zusatzausbildung im
Bereich des Kranken- und Sozialversicherungswesens wurde Walter
Gartmann Agenturleiter der Krankenkasse Concordia Buchs und Sarganserland.
Zu seinen Hobbys zählt Gartmann die Familie, die Land- und
Alpwirtschaft, Sport, Musik und die Fasnacht. Er präsidiert
den Skiclub Graue Hörner mit rund 600 Mitgliedern. Auch
politisch hat sich der 32-Jährige seine Sporen bereits abverdient.
Er ist Präsident der Geschäftsprüfungskommission
der Schulgemeinde Vilters-Wangs und kantonaler Delegierter der
SVP.
Zu seiner politischen Zielsetzung äusserte
er sich wie folgt: "Ich möchte nicht, wie so viele,
nur am Stammtisch ausrufen, ich will lieber etwas mitgestalten."
Als SVP-treuer Nationalrat würde er sich für eine sozial
gerechte und bezahlbare Marktwirtschaft einsetzen, in der Vernunft
und Selbstständigkeit der Mitbürger als Normalität
gelten.
Bezahlbare Prämien für
alle
Besonders am Herzen liegen ihm zudem Krankenkassenprämien,
die alle Bürger ohne Gang aufs Sozialamt bezahlen können.
In seinem Referat über das krankende Gesundheitswesen betonte
er, dass die Grundversicherung, die zu einer Luxusversicherung
verkommen sei, auf das wirklich Notwendige abgespeckt werde müsse,
sonst werde sich die Kostenspirale immer weiter drehen. Allgemein
brauche es im Gesundheitswesen mehr Markt und die Aufhebung des
Kontrahierungszwangs. Das Fiasko stetig steigender Kosten im
Gesundheitswesen hätte das Departement Dreifuss zu verantworten.
Weitere Schwerpunkte seiner politischen Arbeit wären für
Gartmann die gezielte Förderung von KMU und die Ausgestaltung
einer effizienten, umweltgerechten Landwirtschaft. Das Land brauche
zudem nicht nur Studierte, sondern auch Handwerker, sagte er
mit Blick auf bildungspolitische Ansätze. Familien sind
für Gartmann die Wurzeln der Zukunft, entsprechend würde
er sich für eine familienfreundliche Politik einsetzen.
Nach Gartmanns Nomination äusserten SVP-Kantonsräte
ihren Ärger über die Schlussabstimmungen in der vergangenen
Session. Es sei skandalös, dass die Regierung einfach in
der nächsten Session auf jene Geschäfte zurückkomme,
deren Resultate ihr nicht genehm seien.
Kulturgüterstreit mit Glarus beigelegt?
Wie verschiedenen Ostschweizer
Tageszeitungen Mitte September zu entnehmen war, soll nun der
leidige Streit um die Werdenberger Kisten zwischen St. Gallen
und Glarus endgültig beigelegt sein. In Glarus wurde denn
auch das freundeidgenössische Verhältnis zwischen den
beiden Kantonen im Beisein von viel Prominenz zelebriert. Die
13 Werdenberger Kisten, welche das Archiv der ehemaligen Glarner
Herrschaft Werdenberg (1517 bis 1798) beinhalten, sind mit massgeblicher
finanzieller und personeller Hilfe aus dem Kanton St. Gallen
neu geordnet und erschlossen worden. Dies ist sicher lobenswert.
Ungeklärt bleibt aber die Frage, warum sich die Akten, Urkunden
und Bücher, die Werdenberg (von Grabs bis Wartau) betreffen
und einen wichtigen Teil der werdenbergischen Geschichte und
Identität darstellen, nach wie vor im Landesarchiv in Glarus
befinden.
Dazu konnte man jüngst in der Presse lesen: "An einer
Begehung vom 3. Juli 1998 liessen sich die St. Galler unter Regierungsrätin
Kathrin Hilber davon überzeugen, dass sich die Kisten tatsächlich
rechtmässig im Besitze des Standes Glarus befänden"
(Werdenberger und Obertoggenburger vom 14.9.02). Und obwohl es
in dieser Angelegenheit nach offizieller Lesart angeblich keine
Verlierer gibt, bezeichnete Regierungsrat Rudolf Gisler an der
besagten Feier in Glarus den Glarner Landesarchivar Dr. Hans
Laupper in Anerkennung seiner "Standhaftigkeit" als
"Ritter ohne Furcht", weil dieser gerade in unserem
Werdenberger Archiv ein unveräusserliches Stück der
Glarner Geschichte sehen will.
