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04.03.2004 -
W&O - Gegen Drogenhandel hilflos (Leserbrief Präs. SVP
Werdenberg)
03.06.2003 - DRS Aktuell - Erneut einseitige Berichterstattung
20.05.2003 - W&O
- Ohne Druck geht nichts ! (Leserbrief SVP Werdenberg)
17.12.2002 - W&0 berichtet, Gerichte reagieren endlich auf
andauernden Druck
16.09.2002 - W&O - Zunehmend Schwierigkeiten im Asylbereich
13.09.2002 - W&O - Eichlitten-Vertrag wird nicht verlängert
26.07.2002 - Weniger Angst im Zentrum - In Buchs wird immer noch
gedealt
04.06.2002 - Bodensee-Sicherheitsgespräche: Kampf dem Drogenhandel
15.05.2002 - aus den Ratsverhandlungen Buchs
08.05.2002 - Drogenproblematik ... neue Interpellation an die
Regierung
26.04.2002 - W&O - Nun reichts dem Kanton ...
26.04.2002 - W&O
- Vollzugsprobleme im Asybereich
23.04.2002 - W&O kommentiert Reaktionen: Nichts gegen Asylanten
19.04.2002 - SF DRS "Schweiz
Aktuell" berichtet über Buchser Forderungen
15.04.2002 - Gemeinderat interverniert beim DIM und JPD St. Gallen
30.03.2002 - W&O - Ist Buchs zu sozial ? - öffentlicher
Anlass im BZB
28.03.3003 - W&O - Weitere Massnahmen
folgen - offentlicher Anlass im BZB
27.03.2002 - Antwort
des EJPD - Vollzug fällt in kantonale Hoheit
22.03.2002 - E-Mail
an EJPD - Was gedenken Sie gegen die Missstände zu tun
20.03.2002 - W&O
- Drogendealer und Sicherheit - öffentlicher Anlass angekündigt
15.-16.03.2002 - W&O startet Informationskampagne
14.-16.03.2002 -
Die Leserbriefe ....
13.03.2002 - W&O
- Hanselmann: Drogenszene nicht dramatisieren !
13.03.2002 - W&O - "Jeder
rennt, wenn die Polizei kommt"
08.03.2002 - Was tut die Arbeitsgruppe Sicherheit ?(Leserbrief
SVP Buchs)
30.11.2001 - Gruppe Sicherheit - Mitteilung des Gemeinderates
Buchs
17.11.2001 - Sitzung der Task-Force,
Buchser Arbeitsgruppe Sicherheit reaktivieren
17.11.2001 - Regierung
beantwortet Vorstoss der Politiker
15.10.2001 - Task-Force
wird gebildet
08.10.2001 - W&O - Leserbrief
Ortsgemeindepräsident This Schwendener
03.10.2001 - W&O
- Die SVP Buchs nimmt Stellung
02.10.2001 - W&O - Leserbrief
- Antwort CVP Kantonsräte
02.10.2001 - W&O
- Leserbrief - Antwort FDP Kantonsrat Etter
29.09.2001 - "unsinnige
Ideen" SP-Gemeinderat Sutter Buchs - W&O -Leserbrief
24.09.2001 - Durchgangszentrum
Buchserberg schliessen ? - Interpellation - Schlegel/Bicker/Etter
24.09.2001 - W&O - Durchgangszentrum
Buchserberg schliessen !
15.09.2001 - W&O
- Erneut unbefriedigende Antwort auf Vorstösse !
14.09.2001 - W&O - Politik muss
den Weg ebnen
14.09.2001 - Regierungsrätliche
Antwort nicht wahrheitsgetreu? - Antwort Interpellanten
04.09.2001 - Die
Regierung antwortet
27.08.2001 - Wann
geschieht endlich etwas in Buchs? - Einfache Anfrage Schlegel/Etter/Bicker:
19.07.2001 - W&O - In Buchs geht
etwas
07.05.2001 - Buchs
als Umschlagplatz für harte Drogen Interpellation - Schlegel/Bicker
07.05.2001 - Neue Dimensionen des
Drogenhandels in Buchs und Umgebung - Interpellation - Kendlbacher/Dudli
07.05.2001 - W&O - Wird ein Problem
schöngeredet ?
25.04.2001 - Leserbrief
SVP Buchs - Tempo 30 im Asylmissbrauch
21.04.2001 - W&O - Wer schützt
unsere Jugend ?
20.04.2001 - Pressebericht
- Mitten in Buchs werden harte Drogen gehandelt
18.04.2001 - Die
Regierung antwortet
19.02.2001 - Drogenring
operierte von Durchgangszentrum von Asylbewerbern aus - Interpellation
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Gegen
Drogenhandel hilflos Leserbrief
W&O 4. März 2004
Anhand der letzten Informationen (Bericht)
der Buchser "Arbeitsgruppe Sicherheit" kann festgestellt
werden, dass diese in den vergangenen Jahren unter der Leitung
von Gemeinderat Guido Crescenti (CVP) praktisch nur agiert hat,
wenn der Druck der Öffentlichkeit massiv wurde.
Selbst Gemeindeammann Ernst Hanselmann
der schliesslich die Leitung der Gruppe selbst übernommen
hat, hat bisher die Probleme verharmlost, versucht zu beschwichtigten
und den Ball an Polizei und Kanton weitergespielt und selbstverständlich
alle, welche sich gegen ihn stellten als Provokanten oder Profiteure
zu Wahlzwecken hingestellt.
Warum der Gemeinderat solches zuliess und
schliesslich noch einen Mediator einzustellen beschloss, ist
mir schleierhaft. Offenbar haben die Linken und Netten im Rat
einmal mehr den Weg des geringsten Widerstandes gewählt
und sich für mindestens 30'000 Fr. eine Alibiübung
gekauft. Es ist nicht verwunderlich, dass die Delegation der
Störenfriede als einzige, welche ausser der Polizei wirklich
etwas unternommen haben, unter solchen Umständen das Handtuch
geworfen haben.
Die Schuld an der Buchser Drogenmisere
ist halt doch in der Politik zu suchen. Wer Aussagen macht wie
"Buchs hat ja nicht einmal ein Fixerstübli" (Hildegard
Fässler SP in TV Schweiz aktuell) oder wer das Ziel der
Arbeitsgruppe Sicherheit darin sieht "subjektives Empfinden
von Angst" abzubauen (Ernst Hanselmann), und wer meint mit
Prävention, Integration oder gar Mediation sei dem Problem
des öffentlichen Drogenhandels oder dem Asylmissbrauch beizukommen,
der ist unfähig.
Zwar sagen in Zeiten von Wahlen auch mal
SP Vertreter/innen, dass sie mit Asylmissbrauch und Drogenhandel
nicht einverstanden sind, aber wie sieht es wohl nach den Wahlen
aus, wenn es z.B. darum geht, abgewiesene oder straffällige
Asylanten, welche nicht ausgeschafft werden können, in speziellen
Zentren unterzubringen?
2004 sind Wahlen. Wählen wir Leute
mit Mut und Perspektiven und keine Schönredner und Sozialromantiker
in die Kantons- und Gemeinderäte!
Jürg Schwendener
SVP-Kreispräsident Werdenberg
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Erneut
einseitige Berichterstattung von SF DRS !
Schweiz Aktuell vom 3. Juni 2003 - Bürgerwehr
in Buchs von Daniel Forrer.
Sehr geerhrter Herr Schäppi
Gestern haben Sie im «Schweiz aktuell»
über die Aktion Störenfried in Buchs berichtet. Dabei
wurden die SP Präsidentin Hildegard Fässler und SP
Gemeindepräsident Ernst Hanselmann von Ihnen interviewt.
Ausgerechnet diese Personen, welche das Thema Asylmissbrauch
und Drogenhandel stets verharmlosen, und möglichst nichts
dagegen unternehmen wollen, lassen Sie zu Wort kommen. Hat Frau
Fässler Sie engagiert um sich einmal mehr gratis im Fernsehen
zu profilieren? Sie erzeugen den Eindruck, dass die Meinung dieser
linken Politiker die Volksmeinung sei! Dem ist keinesfalls so.
Hätten Sie Buchser Bevölkerung dazu befragt, so wäre
Ihnen dies klar geworden.
Was für Probleme die Polizei mit den
Drogenhändlern hat, wie die Justiz anscheinend machtlos
ist und wie die als Asylsuchende getarnten Drogenhändler
den "echten" Asylsuchenden die Unterkunftsplätze
wegnehmen. Wie die Drogenhändler skrupellos Minderjährige
ansprechen - darüber verlieren Sie - wie schon vor einem
Jahr kein einziges Wort.
Übrigens ist vor ein paar Tagen im
Asylzentrum Buchserberg ein Insasse an Drogenkonsum verstorben
- woher hatte er den Stoffe wohl? Ist ein geschlucktes Kokain-Päckli
geplatzt? War es ein Drogensüchtiger oder Dealer? Was sind
die Hintergründe? Haben Sie ein Interesse an dieser Geschichte?
Es ist Zeit, dass aufhören, blauäugige
Reportagen zu machen und Sie ihr Versprechen von letztem Jahr,
nämlich auch einmal über diese Probleme zu berichten,
war machen!
Mit freundlichen Grüssen
Jürg Schwendener, Witiweg 3, 9470
Buchs - Tel. 076 340 20 21
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Ohne Druck geht nichts
!
Die knappe Ablehnung der SVP-Asylmissbrauchs-Initiative
hat einige Hektik bei Bundesrätin Metzler hervorgerufen.
Auf Druck der Stimmbürger ist sie eiligst nach Afrika gereist
und wollte sich mit fragwürdigen Abkommen profilieren. Leider
war alles ziemlich untauglich und der Verdacht liegt nahe, dass
es reine Abstimmungspropaganda war.
Schon lange liegen Forderungen nach "geschlossenen
bzw. gesicherten Unterkünften" für abgewiesene,
dissoziale oder kriminelle Asylbewerber auf dem Tisch. Vor allem
linke Politiker bekämpfen solche Vorstösse postwendend
mit dem Hinweis auf die Menschenrechte. Das Beispiel Australien
zeigt, dass es auch anders geht. Australien wurde noch nie wegen
Menschenrechtsverletzungen verurteilt, obwohl dort alle Asylsuchenden
in umzäunte und bewachte Unterkünfte aufgenommen werden.
Dies will in der Schweiz niemand, ausser für Straffällige
und Abgewiesene. Das Ziel sollte sein, weitere Straftaten, oder
das Untertauchen eindeutig abgewiesener Asylsuchender zu verhindern.
Allein das Vorhandensein solcher Unterkünfte würde
viele Versuche, unser Asylrecht zu missbrauchen, verhindern.
Würde endlich einmal etwas in dieser
Richtung unternommen, wäre schnell genügend Platz für
echte Asylsuchende in unseren Asylantenheimen vorhanden. Die
Heimleitungen müssten sich nicht ständig mit den "negativ
Auffallenden" herumschlagen und die Skepsis gegenüber
Asylsuchenden würde schlagartig vermindert.
Die Aktion "Störenfried"
von Privaten in Buchs SG zeigt, dass der Wunsch nach öffentlicher
Ordnung dringend ist. Die Ignoranz der Politiker im Tele Ostschweiz
ist aber bezeichnend: SG Ständerat Eugen David "keine
Ahnung was in Buchs läuft" und Kantonsrat Urs Bernhardsgrüter
"Gefahr besteht, dass Hobby-Rambos dabei sind". Vertreten
solche Politiker die Bürger?
Die erfolgreichen Aktionen der Polizei
und Ordnungskräften gegen Drogenhändler sind zu begrüssen.
Es nützt aber wenig, wenn keine wirkungsvolle Möglichkeit
besteht, gefasste und verurteilte Täter längerfristig
von ihrem Tun abzuhalten.
Es geht auf die Wahlen zu und alle bürgerlichen
Parteien haben mittlerweile den Asylmissbrauch als Thema aufgenommen.
Es ist zu hoffen, dass dies nicht nur Propaganda ist. Nach all
den Jahren glauben wir aber nicht mehr so recht daran. Resultate
erwarten wir jedenfalls vor den Wahlen - was danach kommt, ist
leidlich bekannt.
SVP Werdenberg
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17.12.2002
Andauernder Druck wirkt endlich auf die Gerichte
René Hornung berichtet im W&O
vom 17. Dezember 2002 dass die St. Galler Gerichte härter
gegen Wiederholungstäter vorgehen wollten und das St. Galler
Kantonsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen einschlägig
vorbestraften Drogendealer deutlich härter angepackt habe
als in vergleichbaren früheren Urteilen. Man wolle generell
Wiederholungstäter schärfer bestrafen, egal um welche
Delikte es sich handelt, so die Begründung aus dem Gericht.
Nachdem im Juni das St. Galler Kantonsgericht
einen zum vierten Mal rückfälligen "Blaufahrer"
zu einer exemplarisch hohen Strafe verurteilt hatte, geht jetzt
die St. Galler Staatsanwaltschaft auch mit rückfälligen
Drogenhändlern schärfer ins Gericht.
Bei einem "angeblich aus Sierra Leone
stammenden jungen Mann" - so der Wortlaut der Medienmitteilung
von gestern - der zwar nur beim Verkauf einer kleinen Menge Kokain
erwischt worden war, der aber bereits im Kanton Zürich wegen
gleicher Delikte vorbestraft war, wurde nun ebenfalls eine exemplarisch
harte Strafe verhängt: Drei Monate Gefängnis unbedingt
und zusätzlich zwei Vorstrafen von 30 resp. 60 Tagen aus
dem Kanton Zürich muss er nun absitzen. Die St. Galler Staatsanwaltschaft
hatte den Rekurs gegen das erstinstanzliche, mildere Urteil,
ausdrücklich damit begründet, dass Wiederholungstäter
auch im Dogenhandel schärfer zu bestrafen seien und das
Kantonsgericht ist dem Antrag gefolgt.
Gleich zweimal wird vom Redaktor betont,
dass sich das Urteil nicht gegen einen Dealer aus Afrika richte.
"Es geht in diesem Fall weder um die
Nationalität und auch nicht um die relativ kleine Menge
umgesetzter Drogen, sondern es geht um die Wiederholungstat",
zitiert er Kantonsgerichtsschreiber Urs Gmünder. Dass man
die afrikanische Nationalität des Täters bekannt gegeben
habe, sei eine Konzession an die Erwartungen der Öffentlichkeit.
Staatsanwaltschaft und Gerichte seien eben auch von den öffentlichen
Diskussionen beeinflusst und wollten dokumentieren, dass hier
ebenfalls gehandelt werde. Man gehe allerdings gegen irgend einen
anderen Wiederholungstäter genau gleich streng vor, betont
Urs Gmünder.
Tatsächlich richtet sich der Fokus
in der Berichterstattung zur Zeit hauptsächlich auf die
Männer aus Afrika. Dies bestätigt auch Hans Peter Eugster,
Sprecher der St. Galler Kantonspolizei. Bei schwereren Delikten
nenne die Polizei jeweils die Nationalität eines Täters.
Als aber bei den jüngsten Kontrollen im Durchgangszentrum
Walenstadt Waren aus Ladendiebstählen zum Vorschein kamen,
habe die Polizei in der Mitteilung mit Absicht auf die Angabe
der Nationalität der Täter verzichtet.
Bei Drogendelikten werde dagegen oft nachgefragt,
"und, dann können wir nicht so tun als wüssten
wir von nichts", so Hans Peter Eugster. Bei den Strassenkontrollen
von Drogenhändlern gehe die Polizei im übrigen keineswegs
gezielt gegen Männer aus Schwarzafrika vor, sondern kontrolliere
alle potentiellen Dealer. Weil im Strassenbild Schwarze auffallen
hat sich in der Bevölkerung in den letzten Monaten die Assoziation
Afrikaner/Dealer festgesetzt.
Bezüglich von der Polizei verlangten
schärferen habe man mit den Gemeinden bisher überall
eine Lösung finden können. Die Entwicklung geht allerdings
weiter: Der Gemeinderat von Mörschwil habe in seinen jüngsten
Beobachtungen die Bürgerschaft dazu aufgerufen, Asylbewerber
zu beobachten. Die Zürichsee-Gemeinde Meilen hat im Zentrum
sogar "Sperrzonen" mit Strassenmarkierungen gezeichnet,
ein Vorgehen, dessen rechtliche Grundlage umstritten ist.
Mit den individuell verhängten Rayonverboten
versuche man im Kanton St.Gallen Drogendealer fern zu halten.
Allein im laufenden Jahr wurden bereits 121 Personen mit solchen
Auflagen belegt. 85 zumeist aus Westafrika stammende Männer
dürfen den Kanton St. Gallen nicht mehr betreten und 30
im Kantonsgebiet wohnende Drogendealer dürfen sich nicht
mehr in der Stadt St. Gallen aufhalten. Bei jeder Personenkontrolle
würden solche Auflagen überprüft und jeder Verstoss
werde angezeigt, weiss Kantonspolizeisprecher Eugster. Auch der
vom Kantonsgericht verurteilte Mann hatte gegen eine solche Ausgrenzungsverfügung
verstossen.
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20.9.2002
W&O Buchs least Polizisten
Ab 2004 sollen zwei Kantonspolizisten
permanent vor Ort sein
Jerry Gadient, Redaktor des W&O berichtet,
dass zuletzt die Gemeinde Jona, vom Kanton Polizisten geleast
habe und der Vorteil bestehe, dass diese Dorfpolizeiliche Aufgaben
übernehmen könnten und gleichzeitig die Kompetenz der
Kantonspolizei habe. Ab Sommer 2004 sollen 2 Polizisten in Buchs
zum Einsatz kommen und primär mithelfen, der Dealerszene
Herr zu werden, welche sich weiterhin in der Öffentlichkeit
breit macht.
Rund 180'000 Franken jährlich werde
dies kosten und die Gemeinde hätte darüber abzustimmen.
Möglich sei dieses "Leasing"
frühestens ab Sommer 2004 weil zuerst noch Polizisten ausgebildet
werden müssten.
Das Vorhaben des Gemeinderates Buchs, steht
in direktem Zusammenhang mit der Dealerszene rund um die Bahnhofstrasse.
Der Einsatz von acht Einsatzatzkräften der Kantonspolizei
während acht Tagen im Frühling habe die Situation zwar
entschärft, doch vertreiben liessen sich die "Ameisen"-Dealer
- in der Regel Schwarzafrikaner - nicht.
Kokainhandel
Tatsächlich bewegt sich die Dealerszene nach wie vor ungeniert
in der Öffentlichkeit, so können etwa abends am Bahnhof
gleichzeitig bis zu zwei Dutzend Personen - Dealer und Konsumenten
- beobachtet werden. Angst dass sich eine offene Drogenszene
bilden könnte, in der Stoff auch vor Ort konsumiert wird,
hat Gemeindepräsident Hanselmann aus einem Grunde nicht:
Der Heroinhandel, der solche Szenen entststehen lässt, befindet
sich in Albanerhand und findet andernorts statt, die Schwarzafrikaner
setzen Kokain um.
Dennoch, die Szene Wird natürlich beobachtet. "Wenn
sich Anzeichen für eine offene Szene ergeben wurden, würden
wir von der Polizei rigoros fordern, dies zu unterbinden".
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Im
W&O vom 16. September berichtet Armando Bianco unter dem
Titel
Zunehmend Schwierigkeiten
im Asylbereich
Die SVP-Fraktion des Grossen Rates hatte
in der Maisession eine Interpellation eingereicht. Darin zeigte
sie sich besorgt über die steigenden Zahlen im Asylbereich
und verlangte von der Regierung Transparenz. Im Jahr 2001 hat
der Kanton 27,7 Mio. Franken für das Asylwesen ausgegeben.
Sorgen bereitet der Wegweisungsvollzug.
Antwort der Regierung:
Mit Stichtag 15. Mal 2002 hielten sich im Kanton 908 Asylbewerber
im erstinstanzlichen Verfahren, 378 Bewerber im zweitinstanzlichen
Verfahren und 845 vorläufig aufgenomme Asylbewerber auf.
Weiter befanden sich 88 Personen mit abschlägigem Bescheid
vor Ablauf der Ausreisefrist und 339 mit abschlägigem Bescheid
und abgelaufener Ausreisefrist hier.
Die SVP-Fraktion verlangte noch weitere
Auskünfte von der Regierung. Wie ist der Prozentsatz der
Asylbewerbenden im Kanton, die straffällig werden.
Antwort:
Die Frage lässt sich nicht beantworten, da Asylsuchende
in der Kriminalstatistik nicht separat erfasst werden.
Die SVP-Interpellanten zeigten sich in
ihrer Anfrage besorgt über die "im Steigen begriffenen
Asylzahlen". Obwohl man von einer allgemeinen Beruhigung
spreche, hätten die Zahlen nie mehr einen eigentlichen Tiefstand
erreicht. Die SVP vermutet, dass Kantone und einzelne Gemeinden
weiterhin stark mit dieser Problematik belastet würden.
Antwort:
Die Aufenthaltsdauer der Asylbewerbenden im Kanton beträgt
in den Asylzentren (Kollektivunterkünfte) in der Regel neun
bis zwölf Monate, danach werden sie den Gemeinden zugeteilt.
Dort hänge die unterschiedliche Aufenthaltsdauer dann vom
Ausgang des Verfahrens ab.
Es gebe Schwierigkeiten der Asylverfahren
und der Koordination auf Bundesebene. Für die Asylgesetzgebung
sei der Bund verantwortlich, den Kantonen obliege lediglich der
Vollzug.
Zunehmend Sorgen bereite der Regierung
die Schwierigkeiten der Wegweisungsvollzug insbesondere bei jüngeren
Männern aus afrikanischen Staaten, deren Gesuche rechtskräftig
abgewiesen worden sind. Eine zunehmende Zahl solcher Personen
verheimliche ihre Identität und verweigere die Zusammenarbeit
mit den Behörden bei der Papierbeschaffung. Gelinge es nicht,
innert nützlicher Frist für diese Personen Papiere
zu beschaffen, müssen sie wieder aus der Ausschaffungshaft
entlassen werden. Erschwerend komme hinzu, dass ein erheblicher
Anteil dieser Asylbewerber im Rahmen eines straff organisierten
Drogenhandels als so genannte "Ameisendealer" mit kleinen
Mengen Betäubungsmittel handle.
Konsequent und mit grossen Anstrengungen
vorgehen
Personen, die straffällig werden, würden konsequent
beim zuständigen Untersuchungsamt zur Anzeige gebracht und
mit weiteren Massnahmen behaftet. Die aufwändige Koordination
dieser Massnahmen auf Kantons- und Bundesebene binde bei den
zuständigen Stellen St.Gallens erhebliche personelle Ressourcen.
Allerdings sei diesem Phänomen, insbesondere dem lokalen
Drogenhandel wie etwa in Buchs, mit polizeilich-repressiven Massnahmen
allein nicht beizukommen. Aus Gründen der öffentlichen
Sicherheit und der Rechtsstaatlichkeit sei es jedoch unabdingbar,
dass die Anstrengungen weitergeführt werden.
Für die Unterbringung und Betreuung der Asylbewerber, deren
medizinische Versorgung sowie diverse Verwaltungskosten verzeichnete
der Kanton St.Gallen im Jahr 2001 Aufwändungen in der Höhe
von rund 27,7 Mio. Franken.
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W&O
13.9.2002 Eichlitten-Vertrag wird nicht verlängert
Interpellation "Drogendealer in
Buchs" beantwortet
Die St.Galler Regierung hat zuhanden
des Grossen Rates eine Interpellation der Werdenberger Kantonsräte
Bruno Etter (FDP), Paul Schlegel (FDP) und Heinrich Schlegel
(SVP), beantwortet und in diesem Zusammenhang bestätigt,
dass sie den Vertrag mit dem Kanton Zürich für das
Durchgangszentrum Eichlitten in Gams nach dem September 2003
nicht mehr verlängern wird.
Kuno Bont, Redaktor des W&O berichtet, dass die Interpellation
"Asylsuchende als Drogendealer in Buchs" von der Regierung
wie folgt beantwortet worden sei:
Es werde keine Vertragserneuerung mit der Direktion für
Soziales und Sicherheit des Kantons Zürich, Betreiberin
des Durchgangszentrums Eichlitten ab September 2003 geben. Bezüglich
der Situation im Raum Buchs stellt sie fest, dass in letzer Zeit
verschiedene polizeiliche Aktionen zur Bekämpfung des Drogenhandels
durchgeführt wurden, dass aber Repression allein nicht genügten.
Im Übrigen seien alle Kantone mit dem Problem dissozialer
und straffälliger Asylsuchender befasst.
Im Durchgangszentrum Buchserberg würden täglich Präsenzkontrollen
durchgeführt. Wer sich am Zentrumsbetrieb aktiv beteilige,
könne sich die Benützung des Busses verdienen. Es gebe
im Zentrum Buchserberg neuerdings verschiedene Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten.
Gegen Bewohner, welche gegen das Betäubungsmittelgesetz
verstiessen, würde Anzeige beim Untersuchungsamt in Altstätten
erstattet und Ausgrenzungsmassnahmen ergriffen.
Bewohnende, welche die gegen die Hausordnung verstossen, müssen
mit Kürzungen der Fürsorgeleistungen bis zum verfassungsrechtlich
geschützten absoluten Existenzminimum rechnen, und es würden
überdies unverzüglich Ausgrenzungsmassnahmen eingeleitet.
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19. Februar 2001 (Wortlaut)
Interpellation Bicker-Grabs/Schlegel-Malans:
"Drogenring operierte von Durchgangszentren für Asylbewerber
aus"
Wie Pressemitteilungen zu entnehmen
war, wurde anfangs Januar 2001 im Raum Werdenberg ein Drogenring
zerschlagen, der in der Zeit vom Sommer 1998 bis April 2000 über
10 Kilogramm Heroin und über zwei Kilogramm Kokain gehandelt
hat. "Die zehn Haupttäter mit albanischer, kosovo-albanischer
und jugoslawischer Staatsangehörigkeit sind im Alter zwischen
20 und 30 Jahren. ...Sieben dieser Drogendealer operierten von
Durchgangszentren für Asylbewerber im Raum Buchs aus."
(zitiert aus: Werdenberger & Obertoggenburger vom 11. Januar
2001). Die Drogen wurden dabei in Zürich beschafft und an
Konsumenten und Kleindealer im Grossraum Buchs abgesetzt. Von
diesem grossangelegten Drogenhandel hat der Leiter des in den
Fall involvierten Zentrums Buchserberg nach eigenen Angaben erst
aus der Zeitung erfahren.
Bei Aussenstehenden entsteht der Eindruck, als ob es um die Ordnung
in den besagten Zentren nicht zum Besten bestellt sei. Dies obwohl,
wie der Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen in der zitierten
Regionalzeitung bestätigte, bekannt ist, dass es in Zentren
für Asylsuchende "immer wieder zu Häufungen von
Einbrüchen, Ladendiebstählen und Verstössen gegen
das Betäubungsmittelgesetz" komme.
In diesem Zusammenhang ersuche ich die Regierung um die Beantwortung
folgender Fragen:
1. Werden in Zentren für Asylsuchende regelmässig Kontrollen
(etwa in Bezug auf Präsenz, Kontakte, Betäubungsmittel
usw.) durchgeführt?
2. Wenn ja, waren diese Kontrollen im Falle der betroffenen Zentren
genügend?
3. Was gedenkt der Kanton als Betreiber der Zentren für
Asylsuchende in Zukunft vorzukehren, dass sich Fälle, wie
der oben geschilderte, nicht wiederholen? (Heinrich Schlegel,
SVP Wartau)
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18.
April 2001 Schriftliche Antwort der Regierung - Kontrollen in
Durchgangszentren für Asylbewerber
Christian Bicker-Grabs und Heinrich
Schlegel-Malans weisen in ihrer Interpellation, die sie am 19.
Februar 2001 einreichten, auf Pressemeldungen hin, wonach Drogendealer
von Durchgangszentren für Asylbewerber im Raum Buchs aus
operiert hätten.
Die Regierung beantwortet die Fragen wie
folgt:
1 . Einleitend ist festzuhalten, dass derzeit im Raum Buchs nur
ein einziges Zentrum für Asyl Suchende, nämlich im
Buchserberg, durch den Kanton St.Gallen geführt wird. Zentrenleitung
und Mitarbeitende des Zentrums führen regelmässige
Kontrollen durch. Zimmer- und Schrankkontrollen sowie Taschenkontrollen
werden schriftlich festgehalten. Ebenfalls finden tägliche
Absenzenkontrollen statt, die um 22.00 Uhr von der zuständigen
Nachtwache vorgenommen werden. Diese Kontrollen werden täglich
im Journal aufgezeichnet. Bei jedem Verdachtsmoment auf Kriminalität
informiert das Zentrum die zuständigen Behörden, insbesondere
das Ausländeramt und die zuständigen Polizeistationen.
Bei einem konkreten Verdacht werden auf Anordnung des Untersuchungsrichters
durch die Polizei Hausdurchsuchungen vorgenommen.
2. Sowohl in genereller Hinsicht als auch
in Bezug auf das Zentrum im Buchserberg waren und sind die Kontrollen
wirksam und genügend.
a) Bei den Zentren für Asyl Suchende handelt es sich um
offene Einrichtungen. Die Hausordnung regelt das Zusammenleben
der Bewohnenden und gibt Auskunft über Rechte und Pflichten
der Asyl Suchenden. Im Rahmen dieser Hausordnung können
sich die Asyl Suchenden grundsätzlich frei bewegen und ihre
Freizeit auch ausserhalb des Zentrums verbringen. Im Rahmen der
täglichen Anwesenheitskontrolle wird festgestellt, wer sich
im Zentrum aufhält und wer nicht. Wer das Zentrum für
mehr als 24 Stunden verlässt, benötigt einen Urlaubsschein.
Der Oberwachung sind rechtliche Grenzen gesetzt. Polizei und
Ausländeramt versuchen mit verschiedenen Massnahmen, Delikte
zu verhindern. Die Polizei kann in erster Linie an den einschlägigen
Orten Präsenz markieren und Verdachtsmomenten konsequent
nachgehen. Sie weist das Ausländeramt durch die Zustellung
von Rapporten auf strafrechtlich relevantes Verhalten hin. Stellt
das Ausländeramt fest, dass ein Asyl Suchender die öffentliche
Sicherheit und Ordnung stört oder gefährdet, kann es
ihm mittels Ausgrenzung das Betreten eines bestimmten Gebietes
untersagen. Im Jahr 2000 wurden vorwiegend bei Personen, die
dem Drogenhandel zugeordnet wurden - kantonsweit 50 Ausgrenzungen
bzw. Androhungen von Ausgrenzungen verfügt. Ferner kann
das Ausländeramt bei Vorliegen der gesetzlichen Haftgründe
Vorbereitungs- und Ausschaffungshaft anordnen, was im Jahr 2000
in 327 Fällen geschehen ist.
b) Auf diese Massnahmen werden die Behörden auch künftig
zurückgreifen. Schliesslich wird das Ausländeramt weiterhin
die Asylgesuche von dissozialen Asylbewerbern, auf welche die
Leitungen der Zentren aufmerksam machen, und straffälligen
Gesuchstellenden in jedem Fall der Behörde, bei der das
Asylgesuch hängig ist, zur prioritären Behandlung melden.
Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel wird damit
auf den verschiedenen Einwirkungsebenen das Mögliche unternommen,
Verstössen gegen die Rechtsordnung vorzubeugen und auf solche,
sofern sich konkrete Verdachtsmomente ergeben, konsequent zu
reagieren.
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20.4.01
- Mitten in Buchs werden harte Drogen gehandelt
so der Titel im W&O vom 20.4.01.
Dem Bericht von Philipp Kolb kann entnommen werden, dass von
dem im Januar aufgedeckten Drogenring sieben von zehn Haupttätern
von Asylantenheimen aus operierten. Auch die Polizei bestätige,
dass beim Rathaus Buchs wieder Asylsuchende mit Kokain dealen.
Die Drogen kämen gemäss Hanspeter Eugster, Mediensprecher
der Kantonspolizei St. Gallen von Zürich nach Buchs und
würden dort verkauft. Die gut organisierten Dealer machten
die verstärkt vorgenommenen Polizeikontrollen schwierig.
Dank Handys (welche die Polizei bekanntlich nicht abhören
darf) werden sämtliche Involvierten über Polizeiaktionen
sofort informiert. Die Situation habe sich laut W&O in letzter
Zeit verschärft: vor dem McDonald's und beim öffentlichen
WC am Werdenberger See werde offen harter Stoff gedealt. Auch
den Anwohnern beim Rathaus seien die auf Käufer wartenden
Dealer längst ein Dorn im Auge, weil Passantinnen auf primitivste
Art und Weise angemacht werden.
Gemeinderatsschreiber Martin Hutter, welcher die Situation kennt
stellt gegenüber der Zeitung fest, dass man niemand von
öffentlichem Grund vertreiben könne. Der Polizei würden
aber im Rathaus Räume für die Überprüfung
von Personen zur Verfügung gestellt.
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21.04.2001
- W&O - Wer schützt unsere Jugend?
frägt sich
Philipp Kolb, Redaktor des W&O und berichtet in seiner Recherche:
"Möchtest du dealen oder Rauschgift besorgen, komm
ins WC beim Rathaus Buchs. Die Dealer vom Buchserberg sind dir
dankbar". Ein Flugblatt mit diesen Zeilen hätten der
W&0 und die Gemeinde Buchs erhalten. Weitere Unterlagen habe
der der W&0 von einem ehemaligen Drogensüchtigen aus
Grabs erhalten, welcher vor der momentanen Situation in Buchs
Angst habe. In einem Brief an den W&0 erzähle der Grabser,
was er am Samstag, vor Ostern erlebt habe: Nach einem nur wenige
Minuten dauernden Gespräch mit einem Schwarzafrikaner beim
Rathaus hätte er den Tipp bekommen zum Rathaus zu gehen.
Dort könne er von einem afrikanischen Kollegen ein oder
zwei Gramm Kokain erhalten. Es sei so einfach wie ein Päckchen
Zigaretten zu kaufen.
Dies bestätige auch die Kantonspolizei, welche darüber
nicht erstaunt sei, und beklage die Situation: Tauche die Polizei
auf, so informierten die Dealer blitzschnell ihre Kollegen per
Handy, von welchen die meisten gleich mehrere besässen,
und der Stoff sein verschwunden. Es komme hinzu, dass ein Dealer,
welcher mit wenigen Gramm erwischt werde schnell wieder auf freiem
Fuss sei. Seit mehreren Jahren sei bekannt, dass Heroin und auch
Kokain auch durchs Rheintal in die Schweiz kämen und auch
die Zürcher Polizei wisse von Verbindungen des Drogenhandels
zu Buchs. Der Sprecher der Zürcher Kantonspolizei könne
bestätigen, dass viele Drogendealer in der ganzen Schweiz
von Zentren für Asylsuchende aus operierten.
Vom Redaktor auf die Situation angesprochen hätte Bruno
Jäger der Leiter des Zentrums für Asylsuchende Buchserberg,
nicht versichern können, dass sich Asylsuchende des Zentrums
Buchserberg im Pärkchen beim Rathaus aufhielten. Was ausserhalb
der Zentrumstüre sei, dürfe er nicht kontrollieren.
Sicher wisse er, wer ab 22 Uhr im Zentrum sei und wer nicht.
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25.04.2001
- Tempo 30 beim Asylmissbrauch (Leserbrief SVP Buchs W&O)
Kokainhandel ist in Buchs kein
grosses Problem. Die Polizei wird mit Handies ausgetrickst. Die
Behörden müssen dem Treiben anscheinend machtlos zusehen.
Als Trost produziert eine flügellahme Exekutive Leitbilder,
flächendeckende Parkgebühren und Tempo 30 Zonen.
Immer wieder hat die SVP auf die Missstände im Asylwesen
hingewiesen. Unser Asylrecht ist bereits mehrmals angepasst und
verschärft worden - aber was nützt das, wenn die zuständigen
Organe ihr Recht nicht, oder ungenügend wahrnehmen? Die
im W&O geschilderten und andere bereits seit langem bekannte
Missstände sind alt genug - es besteht Handlungsbedarf.
Es liegt nicht an der Polizei, welche die Autofahrer fleissig
kontrolliert und Bussen im ruhenden Verkehr verteilt - nein -
es liegt an den Vorgesetzten und zuständigen Behörden,
welche die Prioritäten dahin setzen, wo es leicht ist mit
Bussgeldern die Kasse zu füllen.
So zielt auch das Streben nach einer generellen Parkplatzbewirtschaftung
und die Einführung von Tempo 30 sichtlich dahin, noch mehr
Geld von den Verkehrsteilnehmern abzukassieren. Dabei wird schamlos
vorgegaukelt, dass die Bevölkerung solches wünscht.
In Wirklichkeit stehen genau die gleichen Kräfte dahinter,
welche Milde und Rücksicht mit straffälligen Asylsuchenden
verlangen - und selbst deren Ausschaffung zu verhindern versuchen.
Eine solche Politik wird nichts an den jetzigen Zuständen
ändern. Die steigende Zahl von Rekursen zu abgewiesenen
Asylgesuchen zeigt, dass die Organisationen der Asylsuchenden
das Recht für ihre Seite gut kennen und ausnützen.
Es wäre langsam Zeit, dass unsere Bürger zu ihrem Recht
kommen und vor solchen Missständen geschützt werden.
SVP Buchs
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07.05.2001
- (Wortlaut)
Interpellation Schlegel-Grabs/Bicker-Grabs/Schlegel-Malans: Buchs
als Umschlagsplatz für harte Drogen
Die Bevölkerung in der Region
Werdenberg ist darüber besorgt, dass Buchs immer mehr zur
Drehscheibe für den Handel mit harten Drogen wird. Am heiterhellen
Tag werden rund um das Buchser Rathaus sowie an anderen Orten
mehr oder weniger offen Heroin und Kokain angeboten.
Anwohner sowie Passantinnen und Passanten beklagen sich zunehmend
über Belästigungen durch herumlungernde Dealer. Bei
letzteren soll es sich, wie in der regionalen Presse zu erfahren
war, fast ausschliesslich um Asylsuchende handeln. Tatsache ist,
dass in der Öffentlichkeit ein grosser Unmut über diese
unhaltbaren Zustände herrscht. Befürchtungen, wonach
sich in Buchs eine offene Drogenszene etablieren könnte,
sind nicht von der Hand zu weisen.