An der Standhaftigkeit der St. Galler Regierung in dieser Sache
sind dagegen berechtigte Zweifel angebracht. Ihre Haltung erstaunt
umso mehr, als sie sich in der Antwort auf die Interpellation
51.97.17 (Eggenberger-Grabs) im Januar 1998 noch dahingehend
geäussert hatte, dass der Kanton Glarus den Bestimmungen
einer eidgenössischen Schiedskommission von 1806 "in
wesentlichen Teilen nicht nachgekommen" sei. "Langjährige
Bemühungen St. Gallens, von Glarus die das Werdenberg betreffenden
Akten zurückzuerhalten, blieben erfolglos." Die Regierung
betrachte auch heute noch "Anstrengungen als berechtigt,
geschichtliche oder kulturelle Güter, welche dem Kanton
aufgrund von Verträgen oder Schiedsbestimmungen zustehen,
jedoch nicht herausgegeben worden sind, einzufordern." So
bemühe sie sich derzeit auch darum, den Kanton Zürich
zur Herausgabe von Resten der Kriegsbeute aus den Toggenburgerkriegen
von 1712 zu bewegen. Die Regierung beabsichtige daher, "die
Glarner Regierung einzuladen, zu den dokumentierten Rechtsansprüchen
des Kantons St. Gallen Stellung zu nehmen."
Und noch in Botschaft und Entwurf der Regierung vom 23. März
1999 an den Grossen Rat (Beiträge aus dem Lotteriefond 1999)
legte sich die Regierung auf den Grundsatz fest: "Die Anschauung,
wonach die Archivalien dem Territorium folgen, wo sie entstanden
sind und worauf sie sich beziehen, ist in Fachkreisen allgemein
anerkannt."
In diesem Zusammenhang ersuchen wir die
Regierung um die Beantwortung der folgenden Fragen:
1. Wie erklärt die Regierung den Widerspruch, dass eine
St. Galler Delegation unter Regierungsrätin Kathrin Hilber
trotz "dokumentierten Rechtsansprüchen des Kantons
St. Gallen" und trotz der oben zitierten allgemein anerkannten
Anschauung an einer blossen Begehung davon überzeugt werden
konnte, die Kisten befänden sich tatsächlich rechtmässig
im Besitz des Standes Glarus?
2. Ist die Regierung bereit, zuhanden der hier in erster Linie
betroffenen Werdenberger Bevölkerung umfassenden Einblick
in die dokumentierte Rechtslage zu gewähren?
3. Welche weiteren Schritte wird die Regierung in bezug auf die
Werdenberger Kisten unternehmen?
4. Wird sich die St. Galler Regierung im Kulturgüter-Streit
mit Zürich analog zu den Werdenberger Kisten ebenfalls mit
einem Verbleib der beanspruchten Kulturgüter in Zürich
zufrieden geben?
Für den Erhalt der Ruine Hohensax (Bericht
im W&O vom 8.7.2002)
Öffentlicher
Abendhöck der SVP Ortspartei Sennwald
Kürzlich durfte die
SVP-Orstparteipräsidentin, Verena Frick, im Gasthaus Löwen
in Salez einige interessierte Bürgerinnen und Bürger
zum öffentlichen Abendhöck begrüssen. Informiert
wurde über die Burganlage Hohensax und die "Persönlichkeit
Werdenberg". Ebenfalls ein Thema des Abends war der Tourismus.
pd.- Kantonrat Otto Rohner
eröffnete die Diskussionsrunde mit dem Wahrzeichen von Sax,
der Ruine Hohensax, und begrüsste hierzu Hans Appenzeller
als Stiftungsratspräsidenten der Ruinen Hohensax und Frischenberg
sowie Ralph Schlaepfer als Präsidenten der historisch-heimatkundlichen
Vereinigung des Bezirks Werdenberg (HHVW).
Anlage erhalten
Ralph Schlaepfer informierte die Anwesenden über die historische
Bedeutung der Burganlage Hohensax. Danach gab Hans Appenzeller
Auskunft über den Stand der Arbeiten und das Ergebnis der
Entbuschungsaktion durch die Zivilschutzorganisationen Gams und
Sennwald. Nach einer längeren Diskussion waren sich bis
auf wenige Stimmen alle Anwesenden einig, dass die Reste dieses
kulturhistorisch bedeutungsvollen Objektes auch den künftigen
Generationen erhalten bleiben soll. Dabei erachteten es einige
Anwesende als besonders wichtig, dass die Bevölkerung ausreichend
über das weitere Vorgehen informiert wird. Vorstellen könnte
man sich einen offiziellen Gemeindetag bei der Burgruine Hohensax.