Aus diesen Gründen ersuchen wir die Regierung um die Beantwortung
der folgenden Fragen:
1 . Handelt es sich bei der Mehrzahl der in Buchs tätigen
Dealer tatsächlich, wie in der Presse behauptet, um Asylsuchende?
2. Was gedenkt die Regierung des Kantons St.Gallen zu unternehmen,
um geltendes Recht durchzusetzen und dem grassierenden Handel
mit harten Drogen in Buchs Einhalt zu gebieten?
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07.05.2001
- (Wortlaut) Interpellation Kendlbacher-Gams/Dudli-Werdenberg:
Neue Dimensionen des Drogenhandels in Buchs und Umgebung
Gemäss einem Pressebericht
(Werdenberger & Obertoggenburger vom 20. April) hat der Drogenhandel
in Buchs eine neue Dimension erreicht. Bereits im Januar informierte
die Polizei, dass ein Drogenring aufgedeckt wurde. Der Drogenhandel,
vor allem der Handel mit Kokain, geht in Buchs und Umgebung inzwischen
unvermindert und praktisch vor den Augen der Öffentlichkeit
weiter. Zu denken gibt die Tatsache, dass die Dealer neuerdings
immer dreister in aller Öffentlichkeit Präsenz zeigen.
Die Bevölkerung ist durch diese offene Drogenhandelsszene
stark beunruhigt, sie fühlt sich belästigt und nicht
mehr sicher und erwartet ein entsprechendes Handeln der staatlichen
Organe.
Laut Informationen in Buchs sind unter den Dealern Asylansuchende
aus der ganzen Schweiz zu finden, offenbar damit sie nicht in
der Nähe ihres eigenen Zentrums straffällig werden.
Die Polizeiarbeit wird erschwert durch die Möglichkeit der
Händler, bei allfälligen Kontrollen die Warnung umgehend
durch Handys weiterzugehen. Zudem muss ein Dealer, der nur wenige
Gramm bei sicht trägt - was in der Regel der Fall ist -
offenbar kurz nach seiner Festnahme wieder auf freinen Fuss gesetzt
werden, was für die Polizei nicht gerade motivierend wirkt.
Aufgrund dieser Tatsache ist es zwar verständlich, dass
die Polizei sich eher auf von langer Hand vorbereitete Zerschlagungen
von Drogenringen konzentriert, als die undankbare Sisyphusarbeit
der Kontrolle von Kleindealern auf sich zu nehmen. Trotzdem erwartet
die Bevölkerung, dass dieser Entwicklung auf dem Platze
Buchs mit aller Entschiedenheit entgegengetreten wird.
In diesem Zusammenhang stellen wir der Regierung folgende Fragen:
1. Ist die Regierung bereit, dieser Entwicklung des Drogenhandels
in Buchs verstärkt entgegenzutreten und dafür vermehrt
Polizeikräfte einzusetzen?
2. Sieht die Regierung Möglichkeiten, im Sinne einer Umstruktuierung
im Aufgabenbereich der Polizei (Verlagerung der Schwerpunkte
hin zum Überwachungsdienst) sowie einer personellen Aufstockung
der Polizei?
3. Gibt es rechtliche und technische Möglichkeiten, Mobiltelefonnetze
kurzzeitig und lokal bei einem Polizeieinsatz ausser Betrieb
zu setzten oder zu stören?
4. Reichen die derzeitigen rechtlichen Möglichkeiten gegenüber
mit Drogen handelnden Personen aus. Wenn nein, weiche Massnahmen
schlägt die Regierung vor, um in den Regionen Werdenberg
und Sarganserland diesem Problem wirksam zu entgegnen? Wir danken
der Regierung für die Beantwortung dieser Fragen.
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07.05.2001
- Wird ein Problem schöngeredet ? titelt der W&O und
lässt wissen, dass die Kantonspolizei der Regierung bezüglich
Kontrollen in Asylzentren widerspreche.
Christian Bicker, SVP Grabs und Heinrich Schlegel, SVP Malans
wollten mit einer Interpellation von der Regierung wissen wollten,
ob in den Zentren für Asylsuchende genügend und wirksame
Kontrollen bezüglich Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz
durchgeführt würden. Die Regierung habe am Mittwoch
mit einem generellen "ja" geantwortet, die Polizei
sehe die Sache aber anders und habe dies der Regierung vor deren
Antwort mitgeteilt.
In der Antwort der Regierung hatte es geheissen, dass in Zentrum
Buchserberg regelmässig Kontrollen durchgeführt würden
und Zimmer und Schrankkontrollen sowie Taschenkontrollen schriftlich
festgehalten würden. Zudem fänden täglich Absenzkontrollen
statt, die um 22 Uhr von der zuständigen Nachtwache vorgenommen
würden und bei Verdacht auf Kriminalität die zuständigen
Behörden, insbesondere das Ausländeramt und die zuständigen
Polizeistationen informiert. Bei einem konkreten Verdacht würden
auf Anordnung des Untersuchungsrichters durch die Polizei Hausdurchsuchungen
vorgenommen.
Dem Schreiben der Regierung dass "Sowohl in genereller Sicht
als auch in Bezug auf das Zentrum Buchserberg die Kontrollen
wirksam und genügend seien" widerspreche die Kantonspolizei
und habe der Regierung ihre Sicht der Dinge aufgezeigt.
Der W&O schreibt, dass er im Besitz schriftlicher Unterlagen
sei und wisse, dass die Polizei, die täglich mit dealenden
Asylsuchenden zu tun habe, anderer Meinung sei "Asylbewerber
können sich unkontrolliert und ungehindert in der ganzen
Schweiz und den verschiedenen Zentren aufhalten. Ebenso unkontrolliert
und ungehindert halten sich dort auch vielfach illegal anwesenden
Ausländer auf", schreibe die Polizei. Weiter heisse
es: "An den Wochentagen, an denen jeweils Geld ausgezahlt
wird, sind die im Drogenhandel oder die sich sonst wie kriminell
betätigenden Asylbewerber in der Regel für kurze Zeit
in denjenigen Zentren anzutreffen, wo sie gemeldet sind. Oftmals
gelingt es dank Absprache mit den Heimleitungen, die zu kontaktierenden
Personen dann zu erreichen. Eingangs- und Ausgangskontrollen
fehlen in den Zentren. Heimleitungen sind nicht in der Lage über
den Aufenthalt der Insassen oder die nächtigenden Personen
Auskunft zu geben. Dabei ist es möglich, dass straffällige
Asylbewerber ebenso unkontrolliert anwesend sind, wie auch Gegenstände
ein- und ausgeführt werden".
Weiter heisst es im W&O dass der Kantonsrat Anfangs Mai über
die Interpellation diskutieren werde. Es würden wohl auch
Fragen auftauchen, warum Polizei und Regierung zwei völlig
verschiedene Ansichten der Problematik hätten. Bereits 1998
hätte Werner Dieziger von der Rauschgiftabteilung der Kantonspolizei
als Stadt-Politiker im Stadtparlament eine Interpellation mit
dem Titel "Durchgangszentren für Asylbewerber sind
Kriminalitätsherde geworden, auch die in der Stadt St.Gallen"
eingereicht. Dieziger habe täglich mit Drogendealern zu
tun und finde das Totschweigen oder Schönreden dieses Problems,
das in Buchs auszuarten drohe nicht ehrlich. Er habe allerdings
betont, dass nur ein kleiner Teil der Asylbewerber straffällig
sei, und dass man auch den Heimleitern keinen Vorwurf machen
dürfe, weil zu wenig Personal seiner Meinung nach wirksame
Kontrollen unmöglich machten. Gemäss Diezieger könne
man diesem Problem in gewissem Masse einen Riegel schieben, wenn
die Asylbewerber in dem Zentrum nächtigen müssten,
in dem sie gemeldet seien.
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19.07.01 In Buchs geht etwas schreibt
Redaktor Paul Schawalder im W&O und berichtet, dass "mehr
polizeiliche Personenkontrollen Beruhigung und Sicherheit bringen
sollen". Gemäss Andreas Brunner von der KAPO gehe es
nicht um Asylanten Ausländer oder Rassismus, sondern um
den Anspruch der Bevölkerung auf Integrität. Die Situation
sei heikel, auf der einen Seite fände die Dealerszene mit
täglichen Auftritten statt, auf der anderen Seite sei die
verunsicherte Bevölkerung. Die Präsenz von Ausländern,
darunter auch Schwarze, welche nachweislich im Park des Rathauses
als Drogendealer auftreten, lasse die Arbeit der Polizei als
subjektiv rassistisch erscheinen. Es gehe bei den Kontrollen
aber um Drogenbesitz, Drogenhandel, Diebstähle und Waffenbesitz.
Kontrolliert würden auch Leute aus der Region, welche der
Polizei als Betäubungsmittelkundschaft bekannt seien. Es
sei die Aufgabe der Polizei für Ruhe und Ordnung zu sorgen
und das Ziel der Aktion sei das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung
und den Anspruch auf ihren angestammten Lebensraum zu gewähren.
Es seien auch schon erste Verzeigungen im Bereich Betäubungsmittel,
Waffenbesitz und Ladendiebstahl vorgenommen worden. Mehr zu erwarten
sei nicht realistisch, grosse Fänge in der Drogenszene werde
es wahrscheinlich nicht geben, es sei viel mehr Symptombekämpfung.
Sollten die Verzeigten oder Kontrollierten von Buchs weggehen,
so würden diese andernorts eine ähnliche Situation
bilden.
Andreas Brunner hätte auch appelliert, dass die Buchser
nicht wegschauen sollten, sondern sich ebenfalls dort aufhalten
sollten, wo die Szene sei. Wenn ganze Plätze der Szene überlassen
würden, so könne sich diese leicht festsetzen. Die
Polizei könne mit der verstärkten Kontrolle von solche
Plätzen möglicherweise nur eine Beruhigung, und dies
nur auf bestimmte Zeit erzielen.
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27.08.2001
- Einfache Anfrage Schlegel-Malans/Etter-Buchs/Bicker-Grabs:
Wann geschieht endlich etwas in Buchs?
Am 7. Mai haben die Unterzeichnenden
in einer lnterpellation auf die unhaltbaren Zustände in
Buchs hingewiesen und die Regierung nach Massnahmen zur Durchsetzung
geltenden Rechts gefragt. Bekanntlich handelt es sich im Falle
von Buchs heute um einen der grössten Drogenumschlagsplätze
der Schweiz und das Einzugsgebiet umfasst neben dem St.Galler
Oberland auch das benachbarte Vorariberg sowie das Fürstentum
Liechtenstein.
Der folgende kurze Auszug aus einem Erlebnisbericht
eines Journalisten (Oberthurgauer Nachrichten vom 31.05.01) gibt
die Situation in Buchs treffend wieder: <Die Szene ist gespenstisch-.
Es ist heller Tag, jeder kann sie sehen bei ihrem verbotenen
Tun, aber sie scheinen keine Angst zu haben, jemand könnte
die Polizei holen oder Massnahmen ergreifen, die ihnen oder ihrem
<Gewerbe> schadeten. Sie lachen, schreien, machen Frauen
an und gebärden sich bei ihrem öffentlichen Drogenverkauf
so, dass man zur Überzeugung gelangt-. Man bewegt sich hier
im rechtsfreien Raum! Hier ist das Gesetz unwirksam, die Staatsgewalt
hat sich verkrochen, alle gesetzlich ratifizierten Beschlüsse
sind aufgehoben, Gesetzesparagraphen sind pure Makulatur. >
Diese Ansicht eines auswärtigen Journalisten trifft ziemlich
genau die Gefühlslage eines grossen Teils der \Nerdenberger
Bevölkerung. Das Vertrauen in die Behörden ist auf
einem Tiefpunkt angelangt.
Im <Werdenberger und Obertoggenburger>
war zwar am 19.07.01 zu lesen, dass mehr polizeiliche Personenkontrollen
zu einer Beruhigung der Lage führen sollen. Eine solche
Beruhigung hat es bisher nicht gegeben, vielmehr hat sich die
Situation seit Einreichen unserer lnterpellation eher noch verschlimmert!
Wir wurden denn auch in den Sommermonaten immer wieder von Mitbürgerinnen
und Mitbürgern auf die unhaltbaren Zustände hin angesprochen
und gebeten, als Volksvertreter doch endlich etwas zu unternehmen.
Sicher, das Drogenproblem ist ein Problem
der ganzen Gesellschaft. Wenn aber in aller Öffentlichkeit
Drogen gehandelt und Passanten angepöbelt, ja sogar bedroht
werden, ist das ein Problem, weiches vor allem die Exekutive,
also die Regierung angeht. Denn die Durchsetzung geltenden Rechts
und Gewährleistung der Sicherheit gehören zu den zentralen
Aufgaben des Kantons.
Wir fragen daher die Regierung des Kantons
St.Gallen an, wann sie ihre Verantwortung gegenüber den
Bürgern wahrnehmen und diesem widerrechtlichen Treiben in
Buchs ein Ende bereiten wird?"
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04.09.2001
- Die Regierung beantwortet die lnterpellation 51.01.26 wie folgt
1. Die Kantonspolizei hat insbesondere
im Sommer 2001 durch intensive Kontrolitätigkeit die Aktivitäten
der Drogenszene empfindlich gestört, ohne die Szene allerdings
gänzlich auflösen zu können. Die Kantonspolizei
wird im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten weiterhin
Schwerpunktpatrouillen und entsprechende Personenkontrollen in
Zivil und Uniform durchführen. Dabei wird die Regionalpolizei
von der Einsatz- und Verkehrspolizei unterstützt. Der Einsatz
weiterer Polizeikräfte ist angesichts der Bestände
nicht realisierbar.
2. Eine Verstärkung der Überwachung
wäre nur durch personelle Massnahmen zu erreichen. Eine
Möglichkeit, durch Umstrukturierung Ressourcen für
Überwachungen längerfristig freizumachen, besteht nicht.
Ein Ausbau des Personalbestandes ist vorgesehen. Dieser kann
aber nur langfristig erfolgen und wird teilweise durch neue Aufgaben
absorbiert werden (vgl. Antwort der Regierung auf die Einfache
Anfrage 61.00.19 "Polizeipräsenz und persönliche
Sicherheit"vom 19. September 2000).
3. Das Fernmeldewesen ist Sache des Bundes
(Art. 92 Abs. 1 der Bundesver-fassung, SR 1 01). Der Bundesrat
bzw. das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
kann Einschränkungen des Fernmeideverkehrs anordnen, wenn
eine ausserordentliche Lage oder andere wichtige Landesinteressen
es erfordern (Art. 48 des eidgenössischen Fernmeldegesetzes,
SR 784. 1 0- Art. 61 der eidgenössischen Verordnung über
Fernmeldedienste, SR 784.1 01. 1).'Der Kanton hat keine Befugnis
zur Einschränkung des Fernmeldeverkehrs. Im Übrigen
wären von einer solchen Massnahme sämtliche Benutzerder
drei Mobiltelefonnetze im fraglichen Gebiet betroffen und wäre
auch die Grundversorgung beeinträchtigt, was im Rahmen der
Prüfung der Verhältnismässigkeit zu berücksichtigen
wäre.
4. Grundsätzlich reichen die im Bundesrecht
vorgesehenen rechtlichen Möglichkeiten aus. Gegen die dem
Ausländeramt zur Kenntnis gebrachten mit Drogen handelnden
Personen wird regelmässig eine Ausgrenzung nach Art. 13e
ANAG verfügt oder angedroht. Die Verletzung einer solchen
Verfügung hat eine Verzeigung und ein Strafverfahren nach
Art. 23a ANAG zur Folge. Zwar reicht der Strafrahmen von Haft
bis zu einem Jahr Gefängnis. Die Praxis der Strafverfolgungsbehörden
bei der Ahndung dieser Delikte ist allerdings eher mild. Allenfalls
kann Ausschaffungshaft angeordnet werden. Wünschbar wäre
in diesem Zusammenhang eine weniger strenge Gerichtspraxis bei
der Frage der Haftverlängerung. Eine Verbesserung der Möglichkeiten
der Behörden liesse sich mit der Schaffung weiterer Ausschaffungshaftplätze
erreichen. Eine derartige Erweiterung erforderte zusätzliche
Räumlichkeiten und Personal beim Ausländeramt; sie
ist kurzfristig nicht realisierbar, mittelfristig jedoch ins
Auge zu fassen.
In besonderem Mass Probleme bereiten abgewiesene
Asylbewerber, die mangels Bekanntgabe ihrer Identität und
Staatszugehörigkeit nicht ausgeschafft werden können,
und unter denen sich auch Personen aus dem Drogenbereich befinden.
Erschwerend kommt in diesen Fällen oftmals hinzu, dass sich
einzelne, insbesondere afrikanische, Staaten weigern, die Rückkehr
ihrer eigenen Staatsangehörigen zu ermöglichen und
dass sie auch nicht mit den schweizerischen Behörden kooperieren,
um Identität und Staatsangehörigkeit festzustellen.
Bei diesen Personen, deren Identität und Staatsangehörigkeit
nicht feststeht und die daher nicht ausgeschafft werden können,
kommt regelmässig auch die Ausschaffungshaft nicht in Frage,
weil diese aufgrund der restriktiven Praxis des Bundesgerichtes
nur zulässig ist, wenn sich der Wegweisungsvollzug innerhalb
der gesetzlich vorgesehenen Haftdauer realisieren lässt
(BGE 125 11 384).
Mit der Beantwortung der beiden Interpellationen
51.01.23 und 51.01.26 erachtet die Regierung auch die am 27.
August 2001 eingereichte Einfache Anfrage 61.01.15 als beantwortet.
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14.09.01
- Kontrollen in Durchgangszentren für Asylbewerber
Stellungnahme Schlegel/Wartau
Die Regierung schreibt in ihrer
Antwort vom 18.04. auf unsere Interpellation, (ich zitiere) "sowohl
in genereller Hinsicht als auch in Bezug auf das Zentrum Buchserberg
waren und sind die Kontrollen wirksam und genügend".
Dazu halten wir folgendes fest:
1. Tatsache ist - wie in unserer Interpellation erwähnt
- dass Drogenhändler vom Zentrum Buchserberg aus operiert
haben und offenbar andere immer noch operieren.
2. Am 9. März sind die beiden Interpellanten mit einer Gruppe
von Anwohnern des Durchgangszentrums Buchserberg zusammen-getroffen.
Deren Schilderungen stehen in krassem Widerspruch zu den vorgängig
zitierten Aussagen der Regierung.
3. Der Regionalzeitung wurde ein interner Bericht der Kantonspolizei
(auszugsweise veröffentlicht im W&O vom 21.04.01) zugespielt,
worin es wörtlich heisst:"Asylbewerber können
sich unkontrolliert und ungehindert in der ganzen Schweiz und
den verschiedenen Zentren aufhalten. ... Eingangs- und Ausgangskontrollen
fehlen in den Zentren. Heimleitungen sind nicht in der Lage über
den Aufenthalt der Insassen oder die nächtigenden Personen
Auskunft zu geben. Dabei ist es möglich, dass straffällige
Asylbewerber ebenso unkontrolliert anwesend sind, wie auch Gegenstände
ein- und ausgeführt werden" (Zitat Ende).
Es ist nicht an uns, die gegenüber
diesem Parlament gemachte Aussage der Regierung, wonach die Kontrollen
wirksam und genügend seien, auf ihren Wahrheitsgehalt zu
überprüfen. Unsere Aufgabe als Volksvertreter ist es
aber, die tiefe Besorgnis eines grossen Teils der Werdenberger
Bevölkerung über die herrschenden Zustände der
Kantonsregierung mitzuteilen und sie zum Handeln aufzufordern.
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14.09.2001
- Das Drogenproblem in Buchs kann nur mit politischen Massnahmen
"gelöst" werden schreibt Armando Bianco,
Redaktor des W&O. Weiter heisst es, dass bezüglich des
Drogen- und Kriminalitätsproblems in Buchs die Politik gefordert
sei. Die Polizei hätte auf Grund der Drogen- und Kriminalitätsprobleme
in Buchs Mitte Juli während mehreren Tagen intensive Personenkontrolle
durchgeführten und einen Schlussbericht zu Handen der Regierung
und der oberste Etage der Kantonspolizei St.Gallen erstellt.
Von der Kapo habe er erfahren, dass eine Handvoll Asylanten mit
einem sogenannten Rayonverbot bedacht worden seien. Dieses verbiete
den betroffenen Personen, sich in bestimmten Gebieten zu bewegen,
in denen sie in krimineller Weise auffällig geworden seien.
(Die Massnahme "Rayonverbot" entstammt aus dem Bundesgesetz
über den Aufenthalt und die Niederlassung von Ausländern)
Eine Person sei in der Zwischenzeit erneut in Buchs aufgegriffen
und weggewiesen worden.
Der Polizeisprecher teile weiter mit, dass der Polizei ansonsten
weitgehend die Hände gebunden seien, die Politik müsse
aktive werden. Die Polizei könne nicht von sich aus aktiv
werden und hoffe aber, dass die eingereichten Anfragen und Interpellationen
in der Grossratssession zu Entscheidungen und einer möglichen
Lösung führten.
Wann das Fass voll sei und wieviel die Bevölkerung in und
rund um Buchs ertragen könne und müsse sei eine Frage.
Ein gewisses Mass an Belastung müsse man ertragen können
und nicht denken, dass jeder Jugendliche, der sich im Buchser
Zentrum aufhalte, zwingend mit der Drogenszene in Kontakt komme.
Meistens bestünden Probleme im sozialen Umfeld der Jugendlichen,
was die Chance auf ein Abrutschen in die Szene natürlich
erhöhe. Es handle sich um ein Problem, das nicht einfach
aus der Welt zu schaffen sei, denn wenn die Dealer und Kriminellen
erst einmal aus Buchs verschwunden seien, so tauchen andernorts
wieder auf und dort beginne das gleiche Spiel wieder von vorne.
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15.09.2001
- W&O - Jerry Gadient geht
im W&O auf die Antwort der Regierung ein (Siehe 4.9.01)
Er berichtet, dass man sich bei der Kantonsverwaltung
bei Recherchen bezüglich Massnahmen gegen das Drogenproblem
in Buchs zugeknöpft gegeben habe, wahrscheinlich weil die
Regierungsrätliche Antwort noch unterwegs gewesen sei.
Es ging um die Antwort auf zwei im Mai eingereichte Interpellationen,
in denen die Kantonsräte Paul Schlegel (Grabs), Christian
Bicker (Grabs), Heinrich Schlegel (Malans), Helmut (Kendlbacher
(Gams) und Josef Dudli (Werdenberg). Auskunft zur Drogensituation
in Buchs forderten und eine weitere Einfache Anfrage zum gleichen
Thema von Heinrich Schlegel, Christian Bicker und Bruno Etter
(Buchs), in welchen die zentrale Frage stand, was die St.Galler
Regierung gegen den grassierenden Drogenhandel vor den Augen
der Öffentlichkeit mitten in Buchs zu unternehmen gedenke.
Er zitiert die Reaktion des Buchser FDP Regierungsrates Bruno
Etter zur Antwort der Regierung:
Nach dem Durchlesen der regierungsrätlichen Antwort sei
er, Bruno Etter, ziemlich empört gewesen. Die Quintessenz
sei, dass man die Szene lieber in Buchs halte, um nirgends anders
Probleme zu bekommen. Dass die Szene in Buchs "empfindlich
gestört" worden sei, wie es in der Antwort heisse,
stimme überhaupt nicht. Nach wie vor würden mitten
in Buchs Drogen gehandelt, junge Frauen angemacht und Passanten
belästigt, die einheimische Jugend damit auch aus der Bahnhofstrasse
vertrieben. Den Kantonsräten werfe man dann vor, nichts
zu unternehmen, ärgert er sich. Um die Regierung dazu zu
bringen, in Sachen Drogenhandel mitten in Buchs doch noch Nägel
mit Köpfen zu machen, würden weitere Vorstösse
in der Septembersession des Grossen Rates gemacht. Er werde sich
nächste Woche mit weiteren Interpellanten treffen, um das
Vorgehen zu besprechen.
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26.09.2001
- Nicht zufrieden und nach wie vor besorgt seien
die Interpellanten.
Dies berichtet der W&O in einem
Artikel von Hans Jakob Reich. Er führt aus, dass die Buchser
Drogenszene weiter zu reden gebe. Die Interpellanten seien mit
der Antwort der Regierung vom 18. April, dass sowohl in genereller
Hinsicht als auch in Bezug auf das Zentrum Buchserberg die Kontrollen
wirksam und genügend seien, nicht zufrieden. Die anhaltenden
Probleme um den Drogenhandel in Buchs hätten gestern im
Grossen Rat für weiteren rechtsbürgerlichen Druck gesorgt.
In ihrer von 32 Parlamentsmitgliedern mitunterzeichneten Interpellation
hatten sich die beiden SVP-Kantonsräte Christian Bicker
(Grabs) und Heinrich Schlegel (Malans) unter anderem nach den
Kontrollen in den Durchgangszentren für Asylbewerber erkundigt.
Reich berichtet von der Stellungnahme zur Antwort der Regierung
von Heinrich Schlegel.
(Originaltext der Stellungnahme siehe 4.9.01)
Er zitierte auch Kantonsrat Paul Schlegel (FDP, Grabs) welcher
zusammen mit den beiden genannten SVP-Kantonsräten und seinem
Fraktionskollegen Bruno Etter (Buchs) zum gleichen Thema in der
Maisession eine weitere Interpellation eingereicht hatte und
nun Diskussion verlangte. Er habe nachgedoppelt: Die Problematik
sei nicht gelöst, indem man Buchs einfach als Werdenberger
Drogenzentrum anerkenne und die Bevölkerung Angstgefühle
auf die Tagesordnung nehmen müsse. Trotz vermehrter Kontrollen
der Polizei, stelle sich das Problem in Buchs bis heute unverändert
dar. Die Bevölkerung habe Angst. Der Handelsplatz sei auf
dem Rathausplatz und dort sei auch die Bushaltestelle. Weder
für Jung noch Alt sei dies eine angenehme Situation. Die
Szene spiele sich nicht im Dunkeln an einem stillen Platz ab,
sondern dort, wo unsere Bürger sich begegnen. Es gehe nicht
darum, die Szene ins nächste Dorf zu verschieben, sondern
um die Suche nach einer ganzheitlichen Lösung. Die Interpellanten
seien bereit, zusammen mit Regierung und Polizei nach Lösungen
zu suchen, an denen sich auch die Region, insbesondere die Gemeinde
Buchs beteiligen müssten.
Weiter wird berichtet, dass der Ratspräsident das Geschäft
nach diesem Votum als erledigt erklärte und eine Stellungnahme
der Regierung sowie des Buchser Gemeindepräsidenten, SP-Kantonsrat
Ernst Hanselmann, habe ausbleiben müssen. Letzterer habe
jedoch am Rande der Session gegenüber dem W&0 erklärt,
die Gemeinde Buchs sei dabei, eine Task-Force zu bilden, um nach
umsetzbaren Lösungen der Probleme zu suchen. Er hätte
aber gleichzeitig darauf hingewiesen, dass Asylbewerber, die
sich strafbar machten, nach den genau gleichen Rechtsgrundsätzen
zu behandeln seien wie jeder andere Straffällige
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24.09.2001
- Unter dem Titel "Durchgangsheim Buchserberg
schliessen !"
schreibt der W&O und berichtet,
dass die zunehmend Besorgnis erregenden Aktivitäten von
Drogenhändlern in Buchs im st.gallischen Grossen Rat gestern
zu einer weiteren Interpellation der Kantonsräte Heinrich
Schlegel (SVP, Malans), Christlan Bicker (SVP, Grabs) und Bruno
Etter (FDP, Buchs) und 42 Mitunterzeichnenden geführt habe.
Sie laute: "Meint die Regierung nicht auch, dass eine Schliessung
des Zentrums für Asylbewerber am Buchserberg zur Beruhigung
der prekären Lage in Buchs beitragen würde?"
Von den Werdenberger und Obertoggenburger Mitgliedern des Parlaments
hätten die Interpellation mitunterzeichnet: Josef Dudli
(CVP Werdenberg); Ueli Göldi (FDP, Sennwald); Heinz Habegger
(SVP, Neu St.Johann); Helmut Kendlbacher (CVP, Gams); Otto Rohner
(SVP, Sax); Paul Schlegel (FDP, Grabs) I
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Die Interpellation
im Wortlaut
Interpellation 51.01.50 Schlegel-Malans
/ Bicker-Grabs / Etter-Buchs
(42 Mitunterzeichnende)
Schliessung des Durchgangszentrums Buchserberg ?
Die Regierung hat in ihrer Antwort auf die von uns in der Maisession
eingereichte Interpellation 51.01.23 geschrieben, dass die "Drogen
handelnden Asylsuchenden zum Teil im Asylbewerberzentrum Buchserberg
untergebracht sind."
Es ist an sich erstaunlich, dass wiederum Bewohner des Durchgangsheims
Buchserberg am grassierenden Drogenhandel in Buchs beteiligt
sind. Dies umso mehr, als die Regierung bei der Beantwortung
der Interpellation 51.01.02 uns beschieden hat: "Sowohl
in genereller Hinsicht als auch in Bezug auf das Zentrum im Buchserberg
waren und sind die Kontrollen wirksam und genügend."
Offenbar ist es trotz genügender und wirksamer Kontrollen
in besagtem Zentrum nicht gelungen, gewisse Insassen von ihrem
gesetzeswidrigen Handel abzuhalten!
Die logische Konsequenz aus dieser Feststellung kann daher nur
die Schliessung des Asylbewerberzentrums am Buchserberg sein.
Da ein Zusammenhang zwischen dem Betrieb des letzteren und dem
Drogenhandel in Buchs offensichtlich ist, erscheint eine Weiterführung
des Zentrums am Buchserberg unverantwortlich.
Wir ersuchen daher die Regierung um die Beantwortung der folgenden
Frage:
Meint die Regierung nicht auch, dass eine Schliessung des Zentrums
für Asylbewerber am Buchserberg zur Beruhigung der prekären
Lage in Buchs beitragen würde?
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W&O
29.9.2001 - Leserbrief von Peter Sutter (SP-Gemeinderat Buchs)
Zentrum Buchserberg
schliessen?
Gegenwärtig sind 111 Asyl-Suchende
von 29 verschiedenen Nationalitäten im Aufnahmezentrum Buchserberg
untergebracht, darunter zahlreiche Familien mit Kindern, elternlose
Jugendliche, eine fünfköpfige, aus ihrem Heimatland
vertriebene Familie, eine Frau, die im Bürgerkrieg, von
dem ihre Heimat gegenwärtig heimgesucht wird, zwei Kinder
verloren hat, ein junger Mann, der in seinem Heimatland gegen
die Militärdiktatur protestierte und deshalb zum Tode verurteilt
wurde - dies nur einige wenige von vielen, ähnlichen Beispielen.
Nun sind offensichtlich auch einige dieser Asyl-Suchenden in
Drogendelikte verwickelt. Wie viele sind es? Laut Aussage der
Kapo St. Gallen (Werdenberger & Obertoggenburger, Ausgabe
vom 14. September) sei "nach einer mehrtägigen und
konzentrierten Aktion" der Polizei eine "Handvoll"
Asyl-Suchender in Folge "krimineller Handlungen mit einem
Rayonverbot bedacht" worden. Gemäss Angaben der Leitung
des Aufnahmezentrums Buchserberg sind von den über 100 Zentrumsbewohnern
und -bewohnerinnen lediglich 3 (!) nachweislich in kriminelle
Aktivitäten in Zusammenhang mit Drogenhandel involviert
gewesen und umgehend weggewiesen worden. Selbst wenn man davon
ausgeht, dass die Dunkelziffer um das Doppelte höher ist,
handelt es sich bei den Straffälligen in Bezug auf die Gesamtzahl
der im Aufnahmezentrum Buchserberg Untergebrachten also um eine
verschwindend kleine Minderheit.
Trotzdem verlangen nun nicht weniger als neun Werdenberger
und Obertoggenburger Mitglieder des St. Galler Kantonsparlaments
(aus den Reihen der SVP, FDP und CVP) zusammen mit über
30 Mitunterzeichnenden in einer Interpellation an die St. Galler
Regierung die Schliessung des Aufnahmezentrums Buchserberg (W&0,
Ausgabe vom 25. September)! Meinen sie das tatsächlich ernst,
oder geht es ihnen einfach um eine politische "Profilierung"
auf Kosten Schwächerer? Sollen tatsächlich über
100 Asylsuchende Männer, Frauen und Kinder, die sich korrekt
verhalten, dafür bestraft werden, dass sich einige Wenige
gesetzeswidriger Handlungen schuldig gemacht haben? Und wo soll
die überwiegende Mehrheit der sich korrekt benehmenden Asyl-Suchenden
denn hingebracht werden, wenn das Aufnahmezentrum Buchserberg
tatsächlich geschlossen werden sollte?
Ich wünschte mir, all jene, welche diese Interpellation
unterzeichnet haben, würden sich wenigstens eine Stunde
lang Zeit nehmen für ein Gespräch mit jenen Menschen,
die oft auf für uns unvorstellbar grausame und tragische
Weise aus ihrer Heimat vertrieben wurden, all ihr Hab und Gut
verloren haben oder mit ansehen mussten, wie Familienmitglieder
vor ihren eigenen Augen getötet wurden. Menschen, deren
einzige Hoffnung darin besteht, nun wenigstens eine Zeitlang
ein Dach über dem Kopf und genug Essen zu haben und ohne
ständige Angst schlafen zu können. Nach einem oder
zwei solcher Gespräche kämen sie dann vielleicht hoffentlich
nicht mehr auf so unsinnige Ideen...
Peter Sutter Buchs
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W&O
2.10.2001 - Leserbrief Dudli/Kendlbacher Kantonsräte CVP
Zentrum Buchserberg
schliessen?
Unsinniqe Ideen zur politischen
Proflierung ?
Antwort zum Leserbrief "Zentrum Buchserberg schliessen"
von Peter Sutter, Buchs, Ausgabe vom Samstag 29. September
Wir gehören zu den 42 Mitunterzeichnern der Interpollation
in Sachen Durchgangszentrum Buchserberg. Der Leserbrief des Buchser
Gemeinderates Peter Sutter fordert uns CVP-Kantonsräte zu
einer Stellungnahme heraus. Als Einleitung sei ein Beispiel erwähnt,
das zwar nicht aus dem Asylbereich stammt. Letztes Jahr wurde
durch den Kanton eine Privatschule im Sarganserland wegen eines
schlagenden Lehrers kurzerhand geschlossen. Von linker Seite
gab es keinerlei Protest dagegen, obwohl auch zahlreiche unbeteiligte
Lehrer, Schüler und Eltern mitbetroffen waren. Nicht zuletzt
dank Interventionen von CVP-Politikern aus dem Sarganserland
hat man das Problem ohne Schliessung gelöst.
Die Schliessung einer Institution bei Verstössen gegen das
Strafgesetz kann für uns CVP-Kantonsräte nur eine letzte
Möglichkeit sein, wenn alle anderen Massnahmen nicht greifen.
Die eingereichte Interpellation verlangt nicht die Schliessung
des Durchgangszentrums Buchserberg, wie Peter Sutter schreibt.
Sie ist als Frage formuliert, wenn alle anderen Massnahmen erfolglos
sind, was bis jetzt leider der Fall ist.
Zum besseren Verständnis lohnt sich ein kurzer Rückblick.
Nachdem Anfang Januar im Raum Werdenberg ein Drogenring zerschlagen
wurde, hiess es, dass von zehn Haupttätern deren sieben
von Durchgangszentren im Raum Buchs aus operierten. Im April
erklärte die Regierung: "Sowohl in genereller Hinsicht
als auch in Bezug auf das Zentrum am Buchserberg waren und -sind
die Kontrollen wirksam und genügend." Diesen Monat
schreibt sie: "Die Drogen handelnden Asylsuchenden sind
zum Teil im Asylbewerberzentrum Buchserberg untergebracht."
Offenbar ist trotz wirksamer und genügender Kontrollen der
Drogenhandel vom Buchserberg aus weiterhin möglich Nach
Aussage von Regierungsrätin Karin Keller konnte in Buchs
von über 100 kontrollierten Personen nicht einmal eine Handvoll
überführt werden. Diese Zahlen sind für Peter
Sutter Grund zur Entwarnung. Sie hat aber ebenfalls klar gesagt,
dass man daraus leider nicht schlossen könne, alle anderen
seien unbeteiligt. Tatsache ist, dass die Dealer keine Drogen
auf sich tragen und nur Bestellungen entgegennehmen, welche via
Handy weitergeleitet werden. Die Folge davon ist, dass Polizeikontrollen
nur magere oder keine Ergebnisse bringen. Wir sind uns bewusst,
dass das Drogenproblem sich nicht einfach auf die zwei Bereiche
Polizei und Asylbewerber reduzieren lässt. Für den
ganzen Problemkreis ist primär die Gemeinde Buchs zuständig.
Wir glaubten jedoch, dass unsere Forderungen nach kantonaler
Unterstützung in Sachen Polizeipräsenz und Kontrolle
der Durchgangszentren im Interesse der Gemeinde Buchs und der
Region liegen müssten. Die Reaktionen aus Buchs zeigen uns,
dass wir uns hier offensichtlich geirrt haben.