Ansprechpartner
fehlt
Die Präsidentin
leitete zum Thema Tourismus über. Wie vom Gemeindepräsidenten
Hans Appenzeller zu erfahren war, arbeitet die Gemeindekanzlei
in dieser Frage eng mit dem Verkehrsverein Buchs zusammen. Dort
wird ein Verkehrsbüro betrieben, und es liegen auch verschiedene
Prospekte der Gemeinde Sennwald auf. Man war sich einig, dass
dies allein nicht genüge, um einen potenziellen Besucher
nach Sennwald zu locken. In welcher Form sich die Tourismusinteressierten
in Sennwald organisieren könnten und wie ein mögliches
Aktionsprogramm aussehen könnte, liess die Diskussionsrunde
trotz einiger Vorschläge offen. Was aber fehle, sei ein
Ansprechpartner, der sich diesen Fragen annehme und mögliche
Angebote koordiniere.
Persönlichkeit
Werdenberg
Brigitte Frick, Agrarwirtschafterin am Rheinhof Salez, stellte
schliesslich in einem interessanten Referat das vom Bund unterstützte
Regio-Plus-Projekt "Persönlichkeit Werdenberg"
vor. Ziel dieses Projektes sei es, den Strukturwandel im ländlichen
Raum mit gezielten und nachhaltigen Investitionen aufzufangen.
Das Projekt teile sich in die vier Module "Begegnungs- und
Kulturzentrum, Standortpromotion Technologieregion Werdenberg,
Naturpark Werdenberg und kulinarischer Tourismus". Das Projekt
soll mithelfen, Arbeitsplätze in unserer Region nicht nur
zu sichern, sondern auch neue zu schaffen. Die Referentin erwähnte
speziell den kulinarischen Tourismus", den sie zusammen
Mit Silvia Hohl vom Custerhof mit Rat und Tat begleitet und der
an diesem Abend einen besonderen Anschauungsunterricht bot. Die
Anwesenden konnten nicht nur ihre Augen an den hübsch aufgemachten
kulinarischen Spezialitäten aus hiesigen Betrieben weiden.
Vom feinsten Wein des Rebbaus Rohner in Sax über zartes
Ribel-Brot der Bäckerei Berger in Salez und leckerem Rahmkäse
von der Käserei Gehri in Sax bis hin zum würzigen Speck
des Bura-Lädelis Leuener in Sennwald durfte degustiert werden,
so viel das Herz begehrte. Schade eigentlich nur, dass nicht
mehr Bürgerinnen und Bürger von diesem wirklich tollen
Anlass profitiert haben.
W&O 26.5.2002 SVP Ortspartei Sennwald mit neuem
Vorstand
Sennwald : An der HV vom 24. Mai
musste die langjährige Präsidentin Beatrice Rohner
aus gesundheitlichen Gründen ihren Rücktritt bekanntgeben.
Ebenfalls trat Rosemarie Wohler zurück. Der neu gewählte
Vorstand der Ortspartei setzt sich wie folgt zusammen:
(Bild: von links nach rechts)
Vizepräsident Otto Rohner, Präsidentin Verena Frick,
Mitglied Beat Aebi, Kassier Urs Baldinger
|
Parolen der SVP
St. Gallen zur Abstimmung vom 2. Juni 2002 |
|
Änderung Strafgesetzbuch "Fristenregelung" |
NEIN
DV 69:61 |
Volksabstimmung
JA 72.2% |
|
Volksinitiative "für Mutter und Kind" |
NEIN
DV 112:17 |
Volksabstimmung
NEIN 81.7% |
SVP Wartau, Pressemitteilung 13.05.2002
Wahlen in den Wartauer Schulrat
Nachdem bekannt wurde, dass
der Schulratspräsident, Kurt Gabathuler, und mit ihm auch
der Schulrat, Mathias Dürr, vor Ablauf der Amtsdauer ihre
Demission per Ende 2002 aus der Schulgemeinde eingereicht haben,
hat sich die SVP Wartau mit einer möglichen Nachfolge befasst.
Unter Einbezug überparteilicher Gespräche kam man zum
Schluss, zur Zeit auf eine Kandidatur für das Präsidium
zu verzichten.
Schulratskandidat
Die SVP Wartau freut sich, in der Person von Rolf Balmer (1961),
Azmoos, einen fähigen Kandidaten den Wählerinnen und
Wählern empfehlen zu können. Rolf Balmer ist verheiratet
und Vater von drei schulpflichtigen Kindern. Beruflich ist er
Teamleiter in einem Unternehmen für Sicherheitssysteme.
Herr Balmer ist parteilos und engagiert sich für die Anliegen
unserer Jugend bereits heute als Jugendbeauftragter der Kirchgemeinden
Wartau. Seine Freizeit verbringt er im Garten, vor dem Computer
oder bei sportlichen Aktivitäten. SVP Wartau
Werdenberger
& Obertoggenburger vom 2.3.2002
Wechsel im Präsidium
der SVP Wartau
Am 27. Februar konnte der scheidende Präsident
Mario Viecelli eine stattliche Anzahl Mitglieder zur 7. Hauptversammlung
der SVP Wartau im Restaurant Soldatenstube Magletsch begrüssen.
Dem Bericht des Präsidenten war zu entnehmen, dass das Vereinsjahr
2001 sehr erfolgreich verlaufen sei. Nicht weniger als 15 Neumitglieder
sind im vergangenen Jahr zur SVP Wartau gestossen. Gemessen an
der Mitgliederzahl ist die Ortspartei Wartau nun nach Buchs die
zweitgrösste Sektion im Bezirk Werdenberg.
Anlässe:
Im weiteren verwies der Präsident auf die verschiedenen
Parteianlässe, so namentlich auf den jeden Monat stattfindenden
Stamm, den Grillanlass sowie das traditionelle Pfefferessen.
Höhepunkt war allerdings die von der SVP Wartau organisierte
27. Delegiertenversammlung der SVP Kantonalpartei, welche in
der Mehrzweckhalle in Oberschan durchgeführt werden konnte.
Der Kantonalpräsident, Nationalrat Toni Brunner bedankte
sich denn auch ausdrücklich beim Vorstand für die gute
Organisation sowie die festliche Umrahmung des Anlasses durch
die Musikgesellschaft Oberschan. Am 10.Januar dieses Jahres fand
schliesslich die Hauptversammlung der SVP Kreispartei Werdenberg
mit einem Neujahrsapéro im Restaurant Hirschen in Weite
statt.
Wahlen:
Nach Genehmigung der Jahresrechnung war das Traktandum Wahlen
angesagt. Wie Mario Viecelli ausführte, gedenke er als Präsident
zurückzutreten, da sich die Führung einer Ortspartei
und die Zugehörigkeit zu einer lokalen Exekutivbehörde
nur schwer unter einen Hut bringen liesse. Mit Hansjakob Litscher,
Montjol, hat sich ein kompetenter und politisch erfahrener Kandidat
für die Nachfolge zur Verfügung gestellt. Er wurde
denn auch einstimmig von der Versammlung zum neuen Präsidenten
gewählt. Vizepräsident Hans Eggenberger dankte anschliessend
dem scheidenden Präsidenten Mario Viecelli für seinen
grossen Einsatz zum Wohle der Ortspartei.
Situation in Wartau:
In der allgemeinen Umfrage orientierte Susanne Schäpper
über ihre Arbeit in der Kommission Einheitsgemeinde. Die
Mehrheit der SVP-Mitglieder stehen der Einheitsgemeinde kritisch
gegenüber. Neben zu erwartenden Mehrkosten wurden vor allem
Bedenken wegen der zusätzlichen Machtkonzentration beim
Gemeindepräsidenten laut. Ein Mitglied kritisierte auch
die zunehmende Kommissionitis in der Gemeinde Wartau.
So gäbe es kaum eine Gemeinderatssitzung, an der nicht eine
neue Kommission ins Leben gerufen würde. Aber auch der visionäre
Brückenschlag nach Triesen sowie die Torbögen in Weite
gaben zu reden. Es handle sich dabei um Projekte, die in der
Bürgerschaft zunehmend Kopfschütteln verursachten.
Kantonsrat Heinrich Schlegel, Malans, wies
schliesslich auf das alarmierende Wachstum gewisser Ausgabenposten
im Gemeindehaushalt hin. Er beantragte, auf Ende März eine
ausserordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Rechnung
und Budget könnten erst beraten werden, nachdem die Bürger
im Besitze der Jahresrechnung seien. Die Mitglieder stimmten
diesem Antrag zu und werden sich im Vorfeld der Gemeindeversammlung
zur Beratung des weiteren Vorgehens treffen.