Josef Dudli, Werdenberg, Helmut Kendlbacher Gams, CVP-Kantonsräte
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W&O
2.10.2001 - Leserbrief von Bruno Etter, FDP-Kantonsrat Buchs
Drogensituation in Buchs
Wie nicht anders zu erwarten
war, versucht Gemeinderat Peter Sutter die Situation rund um
den Drogenplatz Buchs mit einem rosarot gefärbten Leserbrief
zu verharmlosen (W&0 vom 29. September). Mit einer Statistik,
die im Moment überhaupt nicht zur Diskussion steht, werden
die Interpellanten und die 42 Mitunterzeichnenden Kantonsräte
und Kantonsrätinnen auf die bekannte Art und Weise in die
Ecke der Hardliner gedrängt. Hat Peter Sutter vielleicht
- absichtlich - übersehen, dass unsere Anfrage nach Schliessung
des Durchgangszentrums Buchserberg ausdrücklich als Frage
formuliert ist und ebenso mit einer - allerdings unmissverständlichen
- Fragestellung an die Regierung endet? Auf der Suche nach Lösungsmöglichkeiten
müssen sämtliche Problemkreise, d. h. auch die bisherigen
Tabuthemen geprüft werden. In diesem Zusammenhang verweisen
wir auf die Resolution der FDP Buchs anlässlich der HV 01
(W&0 vom 1. Mai). Sie fordert, Sicherheit und Ordnung in
der Gemeinde Buchs unverzüglich wieder herzustellen. Nachdem
sich die Drogensituation in Buchs seit Mai 01 nicht entscheidend
verbessert hat, bin ich nun der Meinung, dass dringender Handlungsbedarf
besteht. Unsere Bemühungen, endlich Bewegung in diese für
Buchs und die Region unhaltbare Situation zu bringen, wurde in
der vergangenen Herbstsession von vielen Seiten gewürdigt
und begrüsst. Die Bildung einer Task-Force (Gremium mit
allen involvierten Institutionen) ist in der Zwischenzeit durch
den Gemeindepräsidenten zugesichert worden (W&0 vom
26. September). Vielleicht ist unsere Idee doch nicht so unsinnig
- es müssten sich aber alle bemühen, griffige, vollziehbare
Lösungen zu erarbeiten. Die Zeit des Aussitzens der Drogenproblematik
in Buchs ist endgültig vorbei.
Bruno Etter FDP-Kantonsrat
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3.10.2001
- Leserbrief W&O - Stellungnahme der SVP Buchs
Drogenhandel in Buchs - Die SVP
Buchs nimmt Stellung
Die Untätigkeit der Buchser
Behörden im Zusammenhang mit dem grassierenden Drogenhandel
in Buchs wird immer unerträglicher. Konnte man als erste
Reaktion aus dem Rathaus hören, dass das Pärkli neben
dem Rathaus öffentlicher Raum sei und sich dort jeder frei
bewegen könne, so liest man zu diesem Thema neuestens von
einem Buchser SP Gemeinderat, dass jene, welche sich bezüglich
Überwachung des Asylantenheimes Buchserberg Gedanken machen
bloss politisches Kapital schlagen wollten. Wir fragen uns, was
eine Politik des Zusehens und Verdrängens wohl bringt.
Als Massnahme hat die Gemeinde bisher einen Spritzenautomaten
beim Rathaus installiert. Dies hat zum Schutze der Süchtigen
sicher seine Berechtigung. Die daneben liegende WC-Anlage wurde
hingegen mit Blaulicht ausgestattet, damit sich dort ja keiner
eine Spritze setzen kann. Die Buchser Geschäfte, welche
öffentliche WC's haben, können jetzt gebrauchte Spritzen
entsorgen und die Blut verspritzen Wände reinigen.
Dass sich die Szene weiterhin ausbreitet und sich Drogensüchtige
aus der ganzen Region mittlerweilen in Buchs mit Stoff eindecken,
ist aber nicht nur das Resultat von untätigen Behörden,
sondern es sind auch die ungenügenden Möglichkeiten
von Justiz und Polizei.
Justiz und die Polizei stehen vor dem Problem, dass es Länder
gibt, welche ihre eigenen Leute nach einer Ausweisung aus der
Schweiz nicht aufnehmen wollen. Zudem fehlen Gesetze in der Schweiz,
welche z.B. eine Internierung von solchen kriminellen Wiederholungstätern
zulassen würden.
So kommt es auch in Buchs immer wieder vor, dass Polizisten welche
Verdächtige oder bereits verurteilte Drogenhändler
kontrollieren, durch diese verhöhnt werden. Die Dreistigkeit
und die Gefahr, welche von Elementen ausgeht, die keinen Strafvollzug
befürchten müssen, wird ständig grösser.
Die von der Regierung getroffenen Massnahmen (Polizeikontrollen,
Rayonverbote etc.) wirken praktisch nicht. Der Handel blüht
nach wie vor. Ist ein Händler kurzfristig aus dem Verkehr
gezogen oder weggewiesen, so ist bereits der nächste auf
der Anreise.
Unbestritten ist, dass nicht jeder, welcher den halben Tag vom
Bahnhof bis zum Seeli herumhängt, telefoniert, Leute anmacht
und eine dunkle Hautfarbe hat, gleich ein Drogenhändler
sein muss.
Trotzdem wurden bereits mehrere solche Personen des Drogenhandels
überführt.
Unbestritten ist, dass die meisten Drogenhändler sich bisher
als Asylanten in die Schweiz geschmuggelt haben, oder hier in
das lukrative Geschäft eingestiegen sind. Dies wird offenbar
von einigen Politikern mit Achselzucken hingenommen. Diese stimmen
aus politischen oder menschenrechtlichen Gründen gegen Repressionen
oder betrachten wirksamere Kontrollen von Asylantenheimen aus
personellen Gründen als nicht durchführbar.
Bei der St. Galler Regierung wurden bereits einige Interpellationen
und Anfragen eingereicht. Der W&O informierte ausführlich
darüber. Die letzte Interpellation zu diesem Thema zirkulierte
im Grossen Rat, wurde von 40 Parlamentariern verschiedener Parteien
unterzeichnet und eingereicht. Wir fragen uns, weshalb die Unterschrift
des Buchser Gemeindeammannes fehlte.
Der Buchser Gemeindeammann wurde vom Chef der Kantonspolizei
aufgefordert etwas zu unternehmen und eine Task Force zu bilden.
Angesichts der Umstände muss man sich fragen, was er mit
einer solchen Task Force erreichen wird, wenn er politisch dafür
nicht motiviert ist.
Die SVP Buchs ist nicht gegen die Aufnahme von echten, in lebensbedrohliche
Lagen geratene Asylsuchende. Sie kämpft aber dafür,
dass die Buchser Bevölkerung vor kriminellen Elementen aus
diesen Reihen wirksam geschützt wird. Wir rufen daher alle
Buchser Politiker auf, rasch etwas zu unternehmen.
An einem lukrativen Drogenumschlagplatz werden nicht nur bestehende
Kunden beliefert, sondern es wird in dieser Szene ständig
nach neuen Kunden gesucht und Jugendliche auf perfideste Art
verführt oder hineingezogen.
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8.10.2001
- Leserbrief des Ortsgemeindepräsidenten This Schwendener
Durchgangszentrum Buchserberg
schliessen?
Der W&0 zitiert am 25. September eine weitere Interpellation
von 42 Parlamentariern im Zusammenhang mit der Drogenhandelszene
in Buchs.
Die Unterzeichner stellen der Regierung eine Frage: Meint die
Regierung nicht auch, dass eine Schliessung des Zentrums für
Asylbewerber am Buchserberg zur Beruhigung der prekären
Lage in Buchs beitragen würde?
Sie geben darauf auch gleich die Antwort: Offenbar ist es trotz
genügender und wirksamer Kontrolle in besagtem Zentrum nicht
gelungen, gewisse Insassen von ihrem gesetzeswidrigen Handel
abzuhalten. Die logische Konsequenz aus dieser Feststellung kann
daher nur die Schliessung des Asylbewerberzentrums am Buchserberg
sein.
Ich möchte mich nicht in den Parteienstreit um das aufgewärmte
Stammtischthema über Asylbewerber und Drogenszene einmischen,
frage aber die Werdenberger Kantonsräte: Und dann das Zentrum
Eichlitten am Gamserberg oder jenes in Rüthi?
Die Schwarzen, welche man im Visier hat, benützen häufig
Postauto und Rex mit diesen Destinationen; sie werden auch auf
dem Rastplatz Werdenberg an der A 13 ausgeladen resp. wieder
aufgenommen.
Die Dealer haben übrigens nicht nur Asylantenstatus, so
wie die Drogenkonsumenten nicht nur unsere Jugendlichen sind.
Vereinfachungen und Pauschalisierungen sind zwar mehrheitsfähige
Mittel, aber deswegen noch lange nicht die Wahrheit.
Als Vermieter des Aufnahmezentrums Buchserberg weiss ich, dass
seit 1991 die Welt am Berg nicht mehr ganz dieselbe ist, aber
man kann recht gut damit leben.
Auch ohne Zentrum wird ein Berg mit Autostrassen, Restaurants,
Tourismus, Ferienhäusern, Alpbetrieb, Freizeitaktivitäten
etc. nie ein heiler Berg bleiben. Das Zentrum jedoch ist sehr
gut geführt, viele Insassen sind arbeitswillig und beweisen
das immer wieder mit Frondienst-Leistungen in Wald und Weide.
Etwas anderes sind die gesetzlichen Grundlagen, die fehlenden
Mittel, in einem Objekt 100 Bewohner und Bewohnerinnen dauernd
zu überwachen und sie in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken
oder sie sinnvoll zu beschäftigen.
Wenn dies rechtsstaatlich nicht möglich ist, dann ist die
Schliessung eines Ärgernisses sicher nicht die Lösung,
sondern lediglich eine Verlagerung nach dem St. Floriansprinzip.
Gemäss Justiz und Polizei sind aus dem Zentrum am Buchserberg
nur sehr wenige Personen in den momentan von Schwarzen geprägten
Drogenhandel involviert.
Die Delinquenten werden zur Rechenschaft gezogen. Ich bin überzeugt,
würde das Zentrum Buchserberg nach dem Willen der Interpellanten
für eine bestimmte Zeit geschlossen, dieselben Politiker
würden mit derselben logischen Konsequenz behaupten: Die
Drogenszene in Buchs hat sich offensichtlich dank Schliessung
des Zentrums stark beruhigt. Wir dürfen stolz sein auf unser
erreichtes Ziel.
Ich gebe zu, für den Vermieter des Kurhauses ist die Nutzung
als Aufnahmezentrum durch den Kanton eine gute Sache; wie die
Erfahrung zeigt, der einzig mögliche Verwendungszweck.
Das Verhältnis mit dem Kanton ist korrekt, die Mietbedingungen
sind fair. Wenn die Interpellanten die Schliessung erreichen
sollten, dann werden einige bereit sein, eine Aktionärsgruppe
zur Rettung des Gastrobetriebes Kurhaus auf die Beine zu stellen,
mit öffentlicher Hilfe, versteht sich.
Etwas mehr Besonnenheit in dieser komplexen Sache würde
ich mir wünschen.
This Schwendener Präsident OG Buchs
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15.10.2001
- Pressemitteilung W&O
In einer kurzen Pressemitteilung
orientiert der W&O über die Bildung einer Task-Force.
Gemäss Auskunft des Gemeindeammannes
von Buchs, Ernst Hanselmann, wird in Buchs jetzt eine Task-Force
zum Thema Drogenhandel in Buchs gebildet. Die "Kampfgruppe"
(v. engl. übersetzt) soll aus Vertretern von Behörden,
Regierung, Kantonsrat, Polizei, Sozialdienste und Gewerbe bestehen
und Lösungen zum leidigen Problem suchen.
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17.11.2001
- W&O Titelseite: Arbeitsbruppe Sicherheit wieder aktivieren
W&O
Buchser Task Force hielt ihre erste
Sitzung ab
Kuno Bont, Chefredaktor des
W&O berichtet über die Orientierung des Buchser Gemeindeammannes
Ernst Hanselmann. Neben einer breitgefächerten Auslegeordnung,
welche an der Sitzung der Task-Force über die Problematik
gemacht worden sei, hätte man sich entschlossen die Arbeitsgruppe
"Sicherheit" wieder zu aktivieren. Diese Arbeitsgruppe
sei vor drei Jahren mit Mitgliedern der IGEB und der Gemeinde
gegründet worden, um das Problem der Homeboys in den Griff
zu bekommen, welche damals die Strassen von Buchs verunsicherten.
Hanselmann erklärte, dass erkannt wurde, dass Massnahmen
nötig seien um das subjetive Empfinden von Angst abzubauen.
Ein rein repressives Vorgehen löse das Kernproblem jedoch
noch nicht, sondern es müsse gesamtheitlich angegangen werden.
Von der Arbeitsgruppe erwarte er, dass rasch und effizient Fortschritte
gemacht würden.
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17.11.2001
- Pressemitteilung W&O
Kanton gegen Schliessung des Durchgangszentrums
Buchserberg.
Auf der "dritten Seite"
des W&O berichtet Kuno Bont über die Antwort der Regierung
auf die Interpellation Schlegel/Etter/Bigger.
Die unbefriedigende Situation in Buchs könne nicht auf das
Zentrum für Asylsuchende am Buchserberg reduziert werden.
Die Zentrumsgemeinde habe auch gewisse negative Auswüchse
in Kauf zu nehmen, schreibe die Regierung einmal mehr und betont,
dass es nicht zum Ziel führen würde, wenn das Asylzentrum
geschlossen würde. Notwendig sei vielmehr, das Problem mittels
der eingesetzten Task-Force zu untersuchen. Dort wirkten u.a.
auch die Kantonspolizei, Staatsanwaltschaft, Ämter für
Soziales und Gesundheit neben betroffenen aus Gewerbe und Politik
mit.
Diese Task-Force hatte am Mittwoch getagt und dem Buchser Gemeindeammann
beantragt, die Arbeitsgruppe "Sicherheit" wieder zu
aktivieren. Unter anderem wurde auch ein verstärkter Schutz
von Jugendveranstaltungen durch Sicherheitspersonal diskutiert.
Ebenso könne die "Kommission für interkulturelles
Zusammenleben" einen Beitrag zur Entschärfung der Problematik
beitragen.
Die Kantonsregierung zieht in Betracht
den Eichlitten-Vertrag nicht zu erneuern !
Dies schreibt die Regierung in der Antwort an die Interpellanten
Schlegel-Etter-Bicker und gibt zu, dass es trotz entsprechenden
Kontrollen in Zentren für Asysuchende zu Problemen wegen
Drogen und Drogenhandel kommen könne. Es hätte jedoch
keine nachhaltige Wirkung, das Durchgangszentrum Buchserberg
zu schliessen. Die St. Galler Regierung zieht es jedoch in Betracht,
den Vertrag mit der Direktion für Soziales und Sicherheit
des Kantons Zürich, die das Durgangszentrum Eichlitten in
Gams betreibt, nicht mehr zu verlängern.
In diesem Heim sind derzeit ca. 80 Asylbewerber des Kantons Zürich
und ca. 20 von St. Gallen untergebracht.
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30.11.2001
- Mitteilung des Gemeinderates Buchs
"Im Sommer 2000 ist die Arbeitsgruppe
'Sicherheit im Zentrum' aufgelöst worden. Die Arbeitsgruppe,
welcher Vertreter der Polizei, der IGEB und des Gemeinderates
angehörten, erachteten ihre Aufgabe als erfüllt und
sahen zum damaligen Zeitpunkt keinen weiteren Handlungsbedarf.
Aktuelle Vorkommnisse rund um das Rathaus, zunehmend aber auch
im Bereich der Bahnhofstrasse, fordern weitere Massnahmen. Der
Gemeinderat hat auf Anraten der sogenannten Task-Force, die sich
aus verschiedenen Interessenvertreter zusammensetzte, die Arbeitsgruppe
'Sicherheit im Zentrum' reaktiviert. Der Arbeitsgruppe gehören
Guido Crescenti (Gemeinderat; Vorsitz), Robert Eberle (Kantonspolizei),
Bruno Etter (Kantonsrat), Robert Keusch (IGEB), Fredi Morgenthaler
(Soziale Dienste Werdenberg), Stephan Reutegger (Gemeindepolizei)
und Peter Sutter (Gemeinderat) an."
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08.03.2002
- Was tut die Arbeitsgruppe Sicherheit ?
Gemeinderat Peter Sutter, Mitglied
der Buchser Arbeitsgruppe Sicherheit, bedauert in seinem Leserbrief
vom 5. März die Inakzeptanz gegenüber Schwarzafrikanern
in Buchs. Ist dies die lange erwartete Stellungnahme der Gemeinde
in Bezug auf den Drogenhandel in Buchs? Offensichtlich sind in
einer Arbeitsgruppe Personen, welche grundsätzlich nur mit
rosaroter Brille durch die Landschaft spazieren und Probleme
Ignorieren oder wegzudiskutieren versuchen. Dass unter den Schwarzafrikanern
noch immer Drogenhändler ungeniert und öffentlich an
der Bahnhofstrasse ihr Business betreiben, ist unbestritten und
kann täglich beobachtet werden. Dass in unsere Asylantenheime
solche kriminellen Elemente eingeschleust werden und sich dort
aufhalten, gibt Peter Sutter In seinem Leserbrief vom 29. September
2001 selber zu. Es wäre dringend notwendig, dass die Gemeinde
über den Stand der Dinge in Sachen Drogenhandel und die
getroffenen Massnahmen informieren würde. Nur wenn die Angst
wegen Dealern und Beschaffungsdelikten verschwindet, wird auch
die Angst gegenüber den Fremden verschwinden.
SVP Buchs
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13.03.2002
- W&O - Jeder rennt wenn die Polizei kommt
So beschreibt ein Dealer aus der
Karibik das Katz- und Maus-Spiel mit den Gesetzeshütern.
Er selbst sei nur ein Laufbursche, der sich täglich in Buchs
aufhält. Die Dealer in Buchs seien perfekt organisiert.
"Mit einem scheinheiligen Grinsen im Gesicht und unterschwellig
stolz" gibt er dem Redaktor des W&O. Auskunft wie man
sich nicht erwischen lassen soll und der Polizei die Hände
gebunden seien. Das gerade durch die Bahnhofstrasse fahrende
Polizeiauto beeindruckt nicht, denn man sei gut organisiert und
ein paar Telefonanrufe lasse die Szene in die Seitengassen verschwinden.
Was der Redaktor beobachtet ist alltäglich: durchdacht und
unbehelligt werden Deals abgewickelt. Ein Auto hält am Strassenrand,
ein Hupen oder Lichtzeichen genügt als Erkennungszeichen,
der Dealer tritt an das Auto heran, übergibt die Ware durch
das Hinterfenster, der Fahrer drückt aufs Pedal und macht
sich aus dem Staub. Bahnhofstrasse auf und ab sieht man Dealer
und Abnehmer für Augenblicke in Seitengassen verschwinden.
Vorsichtig sind die Händler, der Dealer läuft voraus,
der Konsument folgt diesem im Gänsemarsch in eine Seitengasse,
wo der Handel abgewickelt wird.
Im Angebot sind von Marihuana und Pillen bis Heroin und Kokain.
Letzteres ist anscheinend der Verkaufsrenner. Dem Redaktor wird
während seinem ziellosen "Spaziergang" durch die
Bahnhofstrasse mehrmals in kurzen Abständen Kokain angeboten
und auf ihn eingeredet. Ein Dealer versucht ihm den Stoff mit
aller Überredungskünsten aufzuschwatzen. "Probier
doch, der weisse Stoff (Kokain) ist eine tolle Stimulation für
deinen Kopf". Als er abblitzt meint er "Das einzige,
was du hier von einem Nigger (Zitat!) haben kannst, ist der weisse
Stoff". Der Dealer macht eine offensichtliche Handbewegung,
führt seine rechte Hand zu seinem linken Unterarm und blickt
ihm auffordernd in die Augen.
Nur die wenigsten hätten ihren "Wohnsitz" in Buchs
oder Umgebung, erklärt der Dealer, die meisten reisen auf
eigene Faust oder organisiert aus dem In- und Ausland an. Auch
wenn sie sich jeden Tag mehrere Stunden in Buchs aufhalten, kennen
sie eigentlich nur die Bahnhofstrasse, die Seitengassen und das
Gebiet beim Werdenbergersee. Ganz in der Nähe wird ein Dealer
beobachtet wie er sein Hosenbein hochzieht, etwas aus seiner
Socke zieht und einem Käufer in die Jackentasche steckt.