Werdenberger
& Obertoggenburger vom 12.1.2002
(von Jakob Maeder)
Neuer Name für SVP
Werdenberg
Als Folge der neuen Wahlkreiseinteilung hat die bisherige SVP-Bezirkspartei
an ihrer Hauptversammlung vom Donnerstag im Hirschen Weite ihren
Namen in "SVP Kreispartei Werdenberg" umgeändert.
Vor der eigentlichen Versammlung sprach Erwin Böhi, Wil,
ehemaliger Delegierter des IKRK, zum explosivaktuellen Thema
Uno-Beitritt der Schweiz. Seiner Ansicht nach wissen viele, die
dafür oder dagegen sind, kaum genau eine Antwort auf die
Frage: Was ist die Uno und wie ist sie organisiert? Böhi
versuchte deshalb, Klarheit zu schaffen. Die seit 1945 existierende
grosse Organisation bezeichnete er als eine Dialogform zwischen
Staaten. Waren es zu Beginn 51 Mitglieder, so zählt die
Uno heute 189 Vollmitglieder.
Erwin Böhi erklärte das Uno-System, die Hauptorgane,
wie Vollversammlung, Sicherheitsrat, mit ihren entsprechenden
Kompetenzen. Zum Internationalen Gerichtshof, der Rechtsfälle
zwischen Ländern behandelt, erwähnte er speziell, der
viel genannte Gerichtshof für Ex-Jugoslawien sei nur temporär.
Ob wohl alle Zuhörenden wussten, dass der Generalsekretär
- zurzeit Kofi Annan - immer auf fünf Jahre gewählt
wird?
Zum Wo und Wie der Schweiz
Auch auf die Frage, wo und wie die Schweiz dabei ist, gab der
Referent ausführlich Auskunft Die Schweiz sei tatsächlich
heute schon ausserordentlich aktiv in ihrem Beobachterstatus
(z. B. im Wirtschafts- und Sozialrat). Mitmachen heisse freilich
auch zahlen. Nach Erwin Böhis Schätzung gibt die Schweiz
in der Uno für freiwillige Beiträge, Sonderkommissionen
usw. (mit etwa 35 bis 40 Diplomaten) heute schon viele Millionen
aus, eine Vollmitgliedschaft würde uns einen Jahresbeitrag
von mindestens einer halben Milliarde Franken kosten und etwa
60 Diplomaten bedingen.
Der Redner machte auch eine Gegenüberstellung der Vor- und
Nachteile einer Vollmitgliedschaft. Wer diese gegeneinander abwäge,
müsse zur Einsicht kommen, dass wegen der geringeren Vorteile
ein Beitritt unratsam sei. Die Schweiz könne ohne Beitritt
mehr leisten, findet Böhi. Die anschliessende Fragerunde
wurde kaum benutzt, so dass Präsident Jürg Schwendener
meinte, wenn alles klar sei, solle man diese Klarheit an der
Urne weitergeben.
Die Hauptversammlung selbst war rasch abgewickelt.
Jürg Schwendener kam in seinem ersten Jahresbericht als
Präsident auf die eidgenössische Abstimmungen von 2001
und die angenommene neue Kantonsverfassung zurück. Er stellte
mit Freude eine weitere Zunahme des Mitgliederbestandes fest,
Ende 2001 waren es über 200. Kassier Heinz Schlegel konnte
eine befriedigende Jahresrechnung präsentieren, die diskussionslos
genehmigt wurde, wie auch der Revisionsbericht.
Uno-Duelle" in Buchs
und St.Gallen
Die Statuten der Partei mussten wegen der neuen Wahlkreiseinteilung
im Kanton überarbeitet werden, der neue Parteiname lautet
jetzt "SVP Kreispartei Werdenberg". Die alle vier Jahre
anstehenden Vorstandswahlen brachten ebenfalls Änderungen.
Neu sind nun im Kreisvorstand neben der Aktuarin Marta Rohrer
alle Ortsparteipräsidenten vertreten. Die Zahl der Rechnungsrevisoren
wurde auf drei erhöht. Als Präsident wurde Jürg
Schwendener, Buchs, als Vizepräsident Christian Bicker,
Grabs, bestätigt. Der Präsident nannte noch neben dem
schicksalsvollen Abstimmungssonntag vom 3. März weitere
vorgängige Veranstaltungsdaten: am 8. Februar Podiumsdiskussion
im bzb Buchs und (leider am gleichen Tag) in St.Gallen ein sicher
heisses "Uno-Duell" zwischen Bundesrat Joseph Deiss
und Christoph Blocher.
|