Hat der Dealer den Stoff nicht dabei, ruft er einen "Kurier"
via Natel herbei. Einige der Dealer haben ihre "Handlanger".
Andere führen die Käufer zu einem Versteck, wo die
Drogen in Plastiksäcken gelagert sind.
Als Fazit stellt der Redaktor fest, dass ihm während einem
"normalen" Spaziergang von etwa einer Stunde durch
die Buchser Bahnhofstrasse mehrmals Kokain und andere Drogen
angeboten werden. Ebenso viele Male konnte er beobachten, wie
andere Personen angesprochen werden. Das sei schon fast ganz
normaler Alltag in der Bahnhofstrasse Buchs, wo früher Jung
und Alt auch nach Einbruch der Dunkelheit flanierten und plauderten.
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13.03.2002
- W&O Interview mit dem Buchser Gemeindepräsidenten
Drogenszene nicht dramatisieren
Der Buchser Gemeindeammann Ernst
Hanselmann beantwortet Fragen des Redaktors Paul Schawalder.
Auf die Frage nach der aktuellen Situation
meint der Gemeindeammann, dass ein Teil der Asylsuchenden aus
Afrika als Endverkäufer von Drogen agiere. Dieser Teil mache
Sorgen.
Auf die Frage, "weshalb treten Sie nicht schneller, konsequenter
und entschlossener auf", weist er auf die Zuständigkeit
der Polizei hin.
Auf die Frage, ob er über Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz
einfach hinwegsehe weist er erneut auf die Zuständigkeit
der Polizei hin und stellt fest, dass die Drogenhändler
jetzt nicht mehr im Rathauspärkli seien. Man müsse
dort ansetzen, wo die Drogen herkämen.
Auf die Frage nach der Tätigkeit der Sicherheits Kommission
meint Hanselmann, dass diese jetzt einen Antrag an den Gemeinderat
gestellt habe, wolle aber keine Auskunft darüber geben,
weil die Beratung erst am kommenden Montag im Gemeinderat stattfinde.
Auf die Frage nach der Informationspolitik der Gemeinde
findet es der Gemeinderat nicht nötig jetzt öffentlich
Stellung nehmen in einer Situation, wo "die wildesten Rundumschläge
stattfinden".
Auf den Vorwurf, der Gemeindepräsident bagatellisiere
die Lage und mache nichts meint Ernst Hanselmann:
"Den Vorwurf weise ich zurück und glaube, dass die
aufgebrachten Mitbürger echte Betroffenheit manifestieren,
aber mit der Betroffenheit nicht umgehen können. Wir haben
doch ein Restrisiko zu tragen, wenn wir Asylanten in unserer
Region aufnehmen." Er weist dann darauf hin, dass er viel
für die Integration von Ausländern, die Jugend und
Freitzeitgestaltung mache und Buchs eine liberale Einbürgerungspolitik
habe.
Auf den Schutz der Jugend und Bevölkerung befragt, meint
Hanselmann, dass dies ein soziales Problem und vor allem das
Elternhaus zuständig sei, dass die Kinder nicht in die Drogenkreise
gelangen.
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14.-16.03.2002 W&O Die Leserbriefe häufen
sich ...
Verschiedene Leserbriefe zeigen,
dass die Volksseele kocht ! Der Gemeinderat wird aufgerufen etwas
zu tun.
14.3.02
Walter Tanner reagiert auf Leserbriefe von Frau E. Schwendener
und Gemeinderat und Lehrer Peter Sutter, welche die Ausschaffung
von abgelehnten Asylbewerbern bedauerten und das Problem herunterspielten.
Diese wollten Situation in Buchs nicht erkennen und sähen
nicht, dass eine grenzenlose Einwanderung keine Probleme löse.
Er weist darauf hin, dass mehr für die Bevölkerung
in den Heimatländern zu tun sei. Die EU müsse viel
mehr machen, in der Schweiz lebten bereits 20% Ausländer.
Er fordert die Instanzen auf, endlich etwas zur Beseitigung der
Misstände wie Drogenhandel, Asylmissbrauch etc. zu tun.
14.03.02
Bruno Etter, Kantonsrat FDP und Mitglied der Arbeitsgruppe Sicherheit
fühlt sich vom Leserbrief der SVP "Was tut die Arbeitsgruppe
Sicherheit" (siehe 8.3.02) angegriffen und holt zu einem
Rundumschlag gegen die SVP aus. Der Arbeitsgruppe seien die Missstände
bewusst und sie wolle der Buchser Bevölkerung das Sicherheitsgefühl
wieder zurückgeben.
14.03.02
Die FDP Buchs und Werdenberg wehrt sich gegen die Verharmlosung
seitens der Behörden. Sie fordert praktische Massnahmen
wie Sicherheitsdispositiv, Zusammenarbeit mit anderen Regionalen
Behörden, Druck auf Regierung und Polizei, vermehrtes Aussprechen
von Rayonverboten für straffällige Asylbewerber und
Einmietung von Polizeikräften.
15.03.02
Mit oder gegen Bevölkerung? - Heinz Staub wirft dem Gemeinderat
im Zusammenhang mit seiner Untätigkeit in Sachen Drogenhandel
und dem Gemeindepräsident Hanselmann bezüglich seinem
Interview im W&O vor, dass sie die Bevölkerung nicht
ernst nehmen, anhaltende Verschleppungspolitik zu betreiben,
und mangelnden politischen Willen zeigten. "Herr Hanselmann,
die Bevölkerung erwartet von Ihnen nun endlich Taten und
keine Worte mehr" .. man solle sich auf die Nöte der
Bevölkerung konzentrieren und nicht auf Gratisparkplätze
an der Schulhausstrasse für privilegierte Anwohner; dies
bringe nur neue Gefahren.
15.03.02
Christa Wagner schreibt, dass Buchs kein Problem mit Schwarzen,
aber ein Drogenproblem habe. Sie wäre schon von Drogenhändlern
belästigt und angepöbelt worden und die Attraktivität
der Bahnhofstrasse habe abgenommen. Man können gut mit Ausländern
leben, aber man solle sich halt wie in Zürich, NY, Düsseldorf
etc. an die Arbeit machen und die Drogen- und Gewaltkultur mittels
Städtemarketing in den Griff bekommen.
15.03.02
Ein weiterer Leserbrief weist darauf hin, dass Buchs schon lange
ein Problem habe. Es würden junge Erwachsene hervorgebracht,
welche Drogen konsumierten.
16.03.02
Thomas Schwendener meint, dass eine Bedrohung konstruiert werde.
Der Ruf nach Internierungslager für straffällige Asylbewerber
sei die falsche Richtung. Er meint, dass die SVP mit Serien von
Leserbriefen das Problem verschärfe und antwortet Jürg
Dommer CVP bezüglich Herumlungern von Drogenhändlern
auf der Bahnhofstrasse, dass man die Asylbewerber arbeiten lassen
sollte, da es diesen sonst langweilig werde. Er bezichtigt die
Ladenbesitzer, sie würden von Billigarbeitskräften
profitieren. (Anmerkung der Red: 1 Brief der SVP seit Oktober
01 erschien am 8.3.03 )
16.03.02
Felix Graf bemängelt die Stellungnahme der FDP, welche stärkste
Fraktion im Gemeinderat sei. Es seien wenigstens Teillösungen
der Buchser Drogenprobleme anzugehen.
16.03.02
Karl Bren meint in seinem Leserbrief, dass die Bevölkerung
von den Behörden alleine gelassen werde. Niemand sei für
die Probleme zuständig und er frage sich ob die Bevölkerung
selbst die Sache in die Hand nehmen müsse.
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15.03.2002
W&O
startet Informationskampagne (Texte bei W&O erhältlich)
15.03.2002 Höchste Polizeidichte
- hohe Erfolgsquote
Der W&O berichtet über die verstärkten Einsätze
der Polizei in Buchs
Die Kantonspolizei gibt Kuno
Bont, Chefredaktor des W&O Auskunft über ihre Tätigkeit
und Erfolge in Buchs. So seien 2001 775 Drogenvergehen registriert
worden. Vermehrt würde zivile Kontrollen durchgeführt,
grössere Verfahren seien im Gange und ein Dealer auf Drahtzieherebene
sei in Haft. Die Lücken im Handel würden aber schnell
wieder geschlossen. Die Resourcen der Polizei reichen nicht aus
und genügend Geld sei auch nicht zur Verfügung um noch
mehr präsent zu sein. Das Problem sei sehr vielschichtig.
Repression sei nur ein möglicher Ansatzpunkt um die Drogenszene
in den Griff zu bekommen.
16.03.2002 Die Polizei macht ihren,
wir machen unseren Job.
Kuno Bont, Chefredaktor des
W&O befragte Thomas Wieland, Amt für Soziales, welcher
für die Druchgangszentren zuständig ist.
85% der polizeilichen Ermittlungen an der Bahnhofstrasse Buchs
betreffen Bewohner der drei Druchgangszentren Buchserberg, Rüthihof
und Eichlitten. Einige hätten eine verfügte Ausgrenzung
von anderen Kantonen. Wieland: es kommen mehr junge Asylbewerber
als Familien wie früher. Diese verfallen eher in Delinquenz.
Die Zentren seien keine Gefängnisse, ausserhalb könne
sich jeder frei bewegen. Drogen würden nicht in den Zentren
gebunkert. Die Zentren würden kontrolliert und Verdächtige
an die Polizei gemeldet. Die Mehrheit der Asylbewerber machen
keine Probleme und sind an der Zusammenarbeit mit Polizei und
Justiz interessiert.
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20.03.2002
W&O Drogendealer und Sicherheit - öffentlicher Anlass
wird angekündigt
W&O Redaktor Heini Schwendener
stellt fest, dass der Drogenhandel in Buchs die Gemüter
schon seit Monaten erhitze. Er berichtet von Gemeindeammann Ernst
Hanselmann, dass der Gemeinderat mit der Bevölkerung den
Dialog suchen und dafür plädieren wolle, dass die Situation
"realistisch betrachtet" werde. Mit dem Einsatz von
Securitas-Leuten (der Gemeinderat hat 50'000 Fr. dafür bewilligt)
soll das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung, Kunden
und Geschäftsleuten und Angestellten Rechnung getragen werden.
An einer Veranstaltung soll für Information gesorgt, um
Verständnis für Behörde geworben und zum Ausdruck
gebracht werden, dass gegen den offenen Verkauf von Drogen "mit
aller Härte" durchzugreifen sei.
Die Gemeinde könne nicht gegen den Drogenhandel vorgehen,
dies sei Sache der Polizei, welche bereits einen ausserordentlichen
Einsatz leiste. Es soll aber vermieden werden, dass die Stimmung
nicht in Rassismus ausarte. An die Bevölkerung appelliert
Hanselmann, dass sie das Feld nicht denen überlassen solle,
welche man in der Bahnhofstrasse nicht haben wolle.
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22.03.2002
E-Mail an das EJPD
From: NEUHOF Jürg Schwendener <mailto:neuhof@catv.rol.ch>
To: infol@gs-ejpd.admin.ch <mailto:info@gs-ejpd.admin.ch>
Sent: Friday, March 22, 2002 10:53 AM
Subject: Drogenhändler in Buchs SG
Sehr geehrte Frau Bundesrätin Metzler
In Buchs SG haben wir ein Problem mit Drogenhändlem,
welche zum grossen Teil aus Afrika stammen. Auf der Strasse werden
offen harte Drogen verkauft wie Maroni. (Bericht DRS Aktuell
vom 20.3.2002, die Volksseele kocht)
Die von der Polizei festgestellten Händler
sind nachweislich zu 85% in Asylantenheimen in Buchs SG, Mols
SG, und Garns SG untergebracht und ebenfalls zum grössten
Teil wegen Drogendelikten vorbestraft. Teilweise stammen sie
aus anderen Kantonen, wo sie Rayonverbot haben.
Das Problem ist gemäss Aussage der
Polizei und Justiz, dass es sich um Asylbewerber handelt, welche
ohne Papiere in die Schweiz einreisen, falsche Angaben über
Namen und Staatsangehörigkeit machen und deshalb nicht ausgewiesen
werden können.
Sie landen also nach kurzen Strafaufenthalten inuner wieder am
gleichen Ort und betreiben mit einer ausserordentlichen Arroganz
den Drogenhandel weiter. Polizei und Justiz in unserer Region
sind frustriert.
Frage:
Ist es tatsächlich wahr, dass keine Möglichkeit besteht
diese (Wiederholungs-) Straftäter rasch aus dem Verkehr
zu ziehen ?
Frage:
Müssen wir in unserem Rechtsstaat ohnmächtig zusehen,
wie dieser ausgenutzt wird?
Frage:
Was gedenken Sie gegen die Missstände zu tun ?
Durch die bestehenden Tatsachen wird die
Fremdenfeindlichkeit massiv ungeheizt und Rufe nach Selbstjustiz
wurden schon gehört.
Am 27. 3. findet in Buchs eine Orientierung
der Gemeinde statt
Besten Dank für Ihre Angehende Antwort.
Mit freundlichen Grüssen
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27.03.2002
E-Mail Antwort des EJPD
Von: <Claudia. imhasly@gs-ejpd.admin.ch>
An: <neuhof@catv.rol.ch>
Gesendet: Mittwoch, 27. März 2002 16:34
Betreff: Drogenhändler Buchs SG
Sehr geehrter Herr Schwendener
Wie bereits telefonisch mitgeteilt, sende ich Ihnen die gewünschten
Informationen zu Ihrem Anliegen betreffend Drogenhändler
in Buchs:
Es kommt immer wieder vor, dass Asylsuchende
vor dem Einreichen des Asylgesuches ihre Reise- und Identitätsdokumente
verstecken oder zerstören. Sie wissen, dass sie bei einer
Ablehnung ihres Asylgesuches den Vollzug der Ausweisung stark
erschweren, da kein Staat bereit ist oder dazu gezwungen werden
kann Personen ohne Belege für ihre Staatsangehörigkeit
einreisen zu lassen. Häufig wird der dadurch erreichte
verlängerte Aufenthalt in der Schweiz zur Ausübung
krimineller Machenschaften benützt. Auch der Drogenhandel
zählt dazu.
Wird bei einer asylsuchenden Person entdeckt,
dass sie mit Drogen handelt oder solche konsumiert, so ergeht
eine schriftliche Mitteilung an das Bundesamt für Flüchtlinge,
welches Asylgesuche von straffälligen Personen prioritär
behandelt und diese einem schnellen Abschluss zuführt.
Der im Anschluss an ein durchgearbeitetes
Asylverfahren folgende Vollzug der Wegweisung fällt ausschliesslich
in die kantonale Hoheit. Bei den Rückführungen
von ausländischen Personen in ihre Herkunftsländer
sind die Aktivitäten des Bundes bzw. des Bundesamtes für
Flüchtlinge gemäss Gesetz lediglich unterstützender
Natur und beinhalten Dienstleistungen im Bereich der Organisation,
der Ausbildung und der Koordination der Rückreisen.
Das Bundesamt für Flüchtlinge ist sich dennoch der
Problematik des Drogenhandels durch Asylsuchende vollumfänglich
bewusst und versucht ihr durch verschiedene nachfolgend aufgeführte
Massnahmen Rechnung zu tragen:
Vor dem Vollzug der Wegweisung müssen
bei den Botschaften oder Konsulaten der Heimatstaaten von Asylsuchenden
Reisepapiere organisiert werde. Wenn die Wegzuweisenden dabei
nicht kooperieren, haben die Fremdenpolizeibehörden aber
oft grosse Mühe, diese Dokumente zu erhalten. Es besteht
die Möglichkeit, wissenschaftliche Sprach- und Schriftanalysen
zu erstellen, um die Herkunft der Betreffenden zu eruieren und
die diplomatischen Vertretungen des so ermittelten Heimatstaates
zur Rückübernahme dieser Personen zu bewegen. Auch
das Anfang 1995 eingeführte Bundesgesetz über Zwangsmassnahmen
im Ausländerrecht schafft bessere Voraussetzungen, um Missbräuche
zu verhindern. Es erlaubt bei fehlender Mitwirkung bei der Papierbeschaffung
oder bei Anzeichen für ein Untertauchen eine Ausschaffungshaft
bis die Wegweisung vollzogen werden kann. Die Höchstdauer
der Ausschaffungshaft ist auf neun Monate begrenzt.
Probleme bei der Beschaffung von Ersatzreisepapieren
entstehen nicht nur durch das Verhalten abgewiesener Asylsuchender
sondern häufig auch durch den fehlenden Kooperationswillen
ausländischer diplomatischer Vertretungen. Auf Ersuchen
der Kantone hin intervenieren in solchen Fällen das Bundesamt
für Flüchtlinge oder der Koordinator für internationale
Flüchtlingspolitik des Eidgenössischen Departementes
für Auswärtige Angelegenheiten.
Einzelne Staaten weigern sich grundsätzlich,
abgewiesene Asylsuchende wieder aufzunehmen. Hier helfen nur
Verhandlungen auf hoher Ebene oder die Androhungen von Sanktionen
weiter. Solche Interventionen haben mehr Gewicht, wenn sich mehrere
betroffene Asylstaaten zusammenschliessen und ihre Aktionen koordinieren.
Die Behörden des Bundes und der Kantone
unternehmen grosse Anstrengungen um unkooperative abgewiesene
Asylsuchende wieder in ihre Heimatländer zurückzuführen.
Sie sind nicht machtlos, haben aber gerade bei Rückführungen
mit vielfältigen Hindernissen zu kämpfen.
Nachfolgend eine Übersichtsliste der
Unterstützungsleistungen, welche das Bundesamt den Kantonen
als Hilfe bei der Organisation des Vollzuges abgewiesener Asylsuchender
anbietet:
Papierbeschaffung
* Schriftliche Anfragen und Anträge bei Vertretungen der
Herkunftsländer Heimatstaaten (Art. 2 Abs. 1 VVWA)
* Vorsprache bei ausländischen Vertretungen (Art. 2 Abs.
2 VVWA)
* Interventionen beim EDA bei Problemen mit ausländischen
Vertretungen oder Behörden (z.B. Verweigerung der Rückübernahme;
Art. 6 Abs. 2 VVWA)
Botschaftszuführungen
* Terminierung der Vorsprachen/Zuführungen (Art. 8 VVWA)
* Anwesenheit bei der Zuführung
* Verhandlungen mit Konsularbeamten im Rahmen der Papierbeschaffung
(Art. 2 Abs. 2 VVWA);
* Logistische Unterstützung bei Gruppenbefragungen (z.B.
Sri Lanka, Angola)
Identitätsabklärungen
* Anordnung und Durchführung von Sprach-, Text- und Länderanalysen
(Art. 3 Abs. 2 VVWA),
* Durchführung von Interviews (Art. 3 Abs. 2 VVWA)
* Abklärungen durch die schweizerischen Vertretungen in
den Herkunfts-, Heimat- oder Drittstaaten
* Abklärungen bei den anderen europäische Aufnahmestaaten,
insbesondere den Nachbarländern (z.B. Daktyloskopie-Vergleiche);
Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.
Mit freundlichen Grüssen
Claudia Imhasly
Informationsdienst EJPD
Bundeshaus West
3003 Bern
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28.03.2003
W&O - Weitere Massnahmen folgen
Der W&O berichtet über
"enorm grosses Interesse an öffentlicher Veranstaltung
zu mehr Sicherheit in Buchs".
Der Gemeinderat prüfe weitere Massnahmen zur Lösung
des Dealerproblems an der Bahnhofstrasse.
Dies bestätigte Ernst Hanselmann, Gemeindepräsident
von Buchs an der Veranstaltung vom 27.03.2002, an welcher mehr
als 600 Personen teilnahmen.
In verschiedenen Voten wurde vom Gemeinderat verlangt, dass er
die Probleme endlich angehe. Es seien 50'000 Fr. für Securitas-Einsätze
gesprochen worden, dies zeige, dass es dem Gemeinderat ernst
sei, die Sache anzugehen. Zudem würden weitere Massnahmen
wie z.B. das "Modell Wil" geprüft. Auf verschiedene
Vorwürfe hin meinte Hanselmann, dass der Gemeinderat nicht
untätig gewesen sei. Er wies vor allem auf die sozialen
Arbeiten wie Jugendarbeit etc. und auch darauf hin, dass für
das Jugendleitbild und der dafür verlangte Kredit von 300'000
Fr. von der Bevölkerung abgelehnt worden sei. Man arbeite
mit dem "vier Säulen Prinzip" am Drogenproblem
und habe schon viel unternommen. Bezüglich Situation an
der Bahnhofstrasse sei von den "Medien überrollt"
worden.
(Details und Fortsetzung 30.03.2002)
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30.03.2002
Ist Buchs zu sozial?
Dies die Schlagzeile des heutigen
W&O. Redaktor Kuno Bont weist auf die hartnäckigen Fragen
an der öffentlichen Informationsveranstaltung vom 27.3.2002
im BZB hin.
Über die Einsatzdoktrin der Polizei oder die Optimierung
des Asylwesens gingen zwar auseinander. Die Meinung, dass die
Fachleute der einzelnen Bereiche sich hinter Aktenbergen, Personalknappheit
und ähnlichen Ausreden verstecken wurden aber deutlich.
Der Moderator der Veranstaltung, alt Regierungsrat Hans Rohrer,
fand treffende Fragen, so z.B. ob die Informationsveranstaltung
aufgrund des zunehmenden Druckes in der Öffentlichkeit stattfinde,
oder ob der Gemeinderat von Buchs so oder so eine derartige Informationsveranstaltung
vorgesehen hätte. (Die Redaktion der SVP-Homepage überlässt
diesen Entscheid dem Leser)
Bont sieht die erschienenen Medienberichte von den anwesenden
Referenten bestätigt.
Gemeindepräsident Ernst Hanselmann
will das Sucht- und Drogenproblem in Buchs wirksam bekämpfen,
die Integrationsbemühungen für die ausländische
Bevölkerung verstärken werde, alles unternehme, um
den Drogenhandel zu erschweren und sich für die Optimierung
des Asylwesens einsetzen
Norbert Städler Rayonchef der KAPO meinte, dass man
sich in Buchs statistisch gesehen sicher fühlen könne
und wies auf die Polizeidichte hin: «Darauf könnt
ihr euch etwas einbilden.» Buchs habe seiner Meinung nach
nicht nur ein Drogenproblem, sondern auch ein Ausländerproblem,
fügte er an. Der Drogenhandel spiele sich dort ab, wo es
auch eine entsprechende Nachfrage gebe.
René Hungerbühler vom kantonalen Ausländeramt
erklärte, dass für Buchs immer wieder Ausgrenzungsverfügungen
(Rayonverbot) erlassen werden. «Wird dagegen verstossen,
haben wir eine Handhabe für die Ausschaffung». Rund
150 Ausschaffungen seien 2001 durchgezogen worden. «Ausgeschaffte
Dealer werden aber bereits wenige Stunden nachdem man sie von
der Strasse geholt hat, wieder ersetzt».
Hanspeter Küng vom Untersuchungsamt in Altstätten
machte starke Belastung der Untersuchungsorgane deutlich. «Mit
462 Drogenfällen im Werdenberg und 442 im Rheintal bearbeitet
unsere Amtsstelle alleine zwei Drittel aller im Kanton St.Gallen
zur Anzeige kommenden Drogenfälle». Das neue Strafprozessgesetz
habe für die Strafuntersuchungsorgane Erschwerungen mit
sich gebracht: U-Haft nur noch 48 Stunden (früher 1 Monat),
Telefonüberwachung für einfachen Drogenhandel nicht
mehr möglich. Das Untersuchungsamt Altstätten mache
aber alles, um die Situation in Buchs zu verbessern.
Fredy Morgenthaler, Leiter der Sozialen Dienste Werdenberg
verwies verwies auf das Viersäulenprinzip mit den Bereichen
Repression, Prävention, Therapie und Schadenminderung hin,
welches gegen die Drogensucht im Kanton St.Gallen massgebend
sei. Die tägliche Präsenz der Dealer an der Bahnhofstrasse
riefen einen «Suchthunger» bei den Abhängigen
hervor.
Thomas Wieland vom Amt für Soziales in St.Gallen,
welches für den Betrieb der Asylbewerberzentren zuständig
ist, machte deutlich, dass nach dem Frieden im Kosovo, heute
mehr Einzelpersonen als Familien Asyl beantragten. Dies erschwere
die Betreuung. Auffälligkeiten in Bezug auf Drogenkonsum
und Drogenhandel müssten von den Zentren sofort der Polizei
gemeldet werden.
Zu Beginn der nachfolgenden Diskussion
meinte der Chef der Liechtensteiner Drogenfahndung, die St.Galler
Kantonspolizei gehe ermittlungstechnisch falsch vor und komme
deshalb nicht von der Stelle. «Ihr müsst euch auf
die Köpfe der Organisatoren konzentrieren und diese aus
dem Verkehr ziehen». Er forderte auf eine Betäubungsmittel-Aussenstelle
für Buchs und Umgebung zu schaffen und meinte, dass die
Liechtensteiner Regierung dazu auch Geld zur Verfügung stellen
würde. Die Antwort von Städler: «So einen Stumpfsinn
habe ich von einem Polizisten noch nie gehört» und
der Vorwurf an Liechtenstein, dass diese auf der schwarzen Liste
wegen Geldwäscherei gestanden haben, lösste allenthalben
Kopfschütteln aus.
Markus Kobelt, Bezirksparteipräsident der FDP Werdenberg,
bemängelte, dass Machbares vernachlässigt werde und
einige der Entscheidungsträger noch immer den Medien, welche
die Angelegenheit aufgegriffen haben, die Schuld für die
Misere in die Schuhe schieben wollten. Er verlangte von Gemeindepräsident
Ernst Hanselmann a) eine klare Auskunft, wer für dieses
Dossier zuständig sei, b) ob der Gemeinderat willens sei,
etwas zu unternehmen und c) ob die Ausgrenzungsaktivitäten
nicht intensiviert werden könnten. Hanselmann bestätigte
die Zuständigkeit der Gemeinde und wies auf die in die Entscheidfindung
einbezogenen Task Force und die Sicherheitskommission hin. Der
Gemeinderat habe mit der Sprechung des 50 000 Franken-Kredites
klar bewiesen, dass er es ernst meine mit Massnahmen. «Wir
prüfen auch weitere Möglichkeiten, wie beispielsweise
das Wiler Modell, und werden eine Vorlage für die Bürger
ausarbeiten», kündigte er an. Bezüglich der Intensivierung
der Ausgrenzungen, sagte Hungerbühler, dass diese Administrativmassnahme
schon heute immer ergriffen werde, wenn ein Verdacht bestehe.
Nicht zu sozial
Ein anderer Votant stellte die Frage, ob man in Buchs vielleicht
zu sozial denke, und deswegen das Problem nicht in den Griff
bekomme. Hanselmann: «Wenn man mit zu sozial
zu weich oder zu grosszügig meint, dann sind wir sicherlich
nicht zu sozial», er glaube, dass die soziale Einstellung
des Gemeinderates längerfristig Erfolg haben werde.
Eine junge Frau verwies auf die Integrationsbemühungen,
die in der Gemeinde Buchs angelaufen sind und ermunterte zum
Mitmachen. Eine andere Votantin forderte dazu auf, in die Prävention
mehr Geld zu investieren und zur Diskussion kam auch die Qualifizierung
der Securitas für den Repressionsbereich.
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Gemeinderatsverhandlungen
vom 15. April 2002
Der Gemeinderat hat Frau Regierungspräsidentin
Kathrin Hilber (Vorsteherin Departement für Inneres und
Militär, kurz DIM) und Frau Regierungsrätin Karin Keller-Sutter
(Vorsteherin Justiz- und Polizeidepartement, kurz JPD) Mitte
März schriftlich mit einem Forderungskatalog konfrontiert.
Vom DIM wird verlangt, Ausgrenzungen und Abschiebungen von straffällig
gewordenen Asylbewerbern mit anderen Kantonen zu koordinieren,
vorübergehend auf die Zuweisung von Schwarzafrikanern ins
Werdenberg zu verzichten sowie die Heimleitungen zur Zusammenarbeit
mit den Gemeindebehörden anzuhalten. Das JPD hat nach Auffassung
des Gemeinderates gesetzlich mögliche Massnahmen konsequent
durchzusetzen, die Kantonspolizei wirksam gegen Drogendealer
einzusetzen sowie polizeiliche und private Einsätze im Sicherheitsbereich
zu koordinieren.
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19.04.2002
- SF DRS - Schweiz Aktuell
Das Schweizer Fernsehen strahlte
am 19.4.2002 in der Sendung «Schweiz aktuell» Stellungnahmen
der betroffenen Parteien aus. Es greift aus den Forderungen des
Gemeinderates von Buchs einseitig den Punkt "vorübergehend
auf die Zuweisung von Schwarzafrikanern ins Werdenberg zu verzichten"
heraus. In der Berichterstattung sowie die Interviews mit den
Vorsteher des Sozialdienste Thomas Wieland, sowie dem Verantwortlichen
des Bundes für das Flüchtlingswesen wird von "Diskriminierung"
und "rassisistisch" gesprochen. Das eigentliche Thema
wird nur am Rande erwähnt.
Die Redaktion der SVP-Werdenberg-Homepage
schreibt per E-Mail an SF DRF :
Schweiz Aktuell vom 19. April 2002
Sehr geehrte Damen und Herren
Der Bericht "Buchs will keine schwarzen Asylbewerber"
im Schweiz Aktuell vom 19. April ist meines Erachtens eine absolute
journalistische Fehlleistung !
Als öffentliches Medium haben Sie die Pflicht, gründlich
zu recherchieren und ausgewogen zu berichten ! Anstatt das Problem
der jungen männliche kriminellen schwarzen Asylbewerber
anzugehen, welche unser Asylgesetz schamlos ausnützen um
in der Schweiz Verteilfunktionen im Drogenhandel einzunehmen,
haben Sie Buchs als rassistisch und fremdenfeindlich hingestellt
!
Fragen Sie doch beim EJPD nach, wie es um die Handhabung von
kriminellen Asylbewerbern steht - Sie werden staunen wie ohnmächtig
wir mit der jetzigen Gesetzgebung gegen kriminelle Asylbewerber
sind, welche nicht ausgeschafft werden wollen. Die kriminellen
Asylbewerber nehmen den wirklichen Asylsuchenden die Aufnahmeplätze
weg, fördern die Wut der Bevölkerung auf die Behörden
welche anscheinend machtlos sind und sind Schuld am aufkommenden
Hass auf die Volksgruppen aus denen sie stammen.
Warum bringen Sie keinen Bericht über diese Missstände
?
Mit freundlichen Grüssen
Die Antwort von SF DRS
:
From: <Nina.Tsasakos@sfdrs.CH>
To: <neuhof@catv.rol.ch>
Sent: Monday, April 22, 2002 3:28 PM
Subject: Schweiz aktuell vom 19. April
Sehr geehrter Herr Schwendener
Danke für Ihr Mail. Wir meinen, mit unserer Berichterstattung
zum Verhalten der Gemeinde Buchs, das sich ausdrücklich
gegen schwarze Menschen und eben nicht nur gegen kriminelle,
schwarze Asylbewerber richtet, einen wertvollen Beitrag zur gesamten
Problematik mit fremdländischen Menschen in der Schweiz
geliefert zu haben.
Selbstverständlich ist es nicht möglich in einem Aktualitätsbeitrag
sämtliche Aspekte dazu zu beleuchten - unser Beitrag hat
sich deshalb nur mit diesem doch aussergewöhnlichen Vorgehen
der Gemeinde Buchs beschäftigt. Es ist durchaus möglich,
dass wir das zweifellos existierende Problem der Behörden
mit der Ausschaffung von kriminellen Asylbewerbern einmal in
unserer Sendung behandeln werden. Insofern danken wir Ihnen für
die Anregung.
Mit freundlichen Grüssen
Schweiz aktuell
Thomas Schäppi
Redaktionsleiter
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Nichts
gegen Asylanten - W&O vom 23.4.2002
Paul Schawalder, Redaktor des W&O
kommentiert verschiedene Medienberichte, welche auf Grund der
Forderung aus Buchs bezüglich Asylantenzuteilung laut wurden.
Die Forderungen hätten Unverständnis ausgelöst,
Bern spreche von Flüchtlingsdiskriminierung, St.Gallen von
ungerechter Verteilung der Asylsuchenden, wegen der Forderung
um vorläufigen Zuteilungsstopp von Schwarzafrikanern.
Die ersten Reaktionen im zuständigen Amt für Flüchtlingswesen
in Bern und in den Departementen der St.Galler Regierung seien
für den Gemeinderat Buchs ernüchternd. Bern spreche
von Flüchtlingsdiskriminierung und der Verletzung bestehenden
Rechts, sollte auf solche Forderungen, wie sie Buchs stelle,
eingegangen werden. Man würde schwarzafrikanische Asylsuchende
gegenüber Flüchtlingen anderer Hautfarbe ungleich behandeln.Ernst
Hanselmann, Gemeindepräsident von Buchs habe dem dem W&O
gegenüber versichert, dass sich der Gemeinderat Buchs ausschliesslich
gegen den illegalen Drogenhandel und dessen Drogenhändler
stelle und sich entschieden von Medieninformationen, die von
Rassismus und Diskriminierung berichten distanziere. Es sei nie
die Absicht des Gemeinderates gewesen, Asylanten schwarzer Hautfarbe
zu diskriminieren. Im Gegenteil, Buchs sei seit Jahren in Sachen
Aufnahme von Asylsuchenden aus allen Ländern im Verteilschlüssel
des Kantons im Plus, wehre sich aber vehement gegen jene, die
das Asylrecht für kriminelle Handlungen missbrauchen. Der
Kanton solle seine Möglichkeiten konsequent anwenden, wird
von Buchs gefordert, weil sich, so Hanselmann, die Drogendealerei
besorgniserregend verschärft habe, in einem unverfrorenen
Handel in aller Öffentlichkeit und vor allem durch schwarze
Asylbewerber.
Zeitpunkt und Inhalt irritierend
Regierungsrätin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Justiz-
und Polizeidepartementes St.Gallen, befremdet die Vorgehensweise
des Gemeinderates Buchs und ist über den Inhalt der Forderungen
irritiert. Wie sie dem W&O gegenüber erklärte,
glaubte sie die Begehren von Buchs nach einem ausführlichen
Gespräch mit Gemeindepräsident Ernst Hanselmann in
St.Gallen Mitte März für beide Seiten vorerst bereinigt,
koordiniert und Handlungsfelder erörtert zu haben. Massgeblich
ging es darum, die Sofortmassnahmen des Gemeinderates Buchs (Zusammenarbeit
mit Securitas und Vorschläge der Task Force) abzuwarten,
bevor weitere Begehren an den Kanton gestellt würden. Eine
Woche später bereits sei der Forderungskatalog in den Departementen
Keller und Hilber eingetroffen. Regierungsrätin Keller betonte
den überdurchschnittlichen Einsatz der Kantonspolizei zur
Bekämpfung des Drogenhandels in Buchs, was Ernst Hanselmann
auch bestätigt. Dazu habe das Untersuchungsamt Altstätten
mit einem ausschliesslich für Buchs zuständigen Untersuchungsrichter
den illegalen Betäubungsmittelhandel in Buchs verfolgt.
Dass die polizeilichen und privaten Einsätze zu koordinieren
seien, wie von Buchs gefordert, verstehe sich von selbst. Karin
Keller: «Die Anliegen im Forderungskatalog sind allesamt
bereits erfüllt.»
Keller habe den Gemeinderat Buchs ferner darauf aufmerksam gemacht,
sagte sie, dass das Sicherheitsempfinden und die Lebensqualität
in den Handlungbereich der Gemeinde gehöre, selbstverständlich
mit Unterstützung des Kantons. Demgegenüber sagte der
Buchser Gemeindepräsident, seine Gemeinde habe mit der Stiftung
Mintegra und einer Kommission für interkulturelles Zusammenleben
und anderen Präventionsprojekten mit solchen Aufgaben längst
begonnen.
Nur mit rechtlichen Grundlagen handeln
Das Departement des Innern liess über Thomas Wieland, Abteilungsleiter
im Amt für Soziales, verlauten, dass die Zuteilungsbegrenzung,
wie sie der Gemeinderat Buchs fordert, nicht in Frage komme.
Es gehe in erster Linie darum, Asylsuchende auf die verschiedenen
Asylzentren optimal zu verteilen. Dabei dürften Flüchtlinge
ausgesuchter Herkunftsländer nicht ausgegrenzt werden.
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26.4.2002
W&O - Nun reichts dem Kanton
Dem Missbrauch des Asylrechts soll
ein Riegel geschoben werden
Paul Schawalder, Redaktor des
W&O beschreibt den Bericht des Justiz- und Polizeidepartementes
des Kantons St.Gallen:
Veritable Vollzugsprobleme im Asylbereich bei der Ausschaffungen
von Straffälligen, z.B. auch sogenannter "Ameisendealer"
im Drogenhandel, wegen fehlender Identität.
Die unklare Identität von abgewiesenen Asylsuchenden erschwere
die Ausschaffung, sagt das Justiz- und Polizeidepartement des
Kantons St.Gallen und zeigt ein Beispiel der Problematik.
Das Ausländeramt und die Kantonspolizei des Kantons St.Gallen
begannen im November vergangenen Jahres in Absprache mit der
Vorsteherin des Justiz- und Polizeidepartementes, Karin Keller-Sutter,
mit der "Aktion Rückkehr". Dabei wurden 38 junge
Männer, mehrheitlich aus afrikanischen Staaten, die in erheblichem
Ausmass straffällig geworden waren und deren Asylgesuch
rechtskräftig abgewiesen worden war , für eine Ausschaffung
in ihr Heimatland vorbereitet. Es fehlte noch deren Identität.
28 Abgewiesene wurden in Ausschaffungshaft genommen, 10 tauchten
unter, wie das Departement verlauten liess. Von den 28 Verhafteten
wurden nur 2 in ihr Heimatland, ausgeschafft. Die übrigen
konnten trotz enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Vollzugsunterstützung
des Bundesamtes für Flüchtlinge weder identifiziert
noch einem Heimatstaat zugeordnet werden.
Diese kehrten wieder in die Durchgangszentren zurück. Die
Konferenz der Ostschweizerischen Justiz- und Polizeidirektorinnen
und -direktoren hat die Vollzugsprobleme im Asylwesen am 17.
April dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement
unterbreitet. Der Bund wird ersucht, Massnahmen zur Verbesserung
der Situation in die Wege zu leiten.
Unterstützung für Gemeinden
Der bezüglich Drogenhandels
durch Schwarzafrikaner in seiner Gemeinde unter Druck stehende
Gemeindepräsident von Buchs, Ernst Hanselmann, ist erleichtert
ob der kantonalen Unterstützung. In einer ersten Stellungnahme
begrüsst er das seiner Meinung nach wirkliche Erkennen des
Problems auf Kantonsebene und die damit verbundene politische
Unterstützung.
Es sei ein tauglicher Weg, sagt Ernst Hanselmann, wenn in diesem
Mass erkannt werde, was im Volk vorgehe und dann durch alle drei
Staatsebenen Lösungen gesucht würden, den wunden Punkt
zu treffen.
(Bericht des JPD SG siehe nächster
Abschnitt)
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Vollzugsprobleme
im Asylbereich - W&O vom 26.04.02
Unklare Identität erschwert
Ausschaffung von abgewiesenen Asylsuchenden
Die Anzahl abgewiesener Asylsuchenden die sich nicht um die Beschaffung
von Reisepapieren kümmere wachse stetig. Es seien mehrheitlich
jüngere Männer aus afrikanischen Staaten, die ihre
Identität nicht offenlegen und nicht mit den schweizerischen
Behörden kooperieren, so titelt der W&O auf Seite 3.
Viele von ihnen seien im Drogenhandel als sogenannte "Ameisendealer"
tätig. Ihre Anwesenheit in der Schweiz sei illegal. Am Beispiel
von 38 straffälligen jungen Männern, deren Asylgesuch
rechtskräftig abgewiesen worden war, konnten wegen fehlender
Identität nur deren zwei in ihr Heimatland ausgeschafft
werden.
Ursachen auf Bundesebene
In erster Linie liege die Ursache für diesen nur bescheidenen
Erfolg in der fehlenden Mitwirkung der Betroffenen, die Ihre
wahre Identität nicht offen legen. Im weiteren bestehe auf
Bundesebene Verbesserungsbedarf. Die Vollzugsunterstützung
des BFF leiste zwar fachlich gute Arbeit, sei aber aus personellen
Gründen nicht in der Lage, den Kantonen ausreichende Informationen
zur Papierbeschaffung zu vermitteln. Daher müssten Entlassungen
aus der Ausschaffungshaft wegen zu langer Verfahrensdauern vorgenommen
werden.
Mit zunehmender Häufigkeit würden bereits im Asylverfahren
falsche Personalangaben gemacht, so dass eine Ausschaffung nach
Abschluss des Asylverfahrens unmöglich sei. Sprachexpertisen
des BFF führten bezüglich Herkunftsangaben oftmals
zu widersprüchlichen Ergebnissen; damit könne eine
Person nicht mit der notwendigen Zuverlässigkeit einem bestimmten
Staat zugeordnet werden.
Mehrere Staaten verletzten ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen,
indem sie sich weigern, der Rückführung eigener Staatsangehöriger
zuzustimmen und ihnen Papiere auszustellen.
Aktivität im Drogenhandel
"Die Zahl nicht ausschaffungsfähiger Asylsuchender
nimmt ebenso zu wie deren strafrechtliche Betätigung, namentlich
im Drogenbereich. Die Pollzelkorps von Kanton und Stadt St.Gallen
stellen fest, dass der Drogenhandel gesamtschweizerisch straff
durchorganisiert ist und ein reger Austausch namentlich der Kleindealer
stattfindet. Das Justiz- und Polizeidepartement ist sich bewusst,
dass der Drogenhandel insbesondere durch schwarzafrikanische
Kleindealer in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und
Beunruhigung auslöst. Es nimmt diese Ängste ernst.
Mit polizeilich-repressiven Massnahmen allein ist dem Phänomen
indessen nicht beizukommen. Das Problem kann auch nicht durch
einen Kanton allein gelöst werden".
Intervention der Ostschweizer Kantone
beim EJPD
Die Konferenz der Ostschweizerischen Justiz- und Polizeidirektorinnen
und -direktoren hätten die Vollzugsprobleme im Asylwesen
mit Schreiben vom 17. April dem EJPD unterbreitet und den Bund
ersucht, Massnahmen zur Verbesserung der Situation in die Wege
zu leiten. Namentlich im Bereich der Vollzugsunterstützung
seien Verbesserungen erforderlich (Unterstützung bei der
Identitätsfeststellung und bei der Beschaffung von Reisepapieren;
Qualitätssteigerung bei Sprachexpertisen; Identitätsabklärungen
während laufender Asylverfahren; allenfalls auch finanzielle
Anreize als Ausreisehilfe).
Eine entscheidende Verbesserung könnte erzielt werden, wenn
der Bund mit den Herkunftsländern Rückübernahmeabkommen
abschliessen könnte, wie dies beispielsweise mit mehreren
Balkanstaaten der Fall ist. Wichtig wäre auch, die Dauer
der Asylverfahren bis zu deren rechtskräftigem Abschluss
zu verkürzen. Vor allem in jenen Fällen, in denen die
Kantone den zuständigen Bundesbehörden Meldungen über
strafrechtliches Verhalten zukommen lassen, ist der Meldefluss
zu vereinfachen und das Verfahren zu beschleunigen. Ein weiterer
Vorschlag zielt in Richtung einer Änderung des Asylgesetzes:
Mit einem "Bonus-Malus-System" sollten Personen aus
dem Asylbereich, die straffällig werden, in der Drogenszene
angetroffen werden oder anderweitig dissozial auffallen und ihre
Identität verheimlichen, mit Einschränkungen der staatlichen
Leistungen rechnen müssen. Kooperative Personen wären
demgegenüber etwa bei der Unterbringung oder bezüglich
finanzieller Leistungen besser zu stellen.
Schliesslich wird das EJPD auch um Prüfung von Möglichkeiten
für Standardisierung der Aufenthaltsregelung in Durchgangszentren
ersucht; es zeigt sich, dass die Aufenthaltsregelungen während
des Asylverfahrens wie auch nach dessen Abschluss in den Kantonen
unterschiedlich attraktiv sind. Eine ähnliche Intervention
erging im übrigen auch von Seiten der Konferenz der Westschweizer
Justiz- und Polizeidirektionen - auch dies eine. Bestätigung,
dass von einer gesamtschweizerischen Problematik auszugehen ist,
die tatkräftige Unterstützung des Bundes erforderlich
macht.
Kanton St.Gallen resigniert nicht,
sondern bleibt am Ball
Trotz aller Schwierigkeiten, denen der Kanton St.Gallen beim
Vollzug nach abgewiesenen Asylgesuchen begegnet, gebe er nicht
auf. Selbstverständlich sei und bleibe der Kanton St.Gallen
der humanitären Tradition der Schweiz verpflichtet und sorge
für die Asylsuchenden die ihm zugewiesen werden. Bei Personen
aber, die das Asylrecht missbrauchten, die nach abgewiesenem
Asylverfahren unter Verheimlichung ihrer wahren Identität
nicht ausreisen würden und die sich im Drogenhandel betätigten,
habe die Bevölkerung ihrerseits ein Anrecht darauf, dass
diesen Missbräuchen ein Riegel geschoben werde. Dabei müssen
alle drei Staatsebenen - Gemeinden, Kantone und Bund - zusammenwirken.
In diesem Sinn werde das Justiz- und Polizeidepartement weiterhin
eine konsequente Ausschaffungspraxis, unter Wahrung der humanitären
Grundsätze, verfolgen. Gleichzeitig setze es grosse Hoffnungen
in die Unterstützung des EJPD.
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neue
Interpellation
Im W&O vom 8. Mai wird berichtet,
dass an der Maisession des Grossen Rates eine neue Interpellation
von Bruno Etter (FDP Buchs), Paul Schlegel (FDP Grabs), Heinrich
Schlegel (SVP Malans), und Christian Bigger (SVP Grabs) eingereicht
wurde. 52 Ratsmitglieder haben mit unterzeichnet.
Die Interpellation:
Asylsuchende als Drogendealer in Buchs
Innert wenigen Monaten hat die
Werdenberger Metropole traurige Berühmtheit erlangt. Die
nationalen Medien bezeichnen Buchs als einen der grössten
Umschlagplätze für harte Drogen in der Schweiz. Das
Einzugsgebiet erstreckt sich mittlerweile über die Landesgrenzen
hinaus ins Vorarlberg und ins Fürstentum Liechtenstein.
Die Situation an der Bahnhofstrasse und den angrenzenden Gebieten
hat eskaliert. Die Bevölkerung ist nach wie vor stark verunsichert
und fühlt sich durch den auf offener Strasse stattfindenden
Drogenhandel massiv bedroht; sie erwartet endlich griffige Massnahmen
(Zitat aus einer regionalen Sonntagszeitung vom 28.04.02: ...Nach
wie vor ist ein abendlicher Gang durch die Buchser Bahnhofstrasse
ein Spiessrutenlaufen. Auch tagsüber dominieren Menschen
in schwarzer Hautfarbe die Flaniermeile - teilweise wird, sehr
zum Aerger der Geschäftsleute, offen mit Drogen gedealt.)
Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Aussage eines Polizeisprechers
gegenüber dem Werdenberger & Obertoggenburger (Ausgabe
vom 16.03.2002), wonach über 85 Prozent der polizeilichen
Handlungen an der Bahnhofstrasse in Buchs Bewohner der drei Durchgangsheime
für Asylsuchende auf dem Buchserberg (Buchs), im Rüthihof
(Rüthi) und Eichlitten (Gams) betreffen.
An dieser Stelle gilt es mit aller Deutlichkeit festzuhalten,
dass die Polizeiorgane in Buchs im Rahmen ihrer Möglichkeiten
ausgezeichnete Arbeit leisten. Die Interpellanten sind deshalb
der Meinung, dass mit einem strengeren Aufenthaltsregime in den
Zentren im allgemeinen, im Zentrum am Buchserberg aber ganz im
besonderen, eine Beruhigung bzw. Entschärfung der untragbaren
Situation eintreten könnte (z.B. Mettlen, Appenzell). Wir
vertreten deshalb dezidiert die Auffassung, dass dem Buchserberg-Zentrum
eine Vorbildfunktion zukommen muss. Anzumerken gilt es hier,
dass der Vertreter des für die Unterbringung zuständigen
Departementes Inneres und Militär (DIM) in der Task Force
nicht auf die Forderungen nach einem restriktiveren Aufenthaltsregime
eingehen wollte.
Wir bitten die Regierung um Beantwortung der nachstehenden Fragen:
1. Genügen die Präsenzkontrollen im Zentrum Buchserberg
bzw. haben sich die Bewohner an einen Tagesplan zu halten (z.B.
Einhaltung der Essens- und Ausgangszeiten)?
2. Lässt sich der Busbetrieb von und nach dem Buchserberg
unter diesen Umständen noch verantworten?
3. Werden den Asylsuchenden imZentrum Buchserberg Beschäftigungsprogramme
angeboten?
4. Haben auffällige Bewohner des Zentrums mit Sanktionen
zu rechnen?
5. Wird der Vertrag mit der Direktion für Soziales und Sicherheit
des Kantons Zürich, Betreiberin des Durchgangszentrums Eichlitten,
verlängert?
Eingereicht von: Bruno Etter - Buchs
Paul Schlegel - Grabs
Heinrich Schlegel - Malans
Christian Bicker - Grabs
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15.05.2002 Aus den Gemeinderatsverhandlungen
Buchs
--- Sicherheit im Zentrum ---
Seit Januar 2002 hat die vom Buchser Gemeinderat
eingesetzte Arbeitsgruppe "Sicherheit in Buchs", in
der Vertreter der Gemeinde- und Kantonspolizei, der Sozialen
Dienste, der IGEB, der politischen Parteien sowie des Gemeinderates
Einsitz haben, insgesamt viermal getagt. Ziel der Arbeitsgruppe
ist es, in Zusammenarbeit mit Fachleuten die Problematik der
Sicherheit im Zentrum von Buchs, insbesondere im Zusammenhang
mit Drogenhandel, anzugehen und zur Verbesserung der Situation
konstruktive Lösungsansätze zu erarbeiten.
Inzwischen kann festgestellt werden, dass
die mit einem grossen Mehraufwand organisierte Polizeipräsenz
sowie der neu von der Gemeinde beauftragte Sicherheitsdienst
zu einer gewissen Beruhigung der Situation geführt und im
Bereich des subjektiv wahrgenommenen Sicherheitsgefühls
der Bevölkerung eine Verbesserung erzielt haben. Tatsächlich
sind auch einige Kleindealer von der Bildfläche verschwunden.
Allerdings, so die Bilanz der Arbeitsgruppe, kann mit Repressionen
allein der Strassenhandel nicht gänzlich unterbunden werden,
denn so lange zahlungskräftige Kunden eine Abnahme garantieren,
geht das Drogengeschäft auf die eine oder andere Weise weiter.
Kriminelle Asylbewerber spielen dabei eine untergeordnete Rolle,
in den "höheren Etagen" des Geschäfts sind
auch andere Ausländergruppen wie auch Schweizer tätig.
Repressionen können daher für den Moment beruhigend
wirken, lösen das Drogenproblem als solches aber nicht.
Langfristig sind auch präventive Massnahmen notwendig. Diese
sind aufwändig und erreichen nicht von heute auf morgen
sichtbare Resultate; auch in diesem Bereich werden Fachpersonen
beigezogen.
Die vom Gemeinderat eingesetzten Securitas-Patrouillen
bemühen sich, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucherinnen
und Besucher von Buchs vor unliebsamen Begegnungen zu schützen.
Sie informieren die Gemeinderatskanzlei über Vorfälle
und rufen in Ernstfällen die Kantonspolizei auf den Platz.
Die Arbeitsgruppe "Sicherheit in Buchs"
ist bestrebt, mit diesen und weiteren Massnahmen für ein
sicheres Buchs zu sorgen. An ihrer Sitzung vom 2. Mai haben sich
die Arbeitsgruppe, Mitglieder des Gemeinderates und weitere interessierte
Fachpersonen über das Sicherheitsmodell der Stadt Wil eingehend
informieren lassen.
Der Gemeinderat wird die Bevölkerung
über die Ergebnisse in den Ratsverhandlungen weiter informieren.
Für Fragen oder auch Hinweise steht den Mitbürgerinnen
und Mitbürgern die Gemeinderatskanzlei zur Verfügung.
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Unter dem Titel
"Kampf dem
Drogenhandel"
kommentiert Günther Meier vom W&O am 4. Juni die Bodensee-Sicherheitsgespräche
Die Bekämpfung der Jugendkriminalität,
des Drogenmissbrauchs sowie des Rechtsextremismus soll intensiviert
werden. Die Innenminister und Polizeipräsidenten der Euregio
Bodensee sprachen sich in Vaduz für eine verstärkte
Zusammenarbeit aus. Die Innenminister und Polizeipräsidenten
hätten die gegenseitige Sicherheitslage und den Koordinierungsbedarf
geprüft und stellten die aktuellen Probleme wie die steigenden
Jugendkriminalität, den Drogenmissbrauch und den latent
vorhandenen Rechtsextremismus als Schwerpunkte fest. Die Jugendkriminalität
in Form von Gewalt und Aggression gegen Personen nehme zu. Bei
diesem Phänomen bilde die polizeiliche Bekämpfung nur
eine Facette weiterer Massnahmen, die schon in den Familien gesetzt
werden müssten.
Zur Bekämpfung der Jugendkriminalität
und der zunehmenden Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen forderte
auch die St.Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter zu
einer engen Zusammenarbeit und zum regelmässigen Austausch
von Informationen auf. Festzustellen sei eine Zunahme der Körperverletzungen,
der Verletzung der sexuellen Integrität, aber auch Drohungen
oder Nötigungen. Eine Analyse habe ergeben, dass dass die
Zahl der Jugendlichen mit Vorstrafen wegen Gewaltdelikten zunehme,
aber keine adäquaten Unterbringungsmöglichkeiten für
solche Jugendliche bestünden. Die Ostschweizer Kantone hätten
bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um eine bessere Koordination
zu erreichen.
Drogen- und Asylantenproblem in Buchs
Die Polizeiorgane betrachten die unterschiedlichen Konzepte bei
der Bekämpfung des Drogenmissbrauchs in der Euregio Bodensee
mit Sorge. Die österreichischen Polizeibehörden beschäftige
der Beschaffungstourismus erheblich, weil Deutschland und Österreich
im Gegensatz zur Schweiz und Liechtenstein keine Entkriminalisierung
im Bereich von Cannabis beschreiten wollen. Es wird eine Zunahme
des "Ameisenhandels über die Grenze" befürchtet.
Schwierige Situation in Buchs
Die St.Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter bestätigte,
dass in Buchs aufgrund der Grenzlage ein reger Handel mit Kokain
und Designerdrogen durch Personen aus dem Balkan und Afrika bestehe.
Alarmiert durch das Ausmass dieses Handels sei hoher Repressionsdruck
aufgebaut worden, zudem sei ein Untersuchungsrichter speziell
zur Bekämpfung der Drogenproblematik eingesetzt worden.
Verkompliziert werde die Situation in Buchs durch die Verknüpfung
mit der Asylproblematik. Ein Teil des Drogenhandels im Buchser
Zentrum werde durch Asylsuchende abgewickelt, deren Identität
nicht bekannt sei und die demzufolge nicht in ihr Heimatland
zurück geführt werden könnten.
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26.07.2002 Weniger Angst im Zentrum
In Buchs wird immer noch gedealt -
allerdings versteckter
Dank der Patrouillen der Polizei und des von der Gemeinde Buchs
finanzierten Sicherheitsdienstes fühlen sich die Passanten
auf der Bahnhofstrasse wieder sicherer. Der Drogenhandel findet
trotzdem aber immer noch statt. Dies berichtet der W&O. Es
sei zwar ein gewisses Gefühl von Sicherheit da, was für
das Gewerbe wichtig sei, der Drogenhandel werde aber noch raffinierter
abgewickelt und weiche in die Seitenstrassen aus.
Bis November sei der Sicherheitsdienst noch finanziert, was dann
komme arbeite derzeit die Arbeitsgruppe "Sicherheit im Zentrum"
für den Gemeinderat aus lässt der Gemeindeammann verlauten.
Die Polizei habe in den letzten drei Monaten 24 Verzeigungen
ausgesprochen, die verstärkten Kontrollen hätten einen
positiven Effekt. Neben der Verlagerung des Handels in Seitengassen
werde aber auch eine nach dem Bahnhof Sargans festgestellt. Im
Zuge von Ermittlungen sei man auf einen Grossdealer gestossen,
berichtet die Polizei.
Ein weiterer positiver Effekt sei darin festzustellen, dass die
Kriminalitätsrate dank der Polizeipräsenz in der Region
so tief wie seit Jahren nicht mehr sei.
Robert Keusch von der IGEB und die Arbeitsgruppe Sicherheit sind
sich einig - Es müssen neue Gesetzte im Asylwesen geschaffen
werden - die Politik sei jetzt gefragt.
